Herzlich willkommen bei der Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin

Kolping-Weinprobe mal anders: Virtuell!

Das bio-zertifizierte Weingut Schreiber in Hochheim produziert und verkauft seit vielen Jahren Kolpingwein und Kolpingsekt in Kooperation mit dem Kolpingwerk Diözesanverband Limburg. Da ein gemütlicher Abend mit Freundinnen in einem Weingut oder in der Kolpingfamilie wegen Corona derzeit nicht möglich ist, hat sich das Weingut etwas ganz Besonderes einfallen lassen und lädt alle Kolpingfamilien und weitere Interessierte zur ersten Kolping-Online-Weinprobe am Freitag, 29. Mai um 20.00 Uhr ein. In einer gemeinsamen Videokonferenz werden sechs ausgewählte Kolping-Weine ausführlich moderiert und besprochen. Jungwinzer Simon Schreiber gibt interessante Einblicke in die Arbeitsweise im Weinkeller, nimmt die Teilnehmer mit in den Weinberg und beantwortet alles, was sie zum Wein immer schon wissen wollten. Das Weinpaket kostet inklusive Versand 46 Euro und besteht aus sechs Flaschen: 2019 Hochheimer Riesling trocken, 2019 Hochheimer Reichestal Riesling Alte Reben trocken, 2018 Hochheimer Berg Riesling halbtrocken, 2019 Hochheimer Spätburgunder Rosé feinherb, 2018 Hochheimer Riesling Kabinett und 2018 Dornfelder trocken. Damit der Wein rechtzeitig zur Weinprobe bei den Mitgliedern und sonstigen Interessierten zuhause eintrifft, muss die Bestellung bis spätestens 25. Mai telefonisch unter (06146) 9171 oder per Mail an info@weingut-schreiber.de vorliegen. Als besonderes Schmankerl bietet das Weingut bei Bestellung zwölf weiterer Weinflaschen nach Wahl an, dass sich die Versandkosten nicht erhöhen. Wem eine große Flasche zu viel ist, kann sie sich auch mit einem Freund/einer Freundin vorher aufteilen. Und so geht’s: Am Tag der Veranstaltung erhalten alle Weinbesteller einen Link mit Zugangsdaten zur Online-Weinprobe, mit denen sie sich um 20.00 Uhr mit einem internetfähigen Endgerät (Computer, Tablet, Handy) einloggen können. Eine schöne Möglichkeit, mehr über Wein und Weinanbau zu erfahren und bei einem guten Glas in geselliger Runde Kolpingmitglieder wiederzusehen!

Einladung zur Schreibwerkstatt: Wir heben Erinnungsschätze....

Früher wurde nach den großen Ferien in den Schulen oftmals der Aufsatz geschrieben unter dem Titel: „Mein schönstes Ferienerlebnis“. Ähnliches hat die Kolpingfamilie St. Martin nun mit interessierten Mitgliedern vor. „Wir wollen unsere Erinnerungsschätze heben und beabsichtigen die nächste Ausgabe unseres Mitteilungsorganes ‚Blickpunkt Kolping‘ mit Berichten unter der Devise ‚Mein schönstes Kolping-Erlebnis‘ zu bestücken“, so Markus Schild, der Vorsitzende der Kolpingfamilie. Eine jede und ein jeder wird andere Höhepunkte aus dem umfangreichen Kolping-Vereinsleben benennen. Ganz subjektiv soll der kurze Erlebnisbericht ausfallen. Warum ist die Reise oder die Veranstaltung so prägend gewesen? Welche Begegnung ist nachhaltig in Erinnerung geblieben? Warum „zehre“ ich bis heute von diesem Kolping-Event? Die Redaktion des „Blickpunkt Kolping“ freut sich über vielseitige Beiträge, welche bis 20. Mai 2020 vorliegen sollten. Berichte können gesandt werden an die Schillerstraße 14, 56112 Lahnstein per Post oder via mail über die Homepage www.kolpingfamilie-lahnstein-st-martin.de und dort über „Kontakte“. Vielleicht hat das ein oder andere Mitglied gerade in diesen Tagen, ohne Gemeinschaftsveranstaltungen, ohne Terminhetze und beim überwiegenden Aufenthalt in den eigenen vier Wänden die Muße und Zeit, kreativ einen kleinen Erlebnisbericht zu verfassen und sich so an der besonderen Schreibwerkstatt zu beteiligen. Wir sind gespannt auf die Juni-Ausgabe des "Blickpunkt Kolping", vielleicht mit Deinem Beitrag!

Gedanken zum 1. Mai

Am 1. Mai wird auch des Heiligen Josef gedacht, dem Schutzpatron des Internationalen Kolpingwerkes. Aktuelle Gedanken und Grüße zum Maifeiertag, auch ohne Demonstrationen, übermittelt uns dankenswerter Weise Pater Wolfgang Jungheim von den Arnsteiner Patres. Wer möchte, kann sich übrigens auf der Homepage von Amnesty International für einen inhaftierten Gewerkschaftler in Venezuela einsetzen.

Hallo, Ihr Lieben
der Mai ist gekommen
 
der Monat, in dem so viel an Lebensnotwendigem sich wieder in der
Schöpfung zeigt auf ermutigende Weise: es blüht auf, was wichtig ist
 
der Monat in dem wir um Wasser mit den Bauern und.. bangen und da regnet es gerade über uns in Koblenz und vielleicht morgen und übermorgen auch sonst noch viel...
 
der Monat, der mit dem TAG DER ARBEIT beginnt, wo viele keine Arbeit haben oder Kurzarbeit machen müssen oder krank sind oder auf der Flucht
nach Arbeit und neuem Zuhause oder im Gefängnis, weil sie sich für andre
und ihre Arbeitsrechte einsetzen oder ausgebeutet werden....
 
Wir brauchen weiterhin einander hier und weltweit
Wir müssen solidarisch sein mit denen, die es jetzt ganz schwer haben
    und die nicht mächtig genug sind für ihre Existenz einzutreten hier und..
 sie brauchen uns
 sie in den Hotels, Gaststätten, Restaurants, Kneiben, cafes, Eisdielen,
         Tafeln, in den Wärmestuben mit Mittagstisch, ... zu Hause
 sie in den Ställen und auf den Feldern, sie die ErntehelferInnen,
         die BilliglohnarbeiterInnen, die MinijoblerInnen, die LeiharbeiterInnen.
  sie in den Geschäften, in den Krankenhäuser, in Notfallstationen, in der
      Feuerwehren, in Notfalldiensten..., in der Pflege daheim,..
  sie in den Familien mit Kindern, in den Kindergärten, in den Schulen,
           in den Ausbildungsstätte, in den Wohnheimen............................
  sie in den großen Fabriken und Konzernen....
      Ja, es tut gut, sich an all sie zu erinnern und
      uns selbst wieder zur Mitarbeit anzufeuern
      uns gegenseitig zu ergänzen und zu stützen....
 
Da gibt es ermutigende Mitmenschen :
die Großgärtnerei, die die kleinen geschlossen Lädchen stützt
der alte Grieche, dem die Flüchtlinge ohne Dach und Holz im Winter,die 
     Hütte aus Holz abgebrochen haben, der sie aber versteht trotz des
     Schadens, weil ihnen keiner beisteht und er die Hütte nicht zum
     Überleben brauch....
undundundund
auch die, die demonstrieren füreinander, dass es besser weiter geht...
auch die, die nachfordern, was noch nicht bedacht war....
 
der unbedeutende Josef aus Nazaret, er war auch so ein Solidarischer mit
seiner Frau, mit seinem Pflegekind... Seine Liebe zu ihnen und seiner Hände
Arbeit und sein Gottvertrauen ließen es gut gelingen, selbst die Flucht ...
Und es ist was Gutes aus dem Bängel geworden, der ihm zugeschustert
wurde...
Dieser: Er stärkt uns bis heute in Solidarität füreinander einzustehen
          Er hats selbst gelebt bis zum Letzten
          Er wird auch uns stärken,wenn wir uns nicht ausnutzen,
          sondern mittragen
 
 Einen solidarischen 1. Mai
 wünscht Euch allen im Kleinen und im Großen

                                                         wolfgang     

 

Frohe Ostern

Allen unseren Mitgliedern, Freundinnen und Freunden wünschen wir ein frohes, gesegnetes Osterfest 2020. Ein Ostern, welches wir wohl nie vergessen werden. Ein Ostern, welches uns zeigt, daß Ostern eben kein punktuelles, lange zurückliegendes Ereignis ist, sondern auch heute geschieht. Der auferstandene Jesus geht diesen schwierigen Weg mit uns, er trägt uns. Lassen wir uns von ihm berühren, bei ihm müssen wir nicht auf Abstand gehen. Die Botschaft des Engel an die Frauen vor dem offenen Grab ist heutige gültiger denn je: "Fürchtet Euch nicht". Ein Satz, der auch uns zum Trostwort und Zuspruch wird. Bleibt alle gesund, wir sehen uns wieder, wir werden uns wieder umarmen...

Gedanken von Pater Wolfgang Jungheim

Auferweckt zu neuem Leben

und für immer geborgen in Gottes guten Händen

 

Ostern

 

Der Stein vom Grab Jesu ist weg

Jesus wurde auferweckt von Gott

Er zeigt sich seinen Freunden immer wieder

damit sie glauben:

Gott ist mächtiger als Leid, Sünde und Tod

 

Was für eine Hoffnung!

Und das brauchen wir jetzt auch!

Leid und Tod sind nicht das Letzte was uns geschieht

Sondern Auferstehung!

Ganz neu und für immer geheilt durch Gott

Im Tod – aber auch schon heute, hier, jetzt

Wenn ein Sterbender nicht mehr leiden muss

Wenn ein Lächeln aufmuntert

Wenn eine helfende Hand zupackt und unterstützt

Wenn wir die Hoffnung behalten auf eine gute Zeit danach

Wenn wir uns in Gottes guten Händen geborgen wissen

Wenn wir uns Liebe und Nähe schenken - trotz Abstand

Dann sind wir wie Osterglocken,

die Leben und Hoffnung verkünden.

Danke für alles, was wir einander und miteinander tun

 

Karfreitag

  Jesus allein über Nacht im Kerker

  mit spottenden Soldaten

  Jesus ist gefangen, Einsamkeit und

  Alleingelassensein liegen schwer auf dem Herzen

  doch er ist dem Vater nahe

  am Morgen und am Tag steht er Rede und Antwort

stark, selbstbewußt

  Er benennt, was er an Froher Botschaft gelebt hat,

  so dass andere aufstehen konnten neu, geheilt, befreit

  Er weiß um Verbundenheit mit dem Vater,

  der ihm Seinen Geist zur Kraft der Liebe gegeben

  hatte und jetzt gibt

  Jesus steht zu sich und vertraut auf den Vater

  Jesus trägt das Kreuz, erträgt Spott und Geißel

  Jesus fällt erschöpft immer wieder und steht wieder auf

  Jesus lässt sich helfen durch Simon beim Kreuztragen

  durch Mitleid von Getreuen

  Er lässt sich kreuzigen und leidet unter Gottverlassenheit

  Er betet und schöpft Vertrauen: Vater in deinen Hände lege ich mein Leben

  Er ist wieder bei Kraft, er kümmert sich am Kreuz um Mutter und Freund und

  um den Verbrecher neben ihm, der empathisch mit ihm ist

  die Last des Todes ist so zu tragen

  die Steine der Verachtung drücken hart aber

erdrücken sein Vertrauen und seine Sorge um andere nicht

   Die Last der Kreuzes überstanden  Er stirbt in Gottveretrauen

Es ist vollbracht 

Und wir

  Auch uns drückt nieder Leid in aller Welt mit schweren Folgen

  Da ist die eigene Angst vor dem Sterben müssen

  Da ist das Entsetzen, dass einige sterben müssen,

damit andere überleben an Atemgeräten, die nicht für alle reichen

  Da sterben Menschen allein und werden allein begraben

  Da arbeiten sie bis zur Grenze der Erschöpfung in Pflege, Sorge um die Erkrankten

  Da ist die Angst um Schutzkleidung für die, die gesund sein müssen für die not-wendige Pflege  

  Aber sie bleiben dran am Pflegen und Sorgen

  Neue unerwartete Entlastung kommt von Freiwilligen

  Entlastung

  Da entwickeln sich neue Formen des Miteinander Trauerns und Tragens

  nicht ganz alleingelassen

  Und

  der Glaube, in Gottes Hand geborgen zu leben, zu leiden,

zu sterben in neues Leben befreit von Leid

  kann entlasten, entspannen, befreien

Jesus trägt mit

Jesus bestärkt zum Miteinander  

 

 

    

 

Karfreitagskreuz in der Wenzelskapelle

Es war purer Zufall an einem sonnigen Sonntag, als sich der 1. Vorsitzende, Markus Schild und der Pressewart, Thomas Schneider, an der Wenzelskapelle im Stadtteil Oberlahnstein trafen. In diesem Kleinod in unmittelbarer Nähe des neuen Wohngebietes "Rheinquartier", gleich neben dem Victoria-Brunnen, in der Max-Schwarz-Straße, wurde das Kreuz aufgestellt, welches normalerweise bei den Karfreitags-Besinnungswanderungen mitgeführt wird. Diese Wanderung fällt in diesem Jahr aus. Das Kreuz wurde aus dem Treibgut des Rheines zusammengebaut. Markus Schild will die kleine Glocke der Kapelle am Gründonnerstag, am Karsamstag sowie am Ostersonntag jeweils um 19,30 Uhr läuten. Alle Mitglieder der Kolpingfamilie, die sonst immer bei der Wanderung am Karfreitag in der aufblühenden Natur Kraft tanken konnten und mit einander ins Gespräch kamen, gleichsam dem Emmaus-Gang, seien gegrüsst mit der Gewissheit: Im kommenden Jahr werden wir die Besinnungswanderung wieder unternehmen.

Das deutschlandweite Kolping-Biker-Treffen, welches in diesem Jahr im westfälischen Hamm stattfinden sollte, wurde übrigens auch abgesagt. Biker unserer KF haben sich jährlich an den Treffen beteiligt.

Ein "Blickpunkt Kolping", wie es noch keines gab!

Aufgepasst, liebe Mitglieder: In den nächsten Tagen erscheint in "Printform" ein neues "Blickpunkt Kolping". Eines, wie es bisher noch keines gab. Ganz ohne Programmhinweise, dafür aber mit Beiträgen von 16 verschiedenen Kolping-Mitgliedern. Sie schrieben "Briefe von daheim..." und drückten sich aus über Ängste, Befindlichkeiten und auch Mut-mach-Texte. Lasst Euch überraschen. Das "Blickpunkt Kolping" wird noch vor Ostern allen Mitgliedern kostenlos zugestellt. Wir bedanken uns bei den ehrenamtlichen Austrägerinnen und Austrägern.

Jeden Abend läuten die Glocken zum Gebet Weitere Veranstaltung abgesagt

"Bleibt daheim" ist das Gebot der Stunde. Noch nie war es so wichtig, gemeinsam einsam zu sein... An jedem Abend läuten um 19,30 Uhr die Glocken in Lahnstein. Ihr seid eingeladen zu einem kurzen Gebet. Einige Gebetsvorschläge haben wir nachstehend abgedruckt. Abgesagt wurde inzwischen auch die Globus-Besichtigung im Juni 2020. (durch das Warenhaus). Auch die Busfahrt zur Krombacher-Brauerei Ende Mai 2020 müssen wir leder absagen. Da Wanderungen in der Natur nur alleine oder mit der Familie gemacht werden sollen, müssen wir auch die Karfreitags-Besinnungswanderung absagen, denn ein Spaziergang in einer großen Gruppe birgt Ansteckungsgefahren. Mit der Absage des Schiffs-Jahresausfluges im Juni 2020 warten wir noch bis zum 20.04.2020 ab. Ihr werdet auf dieser Homepage aktuell informiert.

Unser ehemaliger Vorsitzender Axel Laumann hat angeregt, an jedem Sonntagabend um 20 Uhr während der Corona-Krise eine Kerze am Fenster, vor dem Hauseingang, auf dem Balkon oder der Terasse anzuzünden und dabei ein Gebet zu sprechen.

Gebetsvorschlag 1 (von Bischof Ackermann, Bistum Trier)

Jesus, unser Gott und Heiland, in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Weltkommen wir zu Dir und bitten Dich: für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;- für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;- für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit,die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;- für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;- für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;- für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.Herr, steh uns bei mit Deiner Macht, hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen. Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen. Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben. Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind, um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren, so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind. Wir stehen in der Fastenzeit. In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt, die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen. Gott, unser Herr, wir bitten Dich: Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt,unseren Glauben zu vertiefen und unser christliches Zeugnis zu erneuern, indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

GEBET 2

 

Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmittel suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.

(Stilles Gebet)

Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.
Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind, 
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz

 

GEBET 3

 

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung. 
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern. 
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind. 
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht. 
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit. 
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir. 

Danke

Verfasser: Johannes Hartl

 

Natürlich könnt Ihr in Verbundenheit auch das "Vater unser" oder "Gegrüssest seist Du, Maria" beten. Vielleicht sind wir so Abend für Abend im Gebet miteinander verbunden...

Auch wir möchten DANKE sagen: Allen Ärzten, Pflegekräften und im Gesundheitswesen tätigen Menschen. (Eure Berufe verdienen schon seit langer Zeit viel mehr Wertschätzung...). Allen Verkäuferinnen und Verkäufern, die täglich die Regale auffüllen und an den Supermarktkassen einem Risiko ausgesetzt sind. Allen Menschen, die sich für andere einsetzen und in diesen schwierigen Zeiten solidarisch zeigen...

Bleibt Gesund wünscht Euch der Vorstand der Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin

Bild könnte enthalten: Text und Essen


Kirchenkabarettabend und weitere Veranstaltungen abgesagt - Auch Kleidersammlung fällt aus!

Unsere Filmreise durch das alte Lahnstein mit Filmvorführer Toni Wirges hat noch stattgefunden mit einer übersichtlichen Besucherzahl von 22 Personen und einer Dokumentationspflicht der Teilnehmer. Aufgrund des Erlasses der Landesregierung von Rheinland-Pfalz vom 13.03.2020 und den ausgesprochenen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie (Coronavirus) wird jedoch der für den 18. April 2020 im Jugendkulturzentrum Lahnstein vorgesehene Benefiz-Kirchenkabarett-Abend unter dem Motto: "Rampensäue für Glücksschweine" abgesagt. Auch die Stadtverwaltung Lahnstein hat alle öffentlichen städtischen Veranstaltungen bis 31.05.2020 abgesagt, dies betrifft auch sämtliche Veranstaltungen im Jugendkulturzentrum sowie das Open-Air-Kulturfest "Lahneck live". Abgesagt wird auch der Sport- und Spieleabend mit dem "Treff 81" in der Rhein-Lahn-Halle am 8. April 2020. Auch der Umwelttag wurde durch die Stadt abgesagt. Der Kolping-Seniorenkreis "Ü60" wird sich am Donnerstag, 19. März 2020 nicht zum Stammtisch im Restaurant "Waldhaus" in Lahnstein auf der Höhe treffen.   Auch die Kleider-Straßensammlung am Samstag, 28. März 2020 wurde abgesagt. Bereits erhaltene Sammelsäcke mögen die Haushalte bitte aufbewahren, da die Sammlung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden soll. Abschliessende Entscheidungen hinsichtlich der monatlichen Halbtagesbusfahrten des Seniorenkreises, der Busfahrt zur Krombacher Brauerei, des Schiffs-Jahresausfluges im Juni 2020 sowie der Jahreshauptversammlung werden noch getroffen und an dieser Stelle publiziert. Da auch Gottesdienste ausfallen: Schaut die Fernsehgottesdienste. Macht nun Euer eigenes Programm: Nehmt in dieser Krise den Anderen, den Nachbarn, den Kolpingbruder oder die Kolpingschwester in den Blick. Fragt, ob Ihr für Ältere oder in Hausqarantäne lebende einkaufen gehen könnt. Sprecht ihnen Mut zu via mail oder whats app. An unsere Mitglieder und die Leserinnen und Leser dieser Zeilen: Bleibt gesund und behütet mit Gottes Segen: Wir bleiben heute weit weg, um uns morgen stärker zu umarmen!!! Gespräche sind nicht abgesagt! Beziehungen sind nicht abgesagt! Songs sind nicht abgesagt! Lesen ist nicht abgesagt! Liebe ist nicht abgesagt! Selbstfürsorge ist nicht abgesagt! Die Hoffnung ist nicht abgesagt! Halten wir uns an die guten Dinge, die bleiben...

 

Kolping-Karneval 2020 im Pfarrzentrum

Unter dem Motto „Mit Witz und Überschall in den Kolping-Karneval“ wurden die Humorraketen am Schwerdonnerstag im Pfarrzentrum am Europaplatz gezündet. „So vielseitig wie in diesem Jahr ward Ihr selten, vielen Dank für den schönen Abend“, lobte eine Närrin die Verantwortlichen nach einem knapp dreistündigen, wirklich abwechslungsreichen Sitzungsprogramm. Sie sprach wohl für viele zufriedene Besucher. Klaus Hohenbild und Elmar Schmitz zogen als Moderatorenduo alle Register ihres Könnens, Gitarrist Gerd Stein und Keyboarder Michael Naß machten Musik vom Feinsten mit tanzbaren Oldies und Fastnachts-Gassenhauern aus Köln und Mainz. Von den Bäumen heruntergekommen waren die trolligen „Dschungel-Äffchen“, die sogenannten „Kellermäuse“ des Möhnenclubs Immerfroh, trainiert von Yvonne Akkermans und Heike Fuß. Dass Fastnachtler zusammen stehen zeigten die Trommler von der Prinzengarde der Funken Blau-Weiß und der Närrischen Turmgarde mit ihren Leucht-Sticks. Aus der tiefen Eifel war Rainer Roos als „Schutzmann“ an Rhein-Lahn-Eck gekommen. Seine Prosa-Rede führte zu wahren Lachsalven. Eine gelungene Premiere. Die Musik von Wolle Petry stand im Mittelpunkt der Tanz-Show der Mehrgenerationen-Tanzgruppe „Family und friends“ vom NCV, trainiert von Sandra Unkelbach. Wieder einmal wurden tolle Menschenpyramiden bis unter die Decke der Narrhalla gebaut. Anmutig und perfekt auch die NCV-Juniorengarde, gecoacht von Saskia Wüst und Maike Güllering. Protokoller Thomas Schneider sezzierte das Welt- und Stadtgeschehen in Reimform und teilte – mit viel Applaus bedacht – gegen Rechts aus.  Ein Beispiel für Lokalkolorit: „Der Branchenmix unserer Burgstraß ist echt klasse, im größten Laden kannste dir jetzt Tatoos steche lasse.“ Aus seinen Erfahrungen in einem Altenheim berichtete Markus Schild in der Rolle des Rentners. Kabarett vom Feinsten. Aus seiner Gruft auferstanden war Johannes Heesters in Gestalt von Rainer Lehmler aus Arzbach, der der Stadt Lahnstein ein Jubiläumsständchen darbot. Zum Witze-Contest mit Kolping-Fähnchen und Lachmuskeltraining luden „Zwei Dolle“, alias die Herren Schild und Schneider ein. In den Dschungel ließen sich die Besucher zum Finale mit der Tanzgruppe „Hip 4 Hopp“ vom Möhnenclub Immerfroh verführen. Farbenfroh und toll geschminkt präsentierte die Damen-Tanzgruppe großes Können. Viele Helferinnen und Helfer hinter der Bühne sorgten für die gute Verpflegung der Narrenschar. Mario Kriechel wurde mit dem Ehrenorden für besondere Verdienste um den Kolping-Karneval ausgezeichnet.

Wir danken unserem Vorstandsmitglied Klaus Michael Kauers für die zur Verfügung Stellung der nachstehenden pdf-Bilddatei, welche Eindrücke vom Kolping-Karneval zeigt.

Kolping-Karneval 2020.pdf
PDF-Dokument [5.8 MB]

Mit der Gebetsstunde für den Frieden das Jahr begonnen

Auch die Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin ist ins neue Jahrzehnt, die sogenannten "Zwanziger Jahre" gestartet: Traditionsgemäß mit der gemeinsamen Gebetsstunde für den Frieden im Chorraum der St. Martinskirche. Gemeinsam mit Pax-Christi und der Musikgruppe "Spirit" bei geistlicher Leitung vom Arnsteiner Pater Wolfgang Jungheim. Die Gebetsstunde nach einer Vorlage des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) stand in diesem Jahr unter dem Motto: "Der Friede als Weg der Hoffnung: Dialog, Versöhnung und ökologische Umkehr." Über 50 Besucher füllten den Chorraum, es mußten von überall her Stühle herbeigeschafft werden. Die Teilnehmer selbst benannten Gewalterlebnisse: Von kriegerischen Auseinandersetzungen von Staaten über Gewalt an der Natur bis zur Gewalt und Hass im Internet oder auch der Gewalt im Straßenverkehr. Hingewiesen wurde auf Wege aus der Gewalt durch Dialog (z.B. die Wahrheitsfindungskommissionen in Lateinamerika oder Südafrika), Versöhnung (z.B. den Weihnfachtsfrieden im Schützengraben im ersten Weltkrieg an der belgisch-französichen Grenze oder die Partnerschaftsarbeit in Europa) und ökologische Umkehr (die Fridays for Future Demos oder Containern von Lebensmitteln). Passend zum Lied "Regenbogen Hoffnungszeichen" erhielt jeder eine kleine, bemalte Postkarte mit einem Regenbogen, welchen man zu Hause bei erlebten Friedenszeichen weiter ausmalen kann. "Spirit" vermochten es einmal mehr mit Neuem Geistlichen Liedgut dem Friedensgebet besondere Akzente und Glanz zu geben. Sie glänzten u.a. mit "Eine Handvoll Erde", "Kleines Senfkorn Hoffnung" oder zum Abschluß mit dem israelischen Stück "Havem Shalom Alechjem". Die Veranstalter wünschten allen Teilnehmern ein friedliches 2020 und luden noch zu einem kleinen Umtrunk mit Rotwein und Traubensaft sowie zu Broten mit Kräuterbutter im Pfarrhaus ein.

Kolping-Gedenktag gefeiert

Wie allüberall im Lande, so feierte auch die Kolpingfamilie St. Martin ihren "Kolping-Gedenktag". Zunächst gab es einen interessanten Gemeinschaftsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin mit der erbauenden Musik der Band "Spirit". "Komm näher Friede", "Ein Licht in dir geboren" oder "Wir sind ein Stern" hießen zum Beispiel die neuen geistlichen Lieder, welche gespielt wurden. Pater Jijo aus Indien stand der Eucharistiefeier vor. Als Predigt erinnerten Vorstandsmitglieder an "Rufer in der Wüste" von einst und heute, so natürlich Adolph Kolping, wie auch Alfred Delp oder Greta Thunberg. "Die rechten Parteien sind keine Alternative" war ebenso zu hören wie "Wir haben keine zweite Welt im Kofferraum" und auch "Gottes Liebe gehört in die Welt und nicht in den Schrank", ein Zitat Adolph Kolpings. Zum Abschluß wurde gemeinsam die Hymne "Wir sind Kolping" gesungen. Das Supen-Solidaritätsessen mit einer stärkenden Gemüsesuppe vom Winzerhaus fand anschliessend im Pfarrhaus statt. Für die Aktion "Mein Schuh tut gut", bundesweit vom Deutschen Kolpingwerk initiert, wurden 60 Paar gebrauchter Schuhe gespendet. Der Erlös aus dem Solidaritätsessen - 150 Euro - kommt der Einrichtung einer winterlichen Obdachlosenschlafstätte in Lahnstein zugute, welche durch das Caritas-Haus Sankt Christopherus betreut wird. Markus Schild, der Vorsitzende, dankte allen Teilnehmern sowie den Helferinnen und Helfern.

Am Grabe von Adolph Kolping

"Ein Gotteshaus steht zu Köln am Rhein, die wandernden Burschen, sie treten dort ein. Zu Füßen des Altars, am steinernen Grab, da knien sie nieder mit Bündel und Stab....", inbrünstig sangen die Mitglieder des Kolping-Bezirksverbandes Rhein-Lahn in der Minoritenkirche in Köln das "Kolping-Grablied". Zwischen dem Gedenken an Adolph Kolpings Todestag und seinem Geburtstag führte eine Busfahrt in die Domstadt. Gemeinsam mit dem Generalpräses des Internationales Kolpingwerkes, Otmar Dillenburg, wurde die heilige Messe gefeiert. Dillenburg führte in seiner Predigt das "Wunder" des Kolpingwerkes an, aus sieben Gesellen, die sich in der Kolumbaschule in unmittelbarer Nähe der Minoritenkirche versammelten wurde in internationaler Sozialverband mit 400.000 Mitgliedern, der in vielen Ländern der Erde die Nöte der Zeit sieht und ihnen mit Projekten für die Menschen entgegen wirken will. Gebetet wurde auch um die Heiligsprechung des seligen "Gesellenvaters". Dillenburg erklärte auch das relativ neue, gläserne Kreuz mit den zwei Seiten - so als auch Auferstehungskreuz zu sehen - über dem Altar im Mittelschiff. Und er verwies auf die hölzerne Josefsfigur, welche noch zu Lebzeiten Adolph Kolpings aufgestellt wurde und dem Kriege und der Zerstörung der Kirche stand hielt. Der heilige Josef ist der Schutzpatron des Kolpingwerkes. Die Teilnehmer brachten ihre ganz persönlichen Anliegen vor Adolph Kolping. Anschliessend ging es in das Brauhaus "Schreckenskammer" an der St. Ursulakirche, wo das Mittagessen eingenommen wurde und das selbst gebrauchte, seltene Kölsch gut mundete. Beschlossen wurde die Tagesfahrt ganz individuell mit Besuchen auf einem der zahlreichen Weihnachtsmärkten in der Kölner Innenstadt.

"Ist denn schon Weihnachten?"

Die Biblische Weinprobe mit Kalle Grundmann im Pfarrzentrum am Europaplatz war in einer Rekordzeit ausverkauft. So kamen am Vorabend des ersten Advents rund 70 Christen und Weinfreunde zusammen, um den Ausführungen des Theologen aus dem Bistum Trier zu lauschen. Grundmann war jahrelang Rundfunkbeauftragter für das Bistum Trier und hielt unzählige SWR-Radioansprachen. Zur biblischen Weinprobe zu Advent und Weinnachten hatte er ausnahmslos Weine vom VDP-Weingut Matthias Müller aus Spay, von der Lage "Bopparder Hamm" mitgebracht. Vom trockenen Riesling bis zur fein-süßen Riesling Spätläse. Musikalisch umrahmt wurde die Weinprobe mit klassischer Instrumentalmusik vom "Gemischten Doppel" mit den Eheleuten Regina und Gernot Schauren sowie Beate und Hans-Albert Barthelmeß. Grundmann erzählte amüsant von den adventlichen Figuren: Johannes der Täufer, Josef, Ochs und Esel, den Hirten und den Engeln. Impulsiv und wortgewandt sprach er auch in Kowwelenzer Mundart. Die Besucher ließen sich den golden funkelnden Rebensaft bei den sieben Proben auf der Zunge zergehen. Die edlen Tropfen wurden in Augenschein genommen, gerochen, geschlürft und "gekaut". Fachmännisch wurden die Gläser geschwenkt und die Aromen getestet. Grundmann schloß mit einer schönen Weihnachtsgeschichte der Westerwälder Autorin Annegret Held ("Die Himmelsmär im Pappkarton"). Ulrike Schneider, die "Kümmererin" für die Veranstaltung und Markus Schild, der Kolping-Vorsitzende, dankten Kalle Grundmann und den Musikanten mit Kolping-Weinen als Präsente und wünschten allen noch eine schöne Adventszeit.

 

„Kirche kann so schön sein…“

 Erna Schabiewski kam vom Ruhrpott nach Lahnstein

„Kirche könnte so schön sein, wenn nur die Leute nicht wären“, so sinnierte die Landpomeranze Erna Schabiewski im gut besuchten Pfarrzentrum am Europaplatz. Die Kolpingsfamilie St. Martin hatte die Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer aus Iserlohn mit dem Programm „Glück auf und Halleluja“ ans Rhein-Lahn-Eck eingeladen. Böhmers Alter Ego, die Kunstfigur Erna kommt mit Pepitahütchen in rotem Kostüm und mit ihrer Handtasche auf die Bühne. Sie stellt sich als die rechte und linke Hand des Pfarrers vor, obwohl ihr der Pfarrer mittendrin abhanden gekommen ist: „Wegen dem ganzen Fusionieren.“ Es sind Kirchengeschichten aus dem Leben, die das Publikum immer wieder zur Selbstbespiegelung einladen: Das kennt man, auch in Lahnstein!  Die Kabarettistin freut sich über den Dialog mit dem Auditorium. Es stellt sich heraus, dass Besucher auch aus Hillscheid oder Koblenz gekommen sind. „Ist schön hier bei Euch in Lahnstein. Vor allem im Dunkeln“, bemerkt Erna im Ruhrpottjargon und führt weiter aus: „Ihr gehört ja zum Bistum Limburg. Dass ihr das überlebt habt…“ Mehr Worte bedarf es nicht. Auch das Mimikspiel der Akteurin zeigt immer wieder Lachfalten bei den Zuschauern. So zum Beispiel, wenn Erna schauspielert, wie die unterschiedlichsten Typen beim Kirchenbesuch durch den Mittelgang schreiten. Man lacht über ihre Verrenkungen und Blicke, wenn sie versucht das Gemälde von „Michael Angelo“ in der Sixtinischen Kapelle darzustellen, als Adam durch den Gottvater mit ausgestrecktem Finger erweckt wird. Sie schildert ihre Erlebnisse beim Karfreitagsgottesdienst in der ihr  fremden evangelischen Kirche ohne Heizung im Bergischen Land. „Wenn die Kälte so vom Kirchenboden inne Beine zieht, dann ist nix mehr mit Nickerchen während der Predigt.“ Freundin Hilde hilft sie aus der Ehekrise mit gutem Zureden und Eierlikör. Wenn Jesus nicht hilft, dann eben die Gottesmutter Maria: „Es ist doch gut, wennste katholisch bist: Dann haste immer eine Alternative.“ Sie gibt einfache Tipps zur „Gestaltung der Mitte“ bei Besinnungstagen. Oft sei schon etwas Laub von draußen ausreichend. Lachmuskeltherapie, als sie erzählt, wie schwierig es ist, den Erstkommunionkindern ein Samenkorn des Glaubens einzupflanzen. Der sich auf dem Sofa räkelnde pensionierte Ehemann Herbert denkt beim Blättern im Kirchenblättchen über seine „Vivi Probati“ nach.  Aktuell geht sie so auf die „Amazonas-Synopse oder so…“ ein. Beim Einkehrtag im Hildegardiskloster werden alle Speisen mit Dinkel zubereitet, was die körperliche Wirkung nicht verfehlt. Beim Kindesmissbrauch durch Priester oder der nicht geklärten Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union redet Erna Tacheles. Das bringt sie in Wallung.

Es macht Freude, den Gedankengängen der Kabarettistin mit spitzer Zunge zu folgen. Die Figuren aus ihren Geschichten tauchen immer wieder auf und vereinen sich zum guten Schluß zum großen Fest unter der Devise: Gott wohnt immer dann unter uns, wenn völlig unterschiedliche Menschen sich gemeinsam für etwas begeistern können. Häufigem Schmunzeln und Szenenbeifall folgt ein lange anhaltender Schlussapplaus eines zufriedenen Publikums.

Nach dem Bühnenauftritt signierte die ehemalige Pastoralreferentin von Dortmund-Eving bereitwillig Bücher und CDs.

Kolping-Vorsitzender Markus Schild überreichte ein Weinpräsent und lud zum nächsten Kolping-Kirchenbabarettabend am 18. April 2020, dann im Jugendkulturzentrum mit Heri Lehnert und anderen, ein. Das Kirchenkabarett wird dann als Benefizveranstaltung zugunsten eines Projektes im Internationalen Kolpingwerk durchgeführt.

 

Erfolgreiche Altkleider-Straßensammlung

Die Kolpingfamilien Lahnstein, St. Barbara und St. Martin waren zwei von vielen, welche im Bistum Limburg an der großen Kleider-Straßensammlung zugunsten der Familienarbeit des Kolping-Diözesanverbandes Limburg beteiligt waren. In Lahnstein wurden 11,5 tonnen Kleider gesammelt. Der Lahnsteiner Bevölkerung, welche sich so spendenfreudig zeigte, gilt ein herzliches Dankeschön. Allen Helferinnen und Helfern - jung und alt - wie immer ein "Vergelt's Gott". Peter Stein und Markus Schild stocherten am Ende im Sattelschlepper unter der Deckenplane herum, damit auch wirklich alle Sammelsäcke im rammelvollen LKW abtransportiert werden konnten. Wettergott Petrus schickte zum kalendarischen Herbstanfang noch einmal einen schönen Sommertag, unter dem blauen Himmel machte das Einsammeln doppelt Spaß. Danke wieder der Dachdeckerfirma Heimbach und unserem Mitglied Bernd Krinninger für die zur-Verfügung-Stellung der Sammelfahrzeuge. Die Frühjahrs-Sammlung 2020 wird am letzten Samstag im Monat März 2020 stattfinden.

Kirmes mit Kolping

Natürlich war die Kolpingfamilie St. Martin auch 2019 wieder anlässlich des Kirchweihfestes von St. Martin im Schatten der Türme der Martinskirche mit Ständen vertreten. Es gab eine Bratwurst-Braterei, einen Getränkestand und Kuchenverkauf. Außerdem wieder den Bücherbasar zugunsten der Kolpingjugend. Das Kirmeswetter war alles andere als sommerlich, man sah "Aprilwetter" im September mit vielen dauerhaften Schauern und unangenehmer Kälte. Nichtsdestotrotz leisteten die vielen Helferinnen und Helfer der Kolpingfamilie engagierte Arbeit in ihren "Schichten". Vereinzelt kamen Kirmes- und Kolping-Freundinnen und Freunde an die Stände. Die selbstgebackenen Kuchen, gespendet von Pfarreiangehörigen und Kolping-Mitgliedern, wurden ausverkauft und schmeckten vorzüglich. Mit leckeren, süßen Backwaren wurde dem "Schietwetter" getrotzt. Ein herzliches "Vergelt's Gott" allen Spenderinnen und Spendern. "Et kütt wie et kütt", meinte der zweite Vorsitzende, Peter Stein, ob der verregneten Kirmes. Und Vorsitzender Markus Schild ergänzte: "Im nächsten Jahr bei hoffenlich sommerlicher Wärme: Auf ein Neues!" Danke den über 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern!! Darunter waren übrigens dankenswerter Weise sogar Nichtmitglieder!

Bei den "Mainzelmännchen"

Eine interessante Exkursion unternahmen Mitglieder der Kolpingfamilie und interessierte Gäste. Sie blickten hinter die Kulissen einer der gößten öffentlich-rechtlichen Fernseh-Sendeanstalten Europas. Auf dem Mainzer Lerchenberg war man Gast beim ZDF. Nach allgemeinen Informationen über die Verwendung der Rundfunkgebühren und einem Film über einen Tag beim "Heute Journal" ging es zur Generalprobe der beliebten Sendung "Fernsehgarten" mit Moderatorin Andrea Kiewel. Schwerpunkt war das "17. Bundesland", Mallorca. Umrahmt von viel Ballermann-Musik, u.a. mit dem "König von Mallorca", Jürgen Drews, gab es Spielchen, die an einen großen Kindergeburtstag erinnerten. Als Statisten die auftretenden Künstler mimten, um Kameraeinstellungen zu fixieren, was jedem klar: "Alles nur Show". Die Teilnahme an dieser Veranstaltung war spannend und interessant, man erlebte hautnah, wie Fernsehen gemacht wird. Anschliessend ging es nach Oestrich-Winkel in den Rheingau, wo auf Vermittlung der Kolping-Mitglieder Ute und Norbert Hartung das Weingut Herkes besucht wurde. Hier saß man in gemütlicher Runde zusammen und verkostete sehr gute Riesling-Weine und nahm Speisen zu sich. Glück hatte man mit dem Wetter. Unterwegs begegneten den Teilnehmern zwar immer wieder Regenschauer, doch man saß im Bus. So endete gegen 21,45 Uhr ein schöner Nachmittag wieder in Lahnstein.

Radelsaison beendet

Es gab anstrengende Berg- und Talfahrten, eine Hitzeschlacht und zum guten Abschluß eine gehörige Dusche! Sechs Radtouren in die Abendsonne unter der Devise "Summer fun in the sun" liegen hinter den Radlern der Kolpingfamilie St. Martin und sehr vielen freundlichen, netten Gästen. Sechsmal, jeweils dienstags, war man entlang der Flußtäler von Rhein, Lahn und Mosel auf ausgewiesenen Fahrradwegen unterwegs, insgesamt über 130 Kilometer surrten die Speichen der Biker über den Asphalt. Das Schleusenhäuschen in Niederlahnstein, eine Pizzeria in Koblenz-Moselweiß, der Biergarten der Koblenzer Brauerei, eine Pizzeria in Vallendar, der Beach-Club in Fachbach sowie das Weingut Didinger in Osterspai waren die Ziele 2019. Dreimal traf man sich auch noch zu sogenannten "Absackern". Jetzt stehen die Räder für die Gemeinschaftstouren still, während der Sommerferien 2020 startet die gesellige Aktion erneut. Wieder jeweils dienstags um 17,30 Uhr ab "Baareschesser"-Denkmal in Niederlahnstein, auf dem Festplatz an der Lahn. Danke allen, die in diesem Jahr mitgefahren sind, danke für schöne Naturerlebnisse und eine gute Gemeinschaft.

Weihwasser auf Helmen: 19. Kolping Biker-Treffen in Frohlinde

Die Kolpingfamilie Frohlinde Castrop-Rauxel war Ausrichter des 19. Kolping-Biker-Treffens, an welchem auch wieder eine Abordnung der Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin teilnahm. Über 100 Biker aus ganz Deutschland waren in das Ruhrgebiet gereist, auf der Harley Davidson oder der Honda Goldwing oder auf neuen Sportmaschinen. Beim Gemeinschaftsgottesdienst in Ickern mit dem Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte wurden die Helme der Motorradfahrerinnen und -fahrer gesegnet. Eine Ausfahrt führte in Richtung Münsterland. Es gab einen Motorradcorso sowie einen geselligen Abend, bei welchem wieder Pokale neue Besitzer fanden. Ein alternatives Besichtigungsprogramm führte in die Kokerei Hansa oder auf die Zelle Zollern. Zum 20. Kolping Biker-Treffen versammelt man sich vom 14. bis 16. Juni 2020 in Bockum-Hövel.

 

Spirituelle Impulse von einer Bestsellerautorin

Andrea Schwarz war beim "Kolping-Einkehrtag" im Pfarrzentrum und sprach über Maria

„Schön, mal wieder in Lahnstein zu sein! Möge Maria Ihnen Schwester sein.“ So oder so ähnlich sahen die Buchsignierungen aus, welche die christliche Schriftstellerin Andrea Schwarz in ihren Werken vornahm. Die Autorin aus dem Emsland weilte auf Einladung der Kolpingsfamilie St. Martin zu einem sonntäglichen Einkehrnachmittag im Pfarrzentrum am Europaplatz. „Eigentlich ist Maria ganz anders“ war die Veranstaltung betitelt, zu welcher Mitglieder wie auch Nichtmitglieder – überwiegend Frauen - erschienen waren. Zehn Marienfeiertage im Jahresverlauf boten die Grundlage für das Referat der Theologin. In ihrer alltagsnahen und erfrischenden Art erschloss Andrea Schwarz die Bedeutung von Maria für das Leben und führte vor Augen, was die Mutter Jesu in der christlichen Spiritualität bedeutet: Erfahrung von Nähe und Zärtlichkeit, Zuwendung und Schutz. Sogar von Martin Luther gibt es ein Mariengebet. In Kleingruppen wurde sich über das „Magnifikat“, eines der Gebete, das in der Kirche mit am häufigsten gebetet und gesungen wird, ausgetauscht. „Manchmal glaube ich, wir haben in unseren Kirchen das revolutionäre Lied der Maria gezähmt“, so Schwarz. Der Text von der Erhöhung der Niedrigen und dem Sturz der Mächtigen vom Thron sei schon stark. Die Teilnehmer ließen sich auf einen Bibliolog ein und betrachteten das Lied „Maria durch den Dornwald ging“. Von der Madonna der Fahrensleute und der Seefahrer könne man einiges lernen für den eigenen Glauben und das eigene Leben. Schwarz zitierte Papst Franziskus: „Jedes Mal, wenn wir auf Maria schauen, glauben wir wieder an das Revolutionäre der Zärtlichkeit und der Liebe.“ Die Bestsellerautorin ergänzte: „Wenn wir mit Maria gehen, hat unser Weg nicht Maria als Ziel, sondern Jesus Christus, den Sohn Gottes.“ Ulrike Schneider und Markus Schild überreichten der Referentin als Dankeschön für ihre geistlichen Anregungen ein Weinpräsent. Danke allen, die extra für diesen Nachmittag einen Kuchen gebacken und gespendet haben.

"Spielball Schöpfung"

Seit den frühen 1980er Jahren erfreut sich das jährliche Familien- Bildungs- und Begegnungswochenende der Kolpingfamilie St. Martin großer Beliebtheit. In diesem Jahr ging es für jung und alt nach Bad Marienberg in die dortige Jugendherberge "Hoher Westerwald", wunderbar in der Natur gelegen. In Arbeitskreisen und einem Gottesdienst wurden die Teilnehmer darin erinnert, daß wir als Ebenbilder Gottes von unserem Schöpfer in die Verantwortung gerufen sind, Gottes gute Schöpfung zu bewahren und zu behüten. Die junge Umweltaktivistin Greta Thunberg macht in diesen Monaten mit der Bewegung "Fridays for future" deutlich, wie wichtig es ist, schon in jungen Jahren gegen den Klimawandel zu arbeiten. Jeder kann etwas tun, schon im "Kleinen". Dieses "Kleine" wurde unter anderem ganz konkret ausgearbeitet. Unser treuhänderischer Umgang mit der Schöpfung verbietet Lebensstile, die auf Kosten der Lebensmöglichkeiten anderer Gesellschaften oder zukünftiger Generationen gehen. Silvi Robin und Ulrike Schneider feierten einen Wortgottesdienst, bei dem unter anderem der große Erdball zum Einsatz kam. Natürlich gab es wieder den Lagerfeuerabend und zum Abschluß ein "Geocaching". Im kommenden Jahr wird das Wochenende vom 15. bis 17. Mai 2020 in der Jugendherberge von Altenahr durchgeführt. Das Thema wird zum Jahresbeginn 2020 bekannt gegeben. Auch in diesem Jahr wurde das Wochenende aus Mitteln des Bischöflichen Ordinariats Limburg, Familienreferat, gefördert. Yvonne und Torsten Akkermans hatten sich für Vorbereitung und Durchführung dankenswerter Weise viel Arbeit gemacht.

Mit dem Fröbelturm beim Kinder-Spielefest

Am großen Kinder- und Vereins-Spielefest der Stadt Lahnstein auf dem Salhofplatz war auch die Kolpingfamilie St. Martin beteiligt mit einem holländischen Shuffle-Board sowie dem Fröbel-Turm. Gemeinsam wurde der wackelige Turm als Gemeinschaftsaktion von jung und alt erbaut. Eine spannende Angelegenheit, welche allen Teilnehmern viel Freude bereitete.

Vortragsabend über das christliche Eherecht

Mit profunder Sachkenntnis referierte das Kolping-Mitglied Reinhard Karb im Rahmen der katholischen Erwachsenenbildung über das christliche Eherecht und hier insbesondere über das Eherecht der römisch-katholischen Kirche. Dort meinen die Dogmatiker, die Eheleute selbst seien es, die sich das Sakrament der Ehe spendeten. In seinem Vortrag ging der Referent auf die Ehefähigkeit, den Ehewillen und die Eheschließungsform ein und nannte verschiedene Beispiele, welche zur Nichtigkeit einer Ehe führen können. Das Bistum Limburg hat hierzu auf seiner Internetseite „Bistum Limburg/Offizialat/Limburger Erklärungen“ viele Beispiele dargestellt. Seit 2015 kann einer der katholischen Eheleute beim Kirchengericht einen Antrag stellen, seine Ehe für nichtig zu erklären. Papst Franziskus hat übrigens öffentlich kundgetan, daß er schätzt, daß von den katholisch geschlossenen Ehen nur 30 Prozent gültig seien. Dieser Prozentsatz liege weitaus höher, als die Scheidungsquote in Deutschland. In einer Fragerunde ging es unter anderem um das Thema „Dispens“ und die Rechte des Ortsbischofs und konfessionsverschiedene Eheschließungen. 2016 wurden in allen Bistümern Deutschlands 580 Urteile gesprochen wegen Ehenichtigkeiten. Im Jahr 2017 gab es übrigens 42.523 Trauungen in der katholischen Kirche in Deutschland bei insgesamt 407.493 Eheschliessungen. Der Vorsitzende Markus Schild überreichte dem Referenten ein Weinpräsent, wie gewünscht „trocken“. Nicht trocken, sondern interessant war der Vortragsabend.

 

Staffelwechsel an der Spitze:

Markus Schild neuer Vorsitzender

Er wollte zunächst nur ein Jahr machen, doch schnell wurden daraus zehn schöne Jahre, unter anderem mit dem großen Erlebnis des 150jährigen Jubiläums: Für Axel Laumann und die Kolpingfamilie St. Martin ging eine Ära zu Ende, der Handwerker trat bei der Jahreshauptversammlung nicht mehr für das Amt des ersten Vorsitzenden an. Er will zunächst mal ganz Opa sein. Verabschiedet wurden auch Torsten Akkermans als Sprecher der Kolpingjugend und Arno Jaster für den Bereich der Mitgliederverwaltung. Letzterer war über 40 Jahre im Vorstand der Kolpingfamilie St. Martin. Sein regelmässiger Besuch bei den privaten Geburtstagsfeierlichkeiten der Kolpingschwester- und -brüder wird manchem fehlen. Markus Schild wurde zum neuen ersten Vorsitzenden der Kolpingfamilie St. Martin gewählt. Der 51jährige Leiter der Caritas-Sozialstation war bisher als Schriftführer im Vorstand. in seiner Antrittsrede meinte Markus Schild: "Kolping ist mehr als Kleidersammlung, Karneval und Kirmes." Er habe keine Angst vor der neuen Aufgabe, sondern gehe ihr mit Zuversicht und Freude entgegen. Die Wieberbelebung und Stärkung der Jugendarbeit müsse das Ziel aller sein. Die harmnonische Jahreshauptversammlung, bei welcher einmal mehr Mitglied Thomas J. Scheid als Wahlleiter agierte, brachte auch die Wiederwahl von Peter Stein als zweiten Vorsitzenden und die Neuwahlen von Beate Hoffmann als Kassiererin und Karl-Josef Peil als Beisitzer. Als Kassenprüfer wurden Paul van Ackern und Yvonne Akkermans bestätigt. Für 65jährige Mitgliedschaft zur Kolpingfamilie wurde Clemens Gräf ausgezeichnet, welcher nicht persönlich anwesend sein konnte. Für 40jährige Mitgliedschaft wurden Claudia Hatterscheid und Paul van Ackern mit Urkunden und Weinpräsenten geehrt. Der Präses, Pfarrer Armin Sturm, hatte die Versammlung mit einem Gebet eröffnet. Besonders gedacht wurde den verstorbenen Mitgliedern im vergangenen Jahr. Zum Abschluß der Versammlung wurde auf Höhepunkte im kommenden Vereinsjahr hingewiesen: Die Bezirks-Wallfahrt nach Kamp-Bornhofen am 1. Juni 2019, der Einkehrnachmittag mit der Schriftstellerin Andrea Schwarz am Sonntag, 16. Juni 2019. die Fahrt zur Generalprobe des ZDF-Fernsehgartens, den Jahresausflug mit dem Bus nach Ahrweiler im August 2019 sowie das Kirchenkabarett mit Ulrike Böhmer im November 2019.

Weck, Worscht und Wein

Rund 40 Kolping-Mitglieder und interessierte Gäste trotzten dem regnerischen Aprilwetter und versammelten sich vor der neugotischen Vorhalle der Wenzelkapelle und in der Kapelle selbst zu "Weck, Worscht und Wein". Mit dem Lied "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind" wurde zunächst eine kleine Andacht, vorbereitet von Ulrike Schneider, begonnen. Sie sprach über die Bedeutung von Wein in der Heiligen Schrift und gemeinsam wurde im Wechsel der Psalm 104 gebetet. Danach hatte Stadtarchivar Bernd Geil das Wort. Er ging sehr anschaulich auf die Geschichte der Wenzelkapelle ein, die ursprünglich größer war und in etwa 80 Meter Entfernung vom heutigen Standpunkt stand. Sie mußte damals der Erweiterung der Rheintal-Eisenbahn weichen und wurde 1905 auf dem Gelände am Victoria-Brunnen wieder aufgebaut. Die benachbarte Firma Zschimmer und Schwarz stiftete Anfang der 1950er Jahre eine Glocke. Früher gab es Mittwochs- und Samstagsgottesdienste in der Kapelle, welche weit vor den Toren der Stadt stand, "im Felde" bzw. "auf dem Hübel". Am 20.8.1940 wurde dort König Wenzel von Prag durch die Kurfürsten von Mainz, Trier, Köln und dem Pfalzgrafen abgesetzt. Wenzel war zu seiner Absetzung nicht erschienen. Bernd Geil zeigte Lage- und Baupläne der Kapelle, die bildliche Darstellung der Königsabsetzung, welche sich in der Vorhalle des Alten Rathauses befindet und hatte sich sogar in Wien eine Kopie der Urkunde mit dem Beschluß der Absetzung besorgt. Seit 1965 "betreut" die Kolpingfamilie St. Martin die Kapelle. Nach dem Segen und dem informativen Vortrag des Archivars grillte Kümmerer Kurt Biegel leckere Bratwürste und es gab guten Landwein. Die Kolping-Verantwortlichen waren überrascht von der guten Teilnehmerzahl trotz des "Schietwetters". Im Einsatz waren u.a. Peter Stein, Markus Schild, Axel Laumann, Claudia und Karl-Heinz Hatterscheid und Klaus-Michael Kauers. Nachstehend einige Eindrücke von "Weck, Worscht und Woi":

Besinnungswanderung

Recht klimaneutral verlief die traditionelle Karfreitags-Besinnungswanderung 2019. Diesmal brauchte man nicht in die Autos zu steigen, um Rheinaufwärrts oder in die Vordereifel zu fahren. Vor Ort, also zuhause im Stadtteil Oberlahnstein, wurde gewandert. Start- und Treffpunkt war die Sankt Martinskirche. Von dort aus ging es am Rhein entlang, vorbei am Adolph-Kolping-Ufer bis zur Wenzelkapelle, wo ebenso Station gemacht wurde, wie am Friedhof in der Braubacher Straße und vor dem Pfarrzentrum am Europaplatz. Peter Auras hatte die Gitarre dabei und stimmte immer wieder den Liedruf an: "Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?" Die nachdenklichen Texte trugen der Bedeutung des stillen Feiertages und der Kreuzigung Jesus Rechnung. "Ans Licht" war die Besinnungswanderung betitelt, bei der die Sonne vom Himmel strahlte und schon ein Hauch von Sommer spürbar war, so ganz im Kontrast zum dunklen biblischen Karfreitagsgeschehen. Im Pfarrgarten von St. Martin reichten sich die über 30 Teilnehmer am Ende die Hand und beteten gemeinsam das "Vater unser".

Alle Jahre wieder...Kleidersammlung

Petrus ließ die Schleusen zu; besser noch: Er schickte auch Sonne. Das waren die äußeren Bedingungen für die Frühjahrs-Kleidersammlung, welche wieder gemeinsam mit der Kolpingfamilie St. Barbara in Lahnstein und allen Stadtteilen durchgeführt wurde. Der Erlös der Sammlung, welche mit der Kolping-Recycling GmbH gemacht wurde, kommt der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung zugute. Wieder wäre die Sammlung ohne die Bereitschaft der Dachdeckerfirma Heimbach - stellte drei Sammel-LKW zur Verfügung - überhaupt nicht möglich gewesen. Wir danken unserem Mitgliedern Manuela und Bernd Krinninger für ihren Einsatz. Gesammelt wurden über 10 Tonnen Kleider, welche auf dem Marktplatz im Stadtteil Niederlahnstein in einen riesigen LKW beladen wurden. Das Foto zeigt einige der Sammler. Aus der Kolpingfamilie St. Martin waren 17 Personen - jung und alt - an dieser Sammlung beteiligt.

Hallenfußball gespielt

Hallenfußball und Basketball waren angesagt beim Spieleabend, zu welchem die Kolpingfamilie St. Martin in die Turnhalle der Schillerschule eingeladen hatte. In der hochmodernen Rhein-Lahn-Halle wurde ein integratives Fußballspiel ausgetragen, denn auch der "Treff 81", die Gruppe von Behinderten und weniger Behinderten aus der katholischen Kirchengemeinde Sankt Martin Lahnstein hatte den Sportabend in seinem Jahresprogramm. Schiedlich friedlich mit Unentschieden, nämlich 9:9, endete das Fußballspiel. Danke dem Sportamt der Stadtverwaltung Lahnstein für die zur Verfügung Stellung der Halle. Die Teilnehmer waren sich einig, diesen Sportabend im kommenden Frühjahr wiederholen zu wollen.

Ein Feuerwerk der Narretei beim Kolping-Karneval

Vor Beginn des Straßenkarnevals gab es beim Kolping-Karneval im Pfarrzentrum am Europaplatz noch einmal eine bunte Narrenschau der Saalfastnacht. Ex-Prinz Klaus Hohenbild und Mathe-Musikus Elmar Schmitz moderierten das Programm in der gut besuchten Narrhalla vor einem dankbaren Publikum. Selbst ein etwa zehnminütiger Stromausfall wurde spontan überbrückt mit dem Absingen des Lahnstein-Liedes. Es war eine Fastnachtssymbiose mit Kokolores, Tanz und Gesang, wobei für letzteren Gitarrist Gerd Stein und Keyboarder Michael Naß sorgten. Der „Treff 81“, die Gruppe von Behinderten und Nichtbehinderten aus der Pfarrei St. Martin, führte eine stimmungsvolle Polonaise durch den Saal an. Zunächst gab es eine geballte Ladung närrischer Tanznachwuchs mit den „Kellermäusen“ des Möhnenclubs Immerfroh als Schornsteinfeger unter der Leitung von Yvonne Akkermans und Heike Fuß, mit dem CCO-Kindertanzpaar Vessna Metten und Baldur Körper, trainiert von Athina Butto und Juliane Böhme sowie mit dem Ballett der älteren Funken Blau-Weiß unter der Regie von Adriana Kauth und Lina Krech. Die Mitwirkenden tanzten ihre Lebensfreude heraus. Der spitzfindige Reimeschmied Thomas Schneider beleuchtete als Protokoller das Welt- und Stadtgeschehen. „Pfingsten Stadtjubiläum zu feiern gar viel verheißt, vielleicht werden wir ja heimgesucht vom Heilige Geist.“ Oder:  „Mitarbeiter des Krankenhauses waren von der Parkraumbewirtschaftung so fasziniert, das sie einen Freudenmarsch zum Rathaus inszeniert.“ Natürlich bekam auch die Kirche ihr Fett ab: „Aus Indien kommen exotische Priester angeschneit, besser wär’s, wenn man Frauen endlich zu Priestern weiht. Statt einsamen Männern in Soutanen brauchen wir Verheiratete, die vom wahren Leben auch was ahnen.“ Passend am Hochfeiertag der Möhnen informierten Yvonne Akkermans, Desirée Teitge und Yvonne Zavadil aus dem Ministerium für Frauenangelegenheiten und demonstrierten das richtige Mannsbild.  Rhythmisch und rasant zeigte die NCV-Juniorinnentanzgarde choreographiert durch Saskia Wüst und Maike Güllering ihr Können. Dunkel wurde es in der Narrhalla in der Südstadt beim Auftritt des Trommler-Corps der Prinzengarde Funken Blau-Weiß. Es funkelten nur noch die Sticks der Trommler, eine faszinierende Performance. In die Musical-Traumwelt von Mary Popins mit farbenfrohen und stilgerechten Kostümen entführte die Mehrgenerationen Tanzgruppe „Family and Friends“ unter Leitung von Sandra Unkelbach. Leuchtende, tänzerische Sterne am Narren-Firmament, die optische Akzente setzten und Beifalls-Raketen ernteten. Elmar Schmitz staunte, wie es der Gruppe gelang, so viele Leute auf der kleinen Bühne unterzubringen. „Chim-Chim-Cheree“ sang und summte das Publikum in Erinnerungen schwelgend mit. Markus Schild und Thomas Schneider sorgten als „Zwei Dolle“ für den Witze-Contest.: „Was sind die schönsten fünf Jahre für einen Braubacher? – Das erste Schuljahr!“ Mit roten Herzen und grünen Kleeblättern stürmte das Ballett „Hipp 4 Hopp“ die närrische Rostra und zeigte im Ausdruckstanz, was Glück bedeutet. Laura Fuß hatte den virtuosen Bühnenwirbel der Möhnen einstudiert. Marion Gutwein wurde mit dem Sonderorden für närrische Verdienste in der Kolpingsfamilie St. Martin ausgezeichnet. Klar, daß auch Prinz Klaus V. und Lahno Rhenania Vera I. dem bunt kostümierten Auditorium im Pfarrzentrum ihre Aufwartung machten. Der Abend war einmal mehr ein Beispiel für unverkrampften Karneval, bei welchem noch nicht von Sitzung auf Ballermann-Party umgeschwenkt wird.

Gedanken und Gedenken des Narren

(aus dem "Protokoll 2019")

Der Deutsche lacht durchschnittlich am Tag nur sechs Minute, kommt, brecht diesen Wert, heut Abend wollen wir es versuche.

Einer vom Seniorenkreis 'Kolping Ü 60' sagte letzt zu mir: 'Was soll ich mit Paaschipp, mit Paarschipp hab ich nix am Hut, paar Schoppe wäre gut.

Freut Euch, wenn Ihr noch lachen könnt, denn seid Ihr krank, so ist es Euch vergönnt.

Vergesst einmal Sorgen und jegliche Not, denkt daran, wie kurz is es Lebe und wie lang sind wir tod.

Was wohl nur der Narr vereint, das eine Auge lacht und das andere weint. Orange und schwarz, so ist es heute, Kolpings Farben stehen für Lebensernst und -freude.

Der Narr verneigt sich vor Ralf's und Karl-Heinz Elan, sie haben viel Gutes für Kolping getan.

Als Christ sagt mir ein Liedchen von Kasalla zu, komm' wir trinken auch mit denen, die im Himmel sind, alle Gläser huh...

Ich wünsche Euch noch ne tolle Narrenschau, es war mir eine Ehre, adschüß und Helau.

 

Die Kolpingfamilie St. Martin trauert um Karl-Heinz Otto

Die Kolpingfamilie St. Martin trauert um ihr Ehrenmitglied Karl-Heinz Otto, der am 27. Februar 2019 nach langer Krankheit im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Der selbständige Handwerksmeister war seit 1949 Mitglied der Kolpingfamilie St. Martin und prägte die Arbeit der Kolpinggemeinschaft als aktives Vorstandsmitglied in der Nachkriegszeit mit. In der Zeit von 1980 bis 1996 war er der Vorsitzende der Kolpingfamilie St. Martin. Mit Tatkraft, Engagement und Wille brachte er viele Dinge in der Kolpingfamilie St. Martin voran, unter seiner Zeit stieg die Zahl der Mitglieder. Er stand der Gemeinschaft im 120jährigen Jubiläumsjahr 1985 vor und war Ideengeber einer großen Handwerksausstellung im Pfarrzentrum. Anlässlich des 125jährigen Jubiläums war er prägend bei der Durchführung eines Mittelrheinischen Kolping-Familientages auf dem Salhofplatz und in der Stadthalle Lahnstein im Jahre 1990. Er war Initiator vieler Kolping-Reisen, sowohl mit dem Bus wie auch mit dem Flugzeug zum Beispiel nach Rom, Israel oder auf den Spuren des Völkerapostels Paulus in die Türkei und nach Griechenland. Für den Seniorenkreis "Kolping Ü 60" organisierte er viele Halbtages-Busfahrten unter der Devise "Lerne Deine Heimat kennen". Mit diesen Fahrten bot er vielen alleinstehenden Menschen, die einen Partner verloren haben, eine gute Gemeinschaft und Alltagsfreude. Er war der Sprecher des Familienkreises I und verantwortete das erste Familien Bildungs- und Begegnungswochenende auf der Kolpingburg Schönburg bei Oberwesel, welchem noch viele Wochenenden folgen sollten. Er organisierte zahlreiche Wallfahrten ebenso wie Musicalbesuche. Gemeinsam mit Roland Jussen und Helene Hohenbild war er der Motor für viele Hilfslieferungen nach Slavonski Brod in Kroatien. Er half den vom Bürgerkrieg geschundenen Menschen im ehemaligen Jugoslawien. 1996 war er der Gründer und Vorsitzender der Kolping-Solidargemeinschaft "Menschen in Not" e.V., welche u.a. Wohltätigkeitskonzerte für gute Zwecke in Lahnstein sowie in Osteuropa veranstaltete und viele Hilfslieferungen organisierte. ( z.B. Caritas Tasnad/Rumänien, Kinderberg-Hilfe) Auf seine Initiative hin wurde das Oberlahnsteiner Rheinufer in "Adolph Kolping Ufer" umbenannt und es wurde an der Anlegestelle eine Kolping-Büste aufgestellt und feierlich eingeweiht. Im Jahre 1996 ernannte ihn die Kolpingfamilie St. Martin zum Ehrenmitglied. Im gleichen Jahr gründete er die "Kolping-Solidargemeinschaft Menschen in Not e.V.", einen eigenständigen Verein, dessen erster Vorsitzender er wurde.  Diese führte Hilfsaktionen nicht nur für Menschen in den Ländern Südosteuropas, sondern auch für Menschen und Institutionen vor Ort durch. Die Stadt Lahnstein ernannte ihn 2015 zum Ehrenbürger. Während seiner Zeit als Kolping-Vorsitzender wirkte er auch im Pfarrgemenderat und Pfarrverwaltungsrat von St. Martin mit. Der Parkettleger- und Malermeister war mit Doris verheiratet, welche unsere Anteilnahme gilt. (2018 konnten sie das seltene Fest der Diamantenen Hochzeit feiern) Er hinterlässt fünf erwachsene Kinder und hat viele Enkel- und Urenkelkinder. Wir trauern auch mit diesen. Mit dem Tod eines lieben Menschen verliert man vieles, niemals aber die gemeinsam verbrachte Zeit. Gott möge ihm all das Gute vergelten, das er unserer Kolpingfamilie gegeben hat und ihm seinen ewigen Frieden schenken. Im Glauben an die Auferstehung erinnern wir an Papst Johannes XXIII., der sagte: "Unsere Toten gehören zu den Unsichtbaren, aber nicht zu den Abwesenden." So werden wir Karl-Heinz Otto in dankbarer Erinnerung behalten. Adolph Kolping sagte einmal: "Gott stellt jeden dahin, wo er ihn braucht." In diesem Sinne lebte Karl-Heinz Otto sein Leben.

Das Traueramt findet am Mittwoch, 13. März 2019 um 8,30 Uhr in der St. Martinskirche, Oberlahnstein, Hochstraße, statt. Die anschliessende Urnenbeisetzung ist um 9,30 Uhr auf dem städtischen Friedhof an der Braubacher Straße im Stadtteil Oberlahnstein.

Zu Besuch im Landtag

Eine besondere Wertschätzung erfuhren die öffentlichen Veranstaltungsformate „Bürger fragen – Politiker antworten“ vor Wahlentscheidungen sowie „Kolping im Gespräch“, jeweils durchgeführt von den Lahnsteiner Kolpingsfamilien. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz lud die „Macher“ dieser Veranstaltungen als Dankeschön für die politische Erwachsenenbildung in den Mainzer Landtag ein. Bei einer Führung durch den Plenarsaal, welcher sich derzeit in der Steinhalle des Landesmuseums Rheinland-Pfalz befindet, konnten die Kolpingschwester- und –brüder auf den Plätzen der Landesregierung oder der Oppositionsparteien Platz nehmen. Das Holzgestühl wurde seinerzeit von der Fachbacher Firma Noll hergestellt. Dem Landtag in der 17. Wahlperiode gehören 101 Abgeordnete aus gegenwärtig fünf Fraktionen an, welche zu etwa 25 Plenarsitzungen jährlich zusammen kommen. Daneben gibt es jährlich rd. 150 Ausschusssitzungen. Normalerweise tagt der Landtag im Deutschhaus, welches jedoch bis 2020 renoviert wird. Nach dem Besuch im „demokratischen Herz des Landes“ gab es im Abgeordnetenhaus ein über einstündiges Gespräch mit Staatsminister Roger Lewentz und seinem persönlichen Referenten, Mike Weiland. Hier wurden Themen angesprochen wie der Umgang mit der AfD, die Ausstattung der Polizei, Vorsichtsmaßnahmen bei Weihnachtsmärkten, Zahlung von Ausbaubeiträgen, Rechnungstellung an Fußballvereine bei Hochrisikospielen und die Kommunalreform. Der Minister des Innern und für Sport erklärte auch, daß die Landtagsabgeordneten vor den Plenarsitzungen zur christlichen Besinnung in einer Mainzer Kirche eingeladen werden und es regelmäßig Gespräche des Kabinetts mit den evangelischen und katholischen Bischöfen des Landes gebe. Nach Besichtigung und Gesprächen gab es für die Abordnung aus den Kolpingsfamilien – alles sogenannte „Schaffer“ - vom Podestaufbauer, Techniker und Stühleschieber über den Moderator bis zur Thekenbesatzung – noch eine Führung durch die Mainzer Altstadt. Dabei ging es durch verwinkelte Gassen zu liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und Plätzen, wie dem Leichplatz oder dem Innenhof der Schott-Notenhandlung. Auf einem Spielplatz befanden sich hölzerne Badezuber. Die Teilnehmer tauchten auch in die etwas dunkle Mystik des Mainzer Martinsdomes ein, sahen im Dom-Kreuzgang die schaurig anmutende Skulptur von Sankt Alban, der seinen Kopf unterm Arm trägt und standen vor dem Grab des in diesem Jahr verstorbenen Kardinals Karl Lehmann. Auch die 2007 erstellten, blauen Fenster von Johannes Schreiter wurden bewundert und erklärt. Die Vorsitzenden der beiden Kolpingsfamilien, Axel Laumann (St. Martin) und Ferdinand Müller (St. Barbara), dankten Roger Lewentz für die Einladung. Am  Mittwoch, 17. April 2019, vor den Stadtratswahlen, heißt es im Gemeindehaus St. Barbara wieder „Bürger fragen – Politiker antworten“ mit den Fraktionsvorsitzenden der Lahnsteiner Parteien und Wählergruppen, dann verantwortet von der Kolpingsfamilie St. Barbara. „Derartige Veranstaltungen sind wichtig, sie ermöglichen es den Wählerinnen und Wählern, sich ein Bild von den Kandidaten zu machen und sind beispielgebend gegen Politikverdrossenheit“, so Roger Lewentz, der auch Vorsitzender der rheinland-pfälzischen SPD ist.

Dei beiden Fotos zeigen die Kolping-Mitglieder im Plenarsaal des rheinland-pfälzischen Landtages und beim Gespräch mit Innenminister Roger Lewentz sowie seinem persönlichen Referenten, Mike Weiland, im Abgeordnetenhaus des Mainzer Landtages.

 

Wallfahrt nach Hadamar und Limburg

Nach Hadamar und Limburg führte die Wallfahrt der Kolpingfamilie St. Martin, an welcher über 40 Mitglieder uns sonstige Interessierte teilnahmen. Bei sommerlichen Herbstwetter gab es u.a. eine Begegnung mit Pfarrer Stefan Müller. Die Wallfahrtsleitung lag in den Händen von Günter und Catherine Krämer, Hildegard Dexelmann sowie Rita und Werner Schröder.

Kolping feierte die Kirchweih

Im Schatten der beiden Glockentürme der Pfarrkirche St. Martin feierte die Kolpingfamilie die Kirchweih 2018. Es war prächtiges "Biergartenwetter", so daß die hölzernen Bänke und Tische stets gut besetzt waren. Bis kurz vor Mitternacht ging es schon am Kirmessamstag, im Getränkestand sorgte unser Team von "Frauenpower" für Umsatz. Sogar aus Darmstadt kam Petra Bergemann extra angereist, um mit ihrem Ehemann im Bratwurst-Stand mitzuhelfen. Über 35 Kolping-Mitglieder waren aktiv im Einsatz, halfen mit, machten Stand-Schichten oder packten beim Auf- und Abbau mit an, "schwanzten" Brauereigarnituren durch die Gegend, bauten Pavillons auf und ab oder hingen Lichterketten auf. Schön, daß auch unsere älteren Mitglieder zum Frühschoppen gekommen waren. Die Bratwürste waren um 15,45 Uhr schon ausverkauft und "Frauenwürde", der Trägerverein der Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle, erlebte am beliebten "Krebbelchenstand" riesige Warteschlangen, schon um 14 Uhr war hier der Teig für den Reibekuchen alle. Es lief also bestens. Auch im Kirmesumzug bekannte eine Kolping-Abordnung Farbe, das Jugend- und das Erwachsenenbanner wurden durch die Straßen und Gassen der Stadt getragen. Den Bücherbasar der Kolpingjugend gab es erstmals unterhalb der St. Martinskirche, auf dem Parkplatz für die Kirchenbesucher. Auch hier war starker Andrang, unendliche viele "Leseratten" sorgten als Buchspender für ein tolles Angebot, die Lesefreundinnen und -freunde konnten hier ihre Schnäppchen schlagen, vom Fachbuch über das bebilderte Reisebuch bis zum spannenden Krimi oder Kinderbuch. Über 20 Kuchen hatten die "jungen Familien" im Angebot beim großen Kuchenbüffett. Claudia und Monika hatten alle Hände voll zu tun, Arno Jaster, ältestes Vorstandsmitglied, kümmerte sich um leckeren Kaffee. Ein herzliches "Vergelt's Gott" allen Kuchenspendern. Die Kirchweih mit Kolping war einmal mehr ein großes Begegnungsfest unter freiem Himmel. Man merkt: Zur Kirmes zieht es viele Lahnsteiner nach Hause. Mit Jahrgangs- oder Klassenkameraden gibt es viel zu erzählen. Zu den Gästen bei der Kirmes mit Kolping zählten auch die frisch gekürte Rhein-Lahn-Nixe Maren, Oberbürgermeister Peter Labonte, der Vorsitzende der Kolpingfamilie St. Barbara, Ferdi Müller sowie unser Präses, Pfarrer Sturm und ein Kolpingsohn aus dem bayerischen Deggendorf.

Andrea Nahles beeindruckte bei "Kolping im Gespräch"

Es war ein schwüler Sommerabend mit tropischen Temperaturen, als die Kolpingfamilie St. Martin bei der Veranstaltungsreihe "Kolping im Gespräch" mit Andrea Nahles den nächsten politischen "Hochkaräter" präsentierte. Seit knapp über 100 Tagen ist sie als erste weibliche Bundesvorsitzende der SPD im Amt, darüber hinaus ist sie die Bundestagsfraktionsvorsitzende der altehrwürdigen Partei in der großen Regierungskoalition. Über 160 Besucher jeglicher politischer Coleur wohnten dem Abend bei, die Kolpingfamilie gab kostenlos Mineralwasser aus. In ihrem Eingangsreferat sprach die Powerfrau der Sozialdemokratie über die solidarische Gesellschaft und wie wir in Zukunft darin leben sollten. Sie verglich die solidarische Gesellschaft dabei mit einem Haus und definierte von der Grundfläche bis zum Haussegen. Natürlich hatten die Besucher auch wieder die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Es ging um einheitliche Tarifverträge im Pflegebereich - wo Nahles auch auf die Mithilfe der Kirchen angewiesen sei -, um Entfristungen von Arbeitsverhältnissen und die Zukunft der Renten. Auch der soziale Wohnungsbau war ein Gesprächsthema. Im Spiel "Was fällt ihnen ein zu..." zeigte die Bundespolitikerin Schlagfertigkeit. Lahnstein sei eine schöne Rheinstadt, Roger Lewentz - der rheinland-pfälzische Innenminister war selbst Veranstaltungsgast - bezeichnete sie als "besten Innenminister ever". Zu Oscar Laftontaine fiel ihr allerdings nichts mehr ein. Thomas J. Scheid, der Moderator aus den Reihen der Kolpingfamilie, stellte die Fragen und fühlte ihr "auf den Zahn". Nahles sagte unter anderem, daß die SPD Bundestagsfraktion mehr Christen in ihren Reihen habe, als die CDU. Markus Schild überreichte Weinpräsente für den persönlichen Referenten der Rednerin und einen großen Blumenstrauß an Andrea Nahles im Namen der Kolpingfamilie St. Martin. Im Anschluß stand Andrea Nahles für "Selfies" und Signierungen zur Verfügung. Einmal mehr war es der Kolpingfamilie gelungen, eine prominente politische Persönlichkeit "vor Ort", "in der Provinz" hautnah zu präsentieren. Als Gäste anwesend waren u.a. Landrat Frank Puchtler, Staatssekretär Günther Kern, Oberbürgermeister Peter Labonte, Bundestagsabgeordneter Detlev Pilger, Landtagsabgeordneter Jörg Denninghoff, der SPD Kreisvorsitzende Mike Weiland sowie Gaby Laschet-Einig, die Vorsitzende der Lahnsteiner SPD.

Sehen Sie nachstehend eine Fotogalerie von dieser tollen Veranstaltung.

 

Toller Jahresausflug zu Technik und Natur

Unterschiedlicher konnte das Programm beim Jahresausflug der Kolpingsfamilie St. Martin kaum sein: „Technik und Natur“ lautete die Devise beim Besuch des Frankfurter Flughafens und beim Abstecher in der Wiesbadener Fasanerie. Auf Einladung der „Fraport AG“, der Betreibergesellschaft des mit jährlich über 64 Millionen Passagieren größten Flughafens Deutschlands gab es eine „XXL-Tour“ über zwei Stunden mit dem Bus quer über die Rollfelder. Die nette Betreuerin gab ein Feuerwerk der Superlativen zum Besten und die Augen der Teilnehmer wurden groß und größer. So nah kam man den „Königen der Lüfte“ noch nie. 117 Airlines fliegen von „Rhein-Main“ aus 614 verschiedene Flughäfen in 153 Ländern der Erde an. Die Fahrtteilnehmer staunten nicht schlecht über das größte Frachtflugzeug der Welt oder über hochmoderne Carbon-Flieger mit gleich vier Triebwerken. Der Frankfurter Flughafen ist mit 80.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber Deutschlands und mit jährlich 2,2 Millionen Tonnen Fracht der größte europäische Frachtflughafen.. Exclusiv konnte man einen Einblick bekommen von der Baustelle des Terminals 3. Taucher gehen dort ins gefundene Grundwasser und nehmen Betonierungsarbeiten unter Wasser vor. 2023 soll das Terminal 3 in Betrieb genommen werden. Die Kolpinger sahen die Feuerwehrwachen des Flughafen, waren hautnah bei Starts und Landungen dabei (alle 30 Sekunden startet oder landet eine Flieger), sahen das Luftbrücken-Denkmal (in Frankfurt starteten vor 70 Jahren die sogenannten Rosinenbomber nach Berlin) und fuhren zu Flughafen-Bereichen, die man sonst nie sieht, wie zum Beispiel die Stellflächen für Privatjets oder der VIP-Limousinen-Bereich. Der Tag der Besichtigung war übrigens einer der Tage mit dem höchsten Passagieraufkommen, denn alle Bundesländer hatten an diesem Samstag gleichzeitig Schulferien. Mit einem der raren Sommer-Regenschauer wurden die Kolpinger dann an der Wiesbadener Fasanerie begrüßt. Hier gab es 40 einheimische Tierarten, darunter zahlreiche Wild- und Haustiere zu sehen, darunter auch drei Bären. Auf dem 25 Hektar großen Parkgelände standen unter anderem  auch Kaukasustannen und nordamerikanische Mammutbäume. Die Kinder hatten ihren Spaß auf einem Wasserspielplatz während die Erwachsenen sich bei Kaffee mit Kuchen und Eis stärkten. Während der Fahrt im Bus entlang der Weltkulturerben Mittelrheintal und Limes wurden übrigens Erbsen geschätzt. Beim Schätzspiel mit 1.366 Erbsen in einer Flasche gab es vier schöne Preise zu gewinnen.

"Gefüllte Klöß" beim gemeinsamen Mittagstisch

Ein gutes Projekt hat der Ortsausschuss der katholischen Kirchengemeinde Sankt Barbara im Stadtteil Niederlahnstein initiiert. An jedem ersten Samstag eines Monats kommen die Pfarrangehörigen, bedürftige, einsame und arme Menschen zum gemeinsamen Mittagstisch im Gemeindehaus St. Barbara zusammen. Jeweils einer anderen Gruppierung der Großpfarrei Sankt Martin obliegt es, für die Essenszubereitung Verantwortlich zu zeichnen. Jetzt war der Vorstand der Kolpingfamilie St. Martin mit Chefkoch Kurt Biegel an der Reihe. Kurt und seine Ehefrau Doris hatten zuhause bereits alle Vorbereitungen getroffen. Es gab ein hjierzulande etwas selteneres Gericht, nämlich "Gefüllte Klöß", im Hunsrück und Saarland viel bekannter.  Die Klöße wurden an einer hellen Specksoße serviert. Gefüllt wurden die relativ großen Klöße mit Hackfleisch, Lauch, Dörrflesich undsonstigen Spezialitäten. Als Nachtisch gab es "Rote Grütze" und für die Kinder Eis. 42 Klöße wurden zubereitet und gemeinsam verkostet. Ein lukullischer Gaumenschmaus, Doris und Kurt Biegel wurden mit viel Lob bedacht. Für Dekoration, Eindecken und Abwasch sorgten weitere Vorstandsmitglieder.

Beim Biker-Treffen in Hessheim

Mitglieder unserer Kolpingfamilie nahmen am Biker Treffen in Heßheim in der Pfalz teil und waren abends u.a. auf der Suche nach dem "Ebbeledrittsche". Es gab eine Ausfahrt durch die Pfalz, einen Biker-Korso durch den Ort sowie einen ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel mit toller Band, die Vergabe von Pokalen an einige der über 130 Biker-Freundinnen und Freunde sowie die Segnung von Motorrädern und Fahrern. Das nächste Biker-Treffen 2019 soll in Castrop-Rauxel stattfinden. Das Foto zeigt unseren Vorsitzenden, Axel Laumann, mit einem Biker aus Köln und Brigitte Laumann.

Besinnungswanderung über die Insel Niederwerth

Frühlingshaft war das Wetter, einer der schönsten Feiertage, als die Besinnungswanderung am Karfreitag über die Spargel- und Erdbeerinsel Niederwerth im Rhein bei Vallendar führte. 42 Teilnehmer und ein Hund nahmen den ebenen Asphaltweg entlang der großen Anbauflächen unter die Füße. An kleinen Heiligenhäuschen wurde Station gemacht und an das Leiden und Sterben Jesu Christi ebenso erinnert, wie an Leid und Tod in der heutigen Zeit. Einzelne "Kümmerer" hatten sich gute Gedanken gemacht und stellten das Kreuz in den Mittelpunkt ihrer besinnlichen Betrachtungen. Kleine Foto- und Gebetskärtchen wurden ebenso verteilt, wie das Misereor-Armbändchen. Gestartet wurde die Wanderung in der Pfarrkirche Sankt Georg, welche an diesem Vormittag durch die Pfarreiengemeinschafte dankenswerter Weise der Kolpingfamilie St. Martin zur Verfügung gestellt wurde. Die Teilnehmer trugen abwechselnd das große Holzkreuz, welches aus dem Treibgut des Rheines zusammengezimmert wurde. An der letzten Station auf dem Friedhof vor der Inselkirche wurde noch einmal in besonderer Weise dem Kolpingbruder Ralf Schneider gedacht, welcher diese Besinnungswanderung vor über 30 Jahren initiert hat und stets Organisator war. Ralf verstarb am 7. März 2018. Wie bei allen Texten gab auch hier der Glaube an das bevorstehende Ostern, die Auferstehung, Trost. Immer wieder - auch heute noch - erleben Menschen ihren ganz persönlichen Karfreitag. Der Glaube an die Auferstehung, daran, daß Gott uns nicht verlassen hat, mag uns Christen weiterhelfen.

Die Kolpingfamilie St. Martin trauert um Ralf Schneider

Eines der treuesten Mitglieder unserer Gemeinschaft, Ralf Schneider, verstarb am 7. März 2018 nach langer Krankheit im Alter von 64 Jahren. Ralf war der erste Gruppenleiter der im Jahre 1970 neu gegründeten Kolpingjugend St. Martin. Die erste Großveranstaltung, welche in in Sachen Kolping inspirierte war der Kolping-Jugendtag 1973 in Köln u.a. mit dem Gesangsorchester Peter Janssens. Er verstand es schon in jungen Jahren mit seinem Charisma, Leute für die Sache Adolph Kolpings zu begeistern. Gemeinsam mit seinem Bruder Ulli betrieb der die "Lahngrotte", den Treffpunkt der damaligen Kolpingjugend. Er studierte Praktische Theologie in der Katholischen Fachhoschule Mainz und wurde Gemeinderefent im Bistum Limburg, wo er u.a. in Geisenheim eingesetzt war. Ein Praktikum als Erzieher machte er im Kinderheim "Marienhaus" des Caritasverbandes in Wiesbaden. Von 1979 bis 1988 war er hauptberuflich Jugendbildungsreferent beim Kolpingwerk in Frankfurt am Main. Ab 1988 arbeitete er als Regionalassistent im Katholischen Regionalbüro Koblenz und ab 2000 bis zum Beginn der Ruhestandsphase in der Altersteilzeit arbeitete er als Sachbearbeiter bei der Rendantur Vallendar. In unserem Vorstand war er nicht nur der Sprecher der Kolpingjugend, sondern später - nach seiner hauptamtlichen Zeit beim Kolpingwerk - auch Kassierer, Schriftführer und Beisitzer. Seine Mitarbeit im Vorstand war gekennzeichnet durch Freundlichkeit, Verlässslichkeit, Gewissenhaftigkeit, Ausgeglichenheit und Harmoniebedürfnis. Viele Veranstaltungen unserer Kolpingfamilie sind untrennbar mit seinem Namen und seinem enormen Einsatz verbunden. Beispielhaft sei hier nur die gerade jetzt aktuell wieder beworbene Karfreitags-Besinnungswanderung genannt. Ralf organisierte Ausflüge, Teilnahmen an Pfingstzeltlagern und Internationalen Kolping-Jugendzeltlagern, war an Karneval vor und hinter den Kulissen aktiv, erfand das "Adventsstündchen", war Ideengeber für einen Friedhofs-Rundgang an Allerheiligen, organisierte biblische Weinproben, lud zu Theaterfahrten nach Mülheim-Kärlich ein und war belebendes Element im Dreierrat des Kolping-Alternatikarnevals in vielen Jahren am Abend des Rosenmontag. Seit vielen Jahren besorgte er die Eintrittskarten für die SWR 4-Radiofastnacht und ermöglichte es so, vielen Mitgliedern, die Stars der Mainzer Fastnacht live zu erleben. Im Rahmen unseres 150jährigen Jubiläums verantwortete er gemeinsam mit seiner Ehefrau Ulrike das Fastengespräch mit der bekannten Schriftstellerin Andrea Schwarz und lud auch Diakon Willibert Pauels als Jubiläums-Festredner ein. Er wirkte auch als Bannerträger für unsere Kolpingfamilie, gestaltete Gottesdienste mit wegweisenden Texten und brachte das Evangelium zum Leuchten. Ganz wie sein Vorbild Adolph Kolping verfasste er nachdenkenswerte, meist religiöse Texte, welche u.a. auch in unserem "Blickpunkt Kolping" veröffentlicht wurden. Im Namen der Kolpingfamilie veröffentlichte er auch religiöse Kolumnen z.B. in der "Rhein-Zeitung" oder im "Super Sonntag". Er war ein Organisationstalent und verantwortete u.a. Fahrrad-Freizeiten oder Wanderungen. Ralf fragte und schaute nicht lange: Er packte an, wo Hilfe nötig war, war einer der treuesten Besucher aller unserer Veranstaltungen. Er war Mitglied im Kolpingwerk und leistete als einer der wenigen aus unserer Gemeinschaft den Einmalbeitrag, welcher bis zum Tode gilt. Kolping als Person und als Werk waren ein gehöriger Teil seines Lebens. Die Kolpingfamilie St. Martin wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser Mitgefühl gilt Ulrike. Die Güte Gottes hat für Ralf längst begonnen. So ist der Tod der Wechsel aus der einen Hand Gottes in die andere. Nicht zuletzt unser Glaube gibt uns die Gewissheit auf ein Wiedersehen in einer besseren Welt ohne Leiden.

"So weit Gottes Arm reicht, ist der Mensch nie ganz fremd und verlassen. Und Gottes Arm reicht weiter, als Menschen denken können." (Adolph Kolping)

Der Trauergottesdienst mit anschliessender Bestattung auf dem Niederlahnsteiner Friedhof ist am Donnerstag, 15. März 2018 um 13.30 Uhr in der St. Barbarakirche im Stadtteil Niederlahnstein.

...so feierte die Kolpingfamilie St. Martin ihr Festwochenende zum 150jähmhrigen Jubiläum im Juni 2015. Ein einmaliges Festwochenende, welches Zeichen setzte.
So also sah das offizielle Jubiläumsplakat aus. Das Plakatstudio Brötz in Koblenz-Horchheim hat ganze Arbeit geleistet! Danke.

Komm zu Kolping und lache - Fassenacht ist Herzenssache

Fast alle Facetten der Fassenacht gab es zu bewundern: Vom Show- und Gardetanz über die politisch-literarische Büttenrede bis zum Kokolores mit viel Witz. Abwechslung vom Alltag bot der gut besuchte Kolping-Karneval im Pfarrzentrum am Euiropaplatz. „Komm zu Kolping und lache – Fassenacht ist Herzenssache“ lautete die Devise beim gut dreistündigen Programm. Ex-Prinz Klaus Hohenbild und „Mathe-Musikus“ Elmar Schmitz steuerten mit viel närrischem Wissen zielsicher das Narrenschiff. Eine gute Idee war es, gleich drei Kinder-Tanzformationen zu Beginn auftreten zu lassen: Die Kellermäuse des Möhnenclubs Immerfroh machten mit „Jetzt geht’s los“ Zirkus, das Kinderballett der Funken Blau-Weiß schwang die Beine in die Höhe und das Kindertanzpaar Vessna Metten und Baldur Körper vermittelte einen Eindruck vom  zackigen Garde-Paartanz. Einen scharfzüngigen Reim auf das Welt- und Stadtgeschehen machte sich Protokoller Thomas Schneider. („Bei Koalitionsverhandlungen die Köpfe rauchten, jetzt gibt es das Kabinett als Gnadenhof der Verbrauchten“ oder  „Vielleicht müsse mir nur noch etwas wade, dann könne mir im Kur-Naturheilwald bade/ Beim Netto einzukaufe bringt den Autofahrer zum Stöhne, denn nicht selten kriegste en Knöllche und mußt Löhne.“)  Kelly Carrey, die deutsche Vizemeisterin im Gardetanz zeigte einmal mehratemberaubend  ganz großes Können. Nicht umsonst floß viel Trainingsschweiß bei der Mehrgenerationen-Tanzgruppe „Family and friends“ vom NCV unter der Leitung von Sandra Unkelbach. Die „Helden unserer Kindheit“ erlebten schwungvoll fröhliche Urständ zu Melodien, die jeder kennt. Von Tabaluga, dem Barbie-Girl über Super-Mario bis Jim Knopf. In diesem Zusammenhang wurde auch der amtierende Kinderprinz, Luca von Graevenitz, vorgestellt. Das Pastoral-Team von St. Martin mit Pfarrer Thomas Barth, Dietmar Wittenstein und Hella Schröder wurde mit ihren Reimen durch das Auditorium ergänzt. Ein Thema war natürlich die Erweiterung des erweiterten pastoralen Raumes. Ein launiges Lob in einer Sonntagspredigt am Donnerstag gab es von Franziskanerbruder, Bezirksdekan Armin Sturm, der über Papst Franziskus sinnierte. Saskia Wüst und Maike Güllering hatten die NCV-Juniorentanzgarde adrett auf die närrische Rostra gebracht. Gardetanz in tadelloser Synchronität. Mit Clownsgesichtern vorne wie hinten tanzte die Möhnen-Formation „Hip 4 Hopp“ unter der Leitung von Laura Fuß. Eine Augenweide, bei welcher der Narr im Publikum eine gut geputzte Brille benötigte. Zum Witze-Contest, manchmal alt und unterirdisch, manchmal „zum Wegwerfen“ luden „Zwei Dolle“, alias Markus Schild und Thomas Schneider ein und ließen das Stimmungsbarometer steigen. Prinz Thomas II. vom Sparda-Schloß und ihre Lieblichkeit, Lahno Rhenania Laura I. hielten mit großem Gefolge Einzug. Die Lahno hatte nicht ganz Unrecht, als sie feststellte, daß die Kolpingfamilie St. Martin schon seit gefühlten Urzeiten Karneval feiert.  Eine gelungene Feuertaufe hatten die Musiker Gerd Stein (Gitarre) und Michael Naß (Comeback am Keyboard), die nonstop für tanzbaren, tollen Sound sorgten. Mit dem Kolping-Ehrenorden wurde in diesem Jahr Karl-Heinz Hatterscheid ausgezeichnet. Mit einer Polonäse der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, vor und hinter der Bühne, endete die gelungene Veranstaltung.

Kolping im Gespräch mit Dr. Gregor Gysi

Da ging nichts mehr. Stühle mussten herbei geschleppt werden, das Pfarrzentrum am Europaplatz platzte förmlich aus allen Nähten. Über 300 Besucher waren beim Gesprächsabend "Kolping im Gespräch" mit dabei. Der prominente Gast, Bundestagsabgeordneter Dr. Gregor Gysi, von den Linken, zog die Massen an. Unter den Besuchern auch Landrat Frank Puchtler, Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte, der Parteivorsitzende der Linken im Rhein-Lahn-Kreis, Ulli Lenz und Verwandte des Bundestagsabgeordneten, die in Lahnstein leben, nämlich die Familie Lessing. Der Großvater des Politikers, Gottfried Anton Lessing, wurde 1877 in Oberlahnstein geboren. Die Familiengruft der Lessings befindet sich auf dem Alten Friedhof in der Sebastianusstraße. Gysi ist der Neffe der Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing. Zu Beginn des Abends hielt der Spitzenpolitiker, der seit den 1990er Jahren im Bundestag sitzt, ein Referat mit dem Titel: "Warum Deutschland die Linke braucht." Er bemängelte eine ungerechte Verteilung des Reichtums in diesem Lande und sprach sich dafür aus, die Fluchtursachen zu beseitigen durch bewussteres, nachhaltiges Handeln. Gysi benannte soziale Ungerechtigkeiten, wie die schlechte Bezahlung von Menschen in der Krankenpflege oder auch fehlende Kindertagesstättenplätze. Scharf ins Gericht ging er mit der fehlenden Solidarität in Europa bei der Aufnahme von Flüchtlingen und skizzierte auch die Situation in einem Land wie Griechenland. Thomas J. Scheid, Kolping-Mitglied und Politologe, hatte einmal mehr die souveräne Leitung des Diskussionsabends. Beim Spielchen "Was fällt Ihnen ein zu...", war der Rechtsanwalt aus Berlin um keine Antwort verlegen. So äußerte sich Gysi u.a. zum Flughafen BER, zu Sarah Wagenknecht und Oscar Lafontaine, zu Papst Franziskus und seinem Vorgänger und auch zum rheinischen Karneval und der rheinischen Politik. Dr. Gregor Gysi hatte ein aufmerksames Publikum, welches auch Fragen stellen durfte. Unter anderem rief er die Jugend auf, sich mehr für Politik zu interessieren und auch "revolutionärer" zu sein. Die Universitäten seien zu sehr verschult. Er spracht sich auch für eine Herabsenkung des Wahlalters zur Bundestagswahl auf 16 Jahre aus. Total locker, entspannt und humorvoll zeigte sich der prominente Gast, der mit Bonmots nur so glänzte. "Dem hätte ich noch länger zuhören können, ein brillanter Redner", urteilte eine Teilnehmerin und sprach damit wohl für viele im Saal. Im Anschluß an das zweistündige Gespräch signierte er Exemplare seiner im Aufbau-Verlag erschienenen Autobiosgrafie mit dem Titel: "Ein Leben ist zu wenig", welche auch als Hörbuch - zwei Tage von ihm selbst eingesprochen - erhältlich ist. Für die Kolpingfamilie St. Martin übrreichte der Schriftführer, Markus Schild, dem prominenten Gast die Lahnsteiner Stadtgeschichte und eine Flasche Wein und dankte auch dem langjährigen Fahrer des Politikers mit einer Flasche Wein. Im historischen "Wirtshaus an der Lahn" begleiteten Kolping-Vorstandsmitglieder den Politiker zu einem guten Abendessen. Am Tage nach der Übernachtung in Lahnstein ging es dann weiter nach Köln zum WDR, um dort in Talk-Shows mitzumachen. Der nächste Gast der Reihe "Kolping im Gespräch" steht schon fest: Am 9. August 2018 kommt Andrea Nahles, die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, ins Pfarrzentrum am Europaplatz.

"Ich war fremd, und Ihr habt mir Heimat gegeben..."

Überraschend gut besucht war der Gesprächsabend unter dem Titel "Ich war fremd und ihr habt mir Heimat gegeben". Flüchtlinge, die seit zwei Jahren in Lahnstein leben, stellten sich dem Gespräch. Sie kommen aus Eritrea, Syrien, Pakistan, dem Iran und Afghanistan. Der gesamte Abend mit über 50 Besuchern lief in deutscher Sprache. Ein großes Lob an die ehrenamtlichen Sprachlehrerinnen und -lehrer vom "Runden Tisch - Willkommen in Lahnstein" und an die Flüchtlinge selbst, die so wissbegierig lernen. Die Fküchtlinge erzählten ihre Fluchtgeschichten, einzelne Schicksale, die sonst vielleicht in der Masse untergehen, bekamen so ein Gesicht. Sie erzählten, wie es ihnen am Rhein-Lahn-Eck gefällt und welche Zukunftsvisionen sie haben. Die Besucher konnten Fragen stellen. Der Abend war gut, denn es wurde nicht über, sondern mit Flüchtlingen geredet.

Julia Klöckner bei "Kolping im Gespräch"

Das war wieder einmal politische Erwachsenenbildung mit "Promifaktor". In der Veranstaltungsreihe "Kolping im Gespräch" war es dem Kümmerer und Moderator Thomas J. Scheid, Politologe und Kolping-Mitglied von St. Martin, gelungen, die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und rheinland-pfälzische Oppositionsführerin Julia Klöckner für das Podium zu gewinnen. Nach einem Eingangsreferat zum Thema "Werte oder Wanderdüne - Was politische Entscheidungen leitet", stellte sie sich nicht nur den Fragen des Moderators, sondern auch des Publikums. In ihrem Impulsreferat ging sie auf die grundlegenden Werte für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft ein, die selbstverständlich auch vom christlichen Glauben geprägt sind und insofern für die vielen Kolping-Mitglieder keine Unbekannten waren. Die Politikerin wertschätzte die Arbeit der Kolpingfamilien, sie verließ eine Landtagssitzung etwas früher, um den Termin am Rhein-Lahn-Eck wahrzunehmen und war mit dem Thema "Türkei und Doppelpass" , zu welchem sie auch in Lahnstein einging, nur einen Abend später bei Maischberger im Fernsehen vor einem Millionenpublikum. Über 150 Besucher waren es, die im Pfarrzentrum gespannt zuhörten. Wie immer sorgte Thomas J. Scheid mit dem Stakkato-Fragespiel unter der Devise "Was fällt ihnen ein zu..." für einen gewissen Unterhaltungswert und stellte die Schlagfertigkeit der Referentin auf die Probe. "Ich war überrascht, Julia Klöckner war sehr bodenständig. Manchmal verfiel sie auch in den Soonwald-Dialekt von der Nahe, was sie sympatich machte", so Doris Karb, eine der Zuhörerinnen. "Sehr erfrischend, locker und überhaupt nicht abgehoben, sicherlich eine Politikerin, die ihre Karriere noch vor sich hat", so Markus Schild, Kolpinger von St. Martin. Der Vorsitzende Axel Laumann, dem die Verabschiedung der Politikerin und die Überreichung von Weinen aus Lahnstein vorbehalten war, ergänzte: "Das war politische Bildung par exzellence, alles andere als eine Wahlkampfveranstaltung". Stephan Otto ergänzte: "Die klaren Töne zum Thema Integration von Flüchtlingen waren wohltuend."  Klöckner sprach über die Mittelrheinbrücke, über die Zusammenlegung von Pfarreien aus der Sicht als Mitglied im Zentralkomitee der Katholiken Deutschlands und gab Statements zu Personen wie Martin Luther, Oberbürgermeister Peter Labonte oder Papst Franziskus preis. Allseits gelobt wurde einmal mehr der Moderator, der sich akribisch mit viel Fachwissen vorbereitet hatte. Im Kolping-Gästebuch lobte Julia Klöckner den Abend mit: "Das hätten auch Gottschalk und das ZDF nicht besser machen können". Schon jetzt vormerken: Am Montag, 27. November 2017 kommt Gregor Gysi zu "Kolping im Gespräch" ins Pfarrzentrum am Europaplatz nach Lahnstein. Auch hier gilt: Der Eintritt ist frei, es gibt keine Platzreservierugnen und Fragen stellen darf jeder! Mehr vom Abend mit Julia Klöckner entnehmen Sie den Presseberichten, welche wir mit freundlicher Genehmigung von Tobias Lui, Redakteur der Rhein-Lahn-Zeitung, abdrucken.

Julia Klöckner: Erst planen, dann schauen

Politik CDU-Oppositionsführerin im Landtag und Merkel-Stellvertreterin war Gast bei „Kolping im Gespräch“ in Lahnstein

Von unserem Redakteur Tobias Lui

Lahnstein. Einst war sie Deutsche Weinkönigin, heute gehört sie als Stellvertreterin Angela Merkels zur ersten Garde der CDU auf Bundesebene: In den vergangenen 20 Jahren hat Julia Klöckner einen rasanten Aufstieg hingelegt – Rückschläge inbegriffen, wie die bittere Niederlage bei der Landtagswahl im vergangenen Jahr. Auch darauf ging die Oppositionsführerin im Landtag am Dienstagabend in Lahnstein ein, wo sie bei der Veranstaltungsreihe „Kolping im Gespräch“ zu Gast war. Auf Einladung der Kolpingsfamilie St. Martin referierte Klöckner über Werte in der Politik und stellte sich den Fragen von Moderator Thomas J. Scheid sowie des Publikums.

Rund 150 Besucher waren ins katholische Pfarrzentrum am Europaplatz gekommen, wo die 44-Jährige einige nicht alltägliche Einblicke in große und kleine Dinge im Leben einer Spitzenpolitikerin gab: So berichtete Klöckner von ihrer jüngsten Afrikareise im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung, wo sie eine „unglaubliche Gastfreundschaft und einen liberalen Islam“ erlebt habe. Auch die Lektorendienste in der Heimatgemeinde Guldental kamen zur Sprache („Ich durfte keine Messdienerin werden, also habe ich das gemacht“) – oder die Pastoralreformen in den Bistümern Limburg und Trier. „Ich frage mich schon, ob es noch sinnvoll ist, wenn ein Pfarrer den halben Kreis bereisen muss“, kritisierte Klöckner. „Ich halte dies nicht für die beste Lösung, um eine stärkere Bindung zu den Menschen zu erreichen.“

Der Titel ihres Impulsreferates lautete „Werte oder Wanderdüne – Was politische Entscheidungen leitet“. Klöckner plädierte darin für mehr Haltung bei den Politikern, auch in schwierigen Situationen den eigenen Positionen und Werten treu zu bleiben. Einen Werteverfall in der Gesellschaft kann sie nicht ausmachen, sieht eher eine Werteveränderung. „Damit eine Gesellschaft aber funktionieren kann, muss es gewisse Grundwerte wie Freiheit, Verantwortung, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Sicherheit und vor allem der Würde des Menschen geben.“ Dies müsse man auch den Flüchtlingen vermitteln. „Denn Integration bedeutet auch, deutlich zu sagen, was uns in Deutschland wichtig ist.“ Im Anschluss an das sehr ethisch geprägte Referat ging's wieder in die Fragerunde, wobei Klöckner auch kritischen Fragen nicht auswich – zum Beispiel der nach ihrer jüngsten Wahlniederlage 2016. „Verlieren tut schon weh, daran hatte ich lange zu knabbern“, gab sie frank und frei zu und ließ auch auf Nachfrage offen, ob sie 2021 erneut als Spitzenkandidatin ihrer Partei zur Verfügung stehe. „Bis dahin ist noch lange Zeit. Wir müssen die Arbeit machen, die jetzt anliegt.“

Nur beim Thema Mittelrheinbrücke geriet sie ein wenig ins Schwimmen – was sicherlich auch dem linksrheinischen Störfeuer des widerborstigen CDU-Landrats Marlon Bröhr geschuldet war, der die Planungen seit Monaten blockiert, weil er eine Bauträgerschaft des Kreises ablehnt. „Wie wäre es mit einem Anruf im Kreishaus in Simmern“, frotzelte Scheid. „Wir könnten da Ihre Unterstützung gebrauchen.“ Klöckner beantwortete dies mit Kritik an der SPD, „die die Brücke in den letzten 25 Jahren ja hätte bauen können, wenn sie gewollt hätte“. Für sie muss die Frage, ob Landesbrücke oder kommunale Brücke, auf juristischer Ebene geklärt werden. „Und bis dahin“, so ihre direkte Aufforderung an die Landesregierung, „sollten wir mit den Planungen beginnen“. Während des Raumordnungsverfahrens könne man immer noch schauen, wer die Brücke am Ende zahle. Auch an die beiden Bürgerinitiativen zur Brücke hatte Klöckner einen Appell: „Es wäre hilfreich, wenn diese ihre Vorschläge besser miteinander abstimmen würden ...“

RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Donnerstag, 27. April 2017, Seite 11 (0 Views)

Moderator Thomas J. Scheid begrüßt die CDU-Spitzenpolitikerin Julia Klöckner im Pfarrzentrum am Europaplatz in Lahnstein. (Foto: Tobias Diehm)

Splitter

Julia Klöckner über ...

Der Islam gehört zu Deutschland

„Muslime gehören zu Deutschland.“

Innenminister Roger Lewentz

„Hat gerade eine schwere Zeit ...“

Buga 2031

„Da braucht man zunächst einmal eine Mittelrheinbrücke.“

Lahnstein

„Hat eine Stadthalle mit Teppich, der unter Denkmalschutz steht.“

Oberbürgermeister Labonte

„Der, der mir den Teppich gezeigt hat.“

Kommunalreform

„Vergeigt.“

RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Donnerstag, 27. April 2017, Seite 11 (0 Views)

Der Kolping-Karneval 2017 im Bilderbogen

Altkleider-Sortieranlage besichtigt

In Polch/Eifel besichtigten Mitglieder der Kolpingfamilien Lahnstein, St. Martin und Flörsheim das Werk einer Altkleider-Sortieranlage. Dorthin gelangen die Kleidungsstücke, welche bei den beiden Altkleider-Straßensammlungen der Kolpingfamilien im Stadtgebiet von Lahnstein im Frühjahr und Herbst eingesammelt werden. Stefan Kowohl von der Kolping-Recycling GmbH Fulda und der Geschäftsführer des Sortierwerkes führten durch die Werkshallen und standen Rede und Antwort. 50 Mitarbeiter sortieren die Kleidungsstücke in über 20 Kategorien, pressen sie und machen sie zum Versand fertig. Die Kleidung geht nach Osteuropa und Afrika. Kolping-Sammelware hat einen sehr guten Ruf, hier wird oft erstklassige Kleidung eingesammelt.

Kolping Fassenacht macht Spaß: Wir schaffen das!

Ideenreichtum, flotte Musik, Witz und Tanz prägten den „Kolping-Karneval“ am Schwerdonnerstag im Pfarrzentrum am Europaplatz. Die Kolpingsfamilie St. Martin hatte traditionsgemäß „für umme“, also bei freiem Eintritt, eingeladen und ein voll besetztes Haus war der Lohn für die Aktiven. Das Motto zeugte von Aktualität: "Kolping Fassenacht - Wir schaffen das!" Die tanzende Fastnacht mit der Kindergarde der Funken Rot-Weiß Koblenz unter Leitung von Hannah Grosch und Bianca Grosch-Mogendorf machte den Anfang. Die „Schängelcher“ waren erstmals bei der Fastnacht in der Lahnsteiner Südstadt mit von der Partie. Scharfzüngig machte sich Protokoller Thomas Schneider einen Reim auf das Welt- und Stadtgeschehen. Beispiel gefällig?: „Der Kreissaal im Lisbeth-Krankenhaus bleibt frei, echte Lahnsteiner gibt’s jetzt nur noch in der Bäckerei“ oder „Auf dem Rheinquartier wird ein Osterfeuer entfacht, wat en Quatsch, bei uns wird’s Osterfeuer immer noch an der Kirch gemacht.“ Die Mehrgenerationen-Tanzgruppe des Niederlahnsteiner Carneval Verein (NCV) unter Leitung von Sandra Unkelbach performte eine Hommage an Udo Jürgens. Eine Augenweide mit viel Energie und Dynamik. Der Saal staunte, sang und summte mit. „Blättern statt Blubbern“ war angesagt bei Ulrike Schneider und Stephan Otto. Die Augen der Narrenschar hingen an den beeindruckten Texten der beiden Blätterkünstler. Stephan nahm einen gehörigen Schluck Druckerschwärze aus der Pulle, damit er nicht mehr so bleich wirkte. Urige Fastnacht geht auch wortlos. Brasilianische Rhythmen gaben der Tanzgruppe des Möhnenclubs Immerfroh „Hip4Hop“ den Takt vor. Ein Glanzlicht in punkto Tanz und Kostümen. Das Solo-Tanzmariechen des Carneval Comite Oberlahnstein (CCO), Kelly Carey, lockte nach ihrer  ausdrucksstarken Darbietung mit viel Esprit Jubelstürme bei den Zuschauern hervor. Tanzende Kniegesichter trieben das Stimmungsbarometer weiter in die Höhe. Dahinter verbargen sich die Mitarbeiter des Pfarrhausteams. Beim Ballett der Kniescheiben zum Radetzky-Marsch machten auch die Pfarrer Sturm und Barth mit. Was passiert, wenn es im Rundfunk zu Wellensalat kommt, zeigten Yvonne Akkermanns, Tanja Breitenbach, Heike Fuß und Meike Müller in ihrem lustigen Sketch.  Das Narrenvolk lauschte dem Wortwitz der über die Ätherwellen kam. Das Publikum hob oder senkte die Daumen bei den Spaßvögeln Schild und Schneider, die zum Gag-Contest einluden. Das Narrenvolk begab sich dankbar auf die Suche nach den Pointen. Prinz Michael IV. von der pfiffigen Feder mit Lahno-Rhenania Silke I. waren mitsamt Entourage gekommen und verliehen unter anderem an den Ehrenbürger und gleichzeitiges Kolping-Ehrenmitglied Karl-Heinz Otto den Prinzenorden. Selbige gab‘s auch für Mathe-Musikus Elmar Schmitz und Ex-Prinz Klaus Hohenbild, die souverän durch das Programm führten. Eine tolle Premiere beim „Kolping-Karneval“ feierten Olli Krech, der immer wieder einen tanzbaren Riemen „auf die Orgel“ schmiss und Gerd Stein, der locker mit der Gitarre die Stimmungsknaller erklingen ließ. Beide sorgten dafür, daß das Tanzbein geschwungen werden konnte. Ein Duo, dass sich gefunden hat! Mit dem Orden für besondere Verdienste um den „Kolping-Karneval“ wurde in diesem Jahr Wolfgang Eibel, stellvertretend auch für alle Helferinnen und Helfer „hinter den Kulissen“, ausgezeichnet.

 

 

 

Christian Lindner zu Gast bei

"Kolping im Gespräch"

Lahnstein. Als brillanter Redner entpuppte sich der FDP Bundesvorsitzende Christian Lindner, der im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kolping im Gespräch“ im Pfarrzentrum am Europaplatz zu Gast war. Der Moderator Thomas J. Scheid fühlte dem 36jährigen Politiker aus Düsseldorf auf den Zahn. Auch das zahlreich, mit über 100 Personen erschienene Publikum hatte Gelegenheit, Fragen zu stellen. Lindner verurteilte in seinem Eingangsreferat die barbarischen Morde von IS-Terroristen in Paris und gedachte der Opfer und ihrer Angehörigen. Die Mörder wollten eine Radikalisierung und Destabilisierung der Gesellschaft. Lindner hegte die Hoffnung, „dass wir aus der Trauer die Kraft schöpfen, Freiheit zu verteidigen.“  Er sprach sich dagegen aus, das Konzept der inneren Liberalität jetzt zu opfern. Freiheit dürfe man nicht für Sicherheit opfern. Er wehrte sich auch dagegen, die derzeitige Flüchtlingskrise zu polarisieren. Wir sollten nicht verkennen, dass die Flüchtlinge vor dem IS in Syrien oder dem Iran fliehen und in Deutschland Schutz und Frieden suchten. Zwischen grenzenloser Willkommenskultur und reaktionärer Abschottungspolitik müsse es einen Mittelweg geben, welchem er das Wort redete. Es gäbe eine solidarische Verpflichtung gegenüber Menschen auf der Flucht. Lindner: „Wir sind solidarisch, aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt.“ Er forderte ein modernes Einwanderungsrecht für Deutschland. Gerade eine große Koalition habe die Chance, nun so etwas auf den Weg zu bringen. Ein Einwanderungsrecht, welches klare Wege aufzeige und den Einwanderern Orientierung gebe. Die hier lebenden Flüchtlinge bräuchten einen strukturierten Alltag, eine schnelle Ausbildung zum Beispiel in einem Handwerksberuf sei gut. Er dankte allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich großartig in der Flüchtlingsarbeit engagierten. In seinem Vortrag streifte Lindner auch die Bildungspolitik und konstatierte, dass Deutschland hier nur Mittelmaß sei. Während die jungen Menschen auf dem Pausenhof mit „Whats App“ surften, ginge es in den Klassenräumen danach zurück in die „Kreidezeit“.  Dass 80.000 junge Menschen in Deutschland überhaupt keinen Abschluss hätten, nannte er einen Skandal. Niemand sei ohne ein Talent geboren worden. Christian Lindner sprach sich dafür aus, den Zeitpunkt des Ruhestandes selbstbestimmt wählen zu dürfen, vorausgesetzt man falle dann nicht in die Grundsicherung. Die Menschen sollten Autoren ihrer eigenen Biografie sein. Er zeigte sich als leidenschaftlicher Verfechter vom TTIP Freihandelsabkommen mit Amerika und sprach sich gegen eine Vereinheitlichung der Krankenversicherung durch ein Bundesamt für Gesundheit aus. Im Wortspiel „Was fällt Ihnen ein zu…“ mit Thomas J. Scheid zeigte sich Lindner äußerst Schlagfertig. Kolping-Vorstandsmitglied Markus Schild überreichte der „Politi-Prominenz in der Provinz“ ebenso ein Weinpräsent wie dem gut vorbereiteten und aufgelegten Moderator. Als Lindner auf die Weinflasche sah, freute er sich über die „Elf Prozent“, die er seiner Partei wohl auch im Jahr 2017, dem Jahr der nächsten Bundestagswahl, wünscht. Der Abend war eine schöne Gelegenheit, einen TV-Talk-Show erfahrenen Politiker einmal aus nächster Nähe zu erleben.

Die orange-schwarze Suppentafel

Da stimmte einfach alles: Das Wetter, die Menschen, die Stimmung, die Suppen und das Spendenergebnis! Am Jubiläums-Einheits-Feiertag lud die Kolpingfamilie St. Martin vor der Martinskirche zur orange-schwarzen Suppentafel ein. Nach dem Glockenschlag von elf Uhr wurde mit einem Gebet begonnen. Kolping-Köchinnen und Köche "zauberten" am heimischen Herd 13 verschiedene, leckere Suppen, die für einen guten Zweck vollständig ausgelöffelt wurden. Von der Kürbissuppe über die Pizzasuppe, von der Graupensuppe über die Erbsensuppe bis zur vegetatischen Kartoffelsuppe. Das Büffett war stets dicht umringt, über 100 waren extra gekommen zum "Mitessen" für die gute Sache. Aus dem Erlös kann die Sozial- und Entwicklungshilfe des Internationalen Kolpingwerkes den Kleinbauern im afrikanischen Burundi, einem der ärmsten Staaten der Erde, nunmehr 18 weitere Ziegen zur Verfügung stellen. Mit dem Verkauf von selbstgemachter Marmelade mit der Bezeichnung "Kolpings Traum" durch unser Mitglied Ulrike Schneider kamen insgesamt knapp über 900 Euro als Spendenergebnis zusammen. Die Ziegen geben guten Dung für eine nachhaltige, bessere Bewirtschaftung der Ackerböden und wertvolle Milch für die Kinder in den Kleinbauernfamilien. Die Zicklein als Nachwuchs werden an andere, bedürftige Kleinbauernfamilien weitergegeben. Unter strahlend blauem Himmel - Danke an "Wettergott" Petrus - sah die lange Tafel unter dem Kirchturm super aus. So mancher der zufällig vorbeikam fühlte sich direkt eingeladen und löffelte gerne mit. Nach zwei Stunden waren alle Suppen leergegessen und die Mägen gesättigt. Auch so geht "auswärts essen", diesmal ganz solidarisch mit Menschen auf diesem Erdenball, denen es nicht so gut geht. Danke den Suppen-Herstellern und Danke allen Spenderinnen und Spendern.

"Familie und Solidarität erleben", ist das Motto im 150. Jubiläumsjahr unserer Kolpinggemeinschaft überschrieben. In Sachen Solidarität hat die Kolpingfamilie 2015 wahrlich "Farbe bekannt". Denn beim Kolping-Gedenktag, bei der Jubiläums-Schifffahrt im Mai, bei der Kollekte im Festgottesdienst im Juni und bei der Suppentafel im Oktober wurden insgesamt über 2.800 Euro gesammelt und für Burundi insgesamt 56 Ziegen zur Verfügung gestellt. Ein hervorragendes Ergebnis der Solidarität.

Tolles Jubiläumswochenende

„Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder...“ Ein tolles Jubiläumswochenende feierte die Kolpingfamilie St. Martin anlässlich der 150. Wiederkehr des Gründungsdatums als Katholischer Gesellenverein Oberlahnstein 1865. Der Salhofplatz wurde zur Kolping-Bühne. Von 230 Mitgliedern waren 150 in irgendeiner Art und Weise aktiv mit eingebunden, das begann beim Backen eines Kuchens und endete noch lange nicht beim „Dienst“ im Getränkestand. Selten war die Gesamtheit der Kolpingmitglieder so stark mit eingebunden. Die Kolpingfamilie wollte bewusst die Lahnsteiner Bevölkerung beim Jubiläumsfest mit einbinden. Trotz aller Arbeit: Das Feiern kam nicht zu kurz.

Herz, Schmerz und dies und das...

Der Spannungsbogen des Wochenendes war gut gewählt. „Stars und Sternchen der Schlagerszene“ nicht nur für die Senioren bei SWR 4 „Wir bei Euch“ am Freitagabend. Patrick Lindner beispielsweise brachte die Stimmung mit „Herz, Schmerz und dies und das...“ auf den Punkt. Die wenigen Regentropfen, welche an diesem Abend aus den dichten Wolken kamen, waren die Freudentränen derjenigen, die früher die Kolpingfamilie „lebten“ und so im Himmel mitfeierten. Immerhin: Mehr als vier Generationen fühlen sich am Rhein-Lahn-Eck den Ideen und Idealen des Priesters Adolph Kolping verpflichtet. Das wahre Alter sah man weder Lena Valaitis noch Ingrid Peters an. Welcher Jubiläumsverein bekommt schon ein Jubiläumsständchen wie „Ein schöner Tag“ live von der Originalinterpretin dargeboten? Ingrid Peters aus dem Saarland rockte die Bühne mit einem Abba-Medley. Chapeau! Ihr merkte man förmlich die Freude an, welche sie mit dem Live-Gesang hat. Ob mit Jonathan Zelter am letzten Frühlingstag 2015 auf dem Lahnsteiner Salhofplatz ein neuer Schlagerstern am Firmament aufgegangen ist, bleibt abzuwarten. Seine nachdenklichen, selbstgetexteten und komponierten Songs kamen jedenfalls sehr gut an und sind Chartstürmer in Radio-Hitparaden. Der ehemalige Kastelruther Spatz aus Südtirol, Andreas Fulterer, zeigte sich volksnah. Nach seinem Auftritt mit samtweicher Stimme kaufte er sich einen Getränkebon und zog von Stand zu Stand, um für sein Weihnachtskonzert zu werben. Als Patrick Lindner auf den Biertisch stieg, hielt es kaum noch jemanden auf den Sitzen, so bricht ein Schlager-Stimmungsvulkan aus. Große Freude hatten nicht nur die Kolping-Senioren, sondern auch der „Treff 81“ und die Bewohner aus dem Edith-Stein-Haus St. Goarshausen. Künstler, die man sonst nur aus der Flimmerkiste kennt, einmal hautnah erleben. Die neunköpfige fantastische Band „Ikarus“ aus dem baden-württembergischen Raum begleitete alle Künstler live und spielte „gegen den Regen“. Am Samstag, 29. August 2015 wird „Wir bei Euch“ aus Lahnstein im Radio gesendet. (SWR 4) Kolping-Mitglied Stefan Otto fungierte als technischer Leiter für die Open-Airs. Er brachte das Kunststück fertig, das kostenpflichtige Veranstaltungsgelände mit Bauzäunen „zuzumachen“. Für das Catering waren Caterine und Günter Krämer sowie tags drauf Ulrike Schneider zuständig. Dennis Otto hatte die Verhandlungen mit Getränkelieferanten geführt.

De Räuber: Nicht nur am Eigelstein is Musik, sondern auch am Hexenturm

Weiter ging es am Samstag mit der fünfköpfigen Mundartgruppe „De Räuber“. Sie gehören zum sogenannten „Kleeblatt der musikalischen Fastnachtsszene“ und wurden in Lahnstein durch das Ex-Hohn Ralle Rudnik an der Gitarre verstärkt. Die Sänger Torben Klein und Charly Brand zeigten harmonisch, wie ein „Generationswechsel“ in einer Band vonstatten zu gehen hat. Sie wechselten sich ab. Sang Frauenschwarm Torben den Hit „Meine Kleine“, so wusste der Ur-Räuber Charly beispielsweise mit dem Walzer „Wunderbar“ zu gefallen. „Ja ist denn schon Karneval?“ fragte sich der ein oder andere, als „Denn wenn et Trömmelche jeht..“ angestimmt wurde. Ein 150jähriger Geburtstag – vom Menschen normalerweise nicht zu erleben - ist wie Weihnachten, Ostern und Karneval an einem Tag! Manch Lahnsteiner Zeitgenosse staunte nicht schlecht, ob der vielen Ohrwürmer, welche die Räuber in den 24 Jahren ihres Bestandes aus der Taufe gehoben haben. Über zwei Stunden boten die Räuber „was für’s Herz“, was zum Schunkeln, was zum hüpfen, was zum mitsingen und was zum mitklatschen. Der ein oder andere Konzertbesucher war am Sonntag heiser. Die Band selbst war vom Ambiente und der überaus guten Stimmung in Lahnstein angetan. Sie spielten mit Blick auf den Hexenturm. Ihr Auftritt war ehrlich, authentisch und gut gelaunt, ihr eigener „Spaß an der Freud“ kam „rüber“. Keine unnahbaren Stars, sondern „Lück wie ich und du“. Ein Fanclub von der anderen Rheinseite, aus Spay, hatte große Freude, die Fastelovendsband mal in unmittelbarer Nachbarschaft, in der „Helau-Zone“, zu erleben. Vor den „Räubern“ waren die „Local-Heroes“, die „Lohnschdener Zores Band“ auf der Bühne. Als sie ihren Gig mit dem „Brauchtum“ beendeten, waren Zugabe-Rufe zwangsläufig. Eigentlich selten für eine Vorgruppe, was aber auch zeigt, wie qualitativ gut diese Formation ist. Sie intonierten so manchen Rock-Klassiker mit großer Spielfreude. Schon am Samstagabend waren übrigens Kolping-Abordnungen aus Wiesbaden, Deggendorf an der Donau, Castrop-Rauxel, der Kolping-Geburtsstadt Kerpen, Mendig, Braubach und Nievern zum feiern vor Ort. Übrigens: Eingeläutet wurden die Auftritte durch das Glockenspiel am Salhof. So was gibt es nur in Lahnstein.

Eine Kolpingfamilie ist wie ein Puzzle

Die Farben schwarz-orange dominierten am Sonntag das Straßenbild von Lahnstein. 53 Kolping-Banner aus nah und fern wurden beim Bannermarsch getragen. Die Bannerabordnungen trafen sich zunächst zum Gedenken an den seligen Adolph Kolping vor der Kolping-Büste am Adolph-Kolping-Ufer. Fremdenverkehrs-wirksam legte just zu diesem Zeitpunkt auch der Raddampfer „Goethe“ an. Ralf Schneider erinnerte bei der Statio am Rhein an das Leben und Wirken des seligen Adolph Kolping. 14 Priester feierten den Gottesdienst in der St. Martinskirche mit, die drei Kirchenchöre von Lahnstein, St. Martin harmonierten großartig und stimmten unter anderem „Oh happy day“ an. Hauptzelebrant war der Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes, Ottmar Dillenburg. Sein Wunsch an die Kolpingfamilie St. Martin: „Macht weiter!“ Anhand von riesigen Puzzle-Teilen, welche zum Kolping-Zeichen aus Holz zusammengesetzt wurden, wurde verdeutlicht, wie vielseitig und generationen-umspannend das Leben in einer Kolpingfamilie ist. Die Gläubigen in der vollbesetzten Kirche hatten ein schönes Wiedersehen mit ehemaligen Lahnsteiner Pfarrern und Kaplänen. Das Blasorchester der Kolpingfamilie Oberwesel begleitete den Bannermarsch durch das sonnige Lahnstein. Viele Mitglieder und Gottesdienstbesucher schlossen sich voller Stolz an.

Ein Festkommers, der nicht langweilig war

In der Stadthalle wurde der Kolpingfamilie durch Jutta Schaad aus Offenbach (Diözese Mainz) im Namen des Kolping-Bundesverbandes das große „Ehren-Diplom“ überreicht. Adalbert Dornbusch sprach in Vertretung des Schirmherrn, Oberbürgermeister Peter Labonte, und die Rhein-Lahn-Nixe Christina I. sowie Günther Groß und Vorstandsmitglieder des Kur- und Verkehrsvereins überreichten den Hexenkrug an die Kolpingfamilie St. Martin. Besonders Kinder und junge Familien sollten nicht zu kurz kommen beim Familientag am Sonntag in der Stadthalle: Aus dem orangefarbenen Kolping-Kampagnen-Mobil wurde die Hüpfburg aufgebaut und ein Riesen-Jenga, beides betreut von Peter Stein und Jungkolping-Mitgliedern. Mitarbeiter der katholischen Kindertagesstätten und der katholischen öffentlichen Bücherei boten Basteln und Schminken an und Zauberer „Alfredo“ Michel hatte seine Auftritte vor staunenden Kinderaugen im Konferenzraum. Günter Krämer, der ruhende Pol im Jubiläums-Festausschuss, moderierte in der Halle souverän und gut gelaunt. Stefan Fink, der Diözesanvorsitzende, stellte eindrucksvoll unter Beweis, daß er in Wiesbaden ein toller Büttenredner ist. Kirchenkabarettist Heri Lehnert lud mit seinen Gedanken ein ums andere mal zur Gripsgymnastik ein. Das war kein „platter Witz“, sondern viel Bedenkenswertes aus Kirche und Politik mit spitzer Zunge und vor allen Dingen „staubtrocken“ vorgetragen. Zwischen den Musikstücken der Kolpingkapelle Oberwesel und der Suppeneinnahme ging es mitten im Saal auf eine bebilderte Kolping-Zeitreise mit vielen bekannten Gesichtern. Schön, dass Markus Schild am Info-Tisch im Foyer unter anderem die Frage gestellt wurde: „Wie kann man bei Euch Mitglied werden?“ Für über 50jährigen aktiven Dienst als Bannerträger wurde Kurt Zimmermann besonders ausgezeichnet. Er will nach dem Jubiläum das Amt in jüngere Hände legen. Mit dem Festredner hatten die Verantwortlichen eine gute Wahl getroffen: Diakon Willibert Pauels war eine Stunde mit Humor und Witzen und auch mit Ernsthaftem und ganz Persönlichem zum Thema Depression so präsent, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Immer wieder ging er auch auf das Vorbild Adolph Kolping ein. Ein Witz von Tünnes und Schäl vermag manchmal mehr über das Auferstehungserlebnis der Christen auszusagen, als seitenlanges Studium in schlauen Büchern. Der „Bergische Jung“ ist eine Mischung aus „Pater Brown“ und „Don Camillo“ – nein -: Er ist Willibert Pauels, eben selbst ein Original!

Über 45 Kuchenspenden aus der gesamten Bevölkerung sorgten dafür, dass niemand hungrig den Heimweg antreten musste. Brigitte Laumann hatte hierfür die Organisationsfäden in der Hand, Rita Schröder warb tüchtig im Seniorenkreis um Kuchen.

Das große Jubiläumsfest wurde nur ermöglicht dank der Spendenbereitschaft der Stadt Lahnstein, sowie der Sparda-Bank, der Volksbank Rhein-Lahn, der Nassauischen Sparkasse, der Süwag, der Dachdeckerfirma Heimbach, der Krombacher Brauerei und dem Entgegenkommen von Freiwilliger Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz.

„So geht Jubiläum“, resümierte der erste Vorsitzende, Axel Laumann, geschafft aber total glücklich und auch stolz auf das Team der vielen Helferinnen und Helfer. Ein Geburtstagsfest für das Geschichtsbuch der Kolpingfamilie, ein Gemeinschaftserlebnis, welches hoffentlich nachhaltig bleibt und die große Wirkungskraft katholischer Verbände für die Kirche und die Gesellschaft unterstrich. Für Laumann bewahrheitete sich der Ausspruch Adolph Kolpings: „Wir können viel, wenn wir nur nachhaltig wollen, wir können Großes, wenn tüchtige Kräfte sich vereinen.“

Viele, viele Bilder sind auf der extra-Side auf dieser Homepage eingestellt.

Jubiläumswochenende gestartet

Unser Jubiläumswochenende hat begonnen. Schlagerstars brachten bei der Radioproduktion von SWR 4 "Wir bei Euch" Stimmung auf den Salhofplatz. Über 300 Besucher waren begeistert in einem Mix aus Wolken und Regen. Die Sonne hatten die Schlagerfreundinnen und -freunde, die teilweise von weit her angereist waren, in ihren Herzen. Alle Künstler sangen live, begleitet von der neunköpfigen Showband "Ikarus" und stellten samt und sämtlich unter Beweis, daß sie gut bei Stimme sind. "Eisbrecher" war Andreas Fulterer. Der charmante Südtiroler zauberte mit romantischen Songs wie "Donna Blue" südländisches Flair unter den Hexenturm. Als Fulterer vom Lebenslauf Adolph Kolpings erfuhr, gab er Preis, daß auch er als Handwerker einst seinen Mann stand als Parkettleger. Andreas Fulterer hatte überall auf dem Festgelände ein offenes Ohr für seine Fans und lud alle ein, auch mal eines seiner Weihnachtskonzerte zu besuchen. Von ihm wird man in Zukunft sicher noch einiges hören: Jonathan Zelter kam mit seinen teilweise nachdenklichen, selbstgetexteten Songs gut an. Die Menge auf dem Salhofplatz erlebte mit dem jungen Mann aus Wittlich einen aufgehenden Stern am Schlagerhimmel. Zelter begleitete sich selbst auf dem Piano. Noch jede Menge "Drive" hat Ingrid Peters aus dem Saarland. Seit den 70er Jahren ist sie gut im Geschäft. Man spürte förmlich, wie gerne sie live singt, begleitet von einer tollen Band. Sie wirbelte und tanzte über die Bühne. "Komm doch mal rüber" oder - nicht nur für alle Niederlahnsteiner - "Über die Brücke gehn" wurden textsicher vom Auditorium mitgesungen. Mit dem Abba-Medley stellte die vielseitig von der Muse geküsste unter Beweis, daß sie so viel mehr kann. Lena Valaitis versprühte Charme. Die "Grande Dame" des deutschen Schlagers sang sich mit "Ein schöner Tag" in die Herzen der jubilierenden Kolpingfamilie. Nicht nur unsere Mitglieder freuten sich über dieses live dargebotene Ständchen. Mit einem Augenzwinkern wurde ein neuerer Song "Heute scheint mal die Sonne" aufgenommen. Der Ohrwurm "Ob es so oder so oder anders kommt" war allen irgendwie immer noch präsent. Da konnte man mitsingen: So geht Schlager!  Ein Stimmungsvulkan aus München brach aus, als Patrick Lindner nicht nur die "Herz-Schmerz-Polka" anstimmte. Beim "Schneewalzer" wurde mitgeschunkelt und von New York aus ging es über Lahnstein zu den Sternen. Volksnah zog es den gut gelaunten Interpreten auf die Brauereibank mitten ins Publikum. Rainer Pleyer aus Koblenz hatte die souveräne Moderation der Sendung, welche am Samstag, 29. August 2014 in SWR 4 zu hören sein wird. Hinter der Bühne erhielten alle Mitwirkenden eine Flasche Kolping-Wein als Andenken. Schön, daß so viele Mitglieder aus dem Seniorenkreis "Kolping Ü 60" mitfeierten und schön, daß es auch dem "Treff 81" und den Behinderten aus dem Edith-Stein-Haus St. Goarshausen so gut gefiel. Bilder vom ersten Jubiläumstag folgen in der kommenden Woche.

Bilder vom Jubiläumswochenende gibt es auf der speziellen Seite zum Jubiläum auf dieser Homepage!

Mit der Ministerpräsidentin auf Tuchfühlung

Zwei Sternstunden erlebte die Kolpingfamilie St. Martin im Pfarrzentrum am Europaplatz. In einer öffentlichen Veranstaltung, dem Start der Veranstaltungsreihe "Kolping im Gespräch" war die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, zu Gast. Es war eine interessante und amüsante Veranstaltung zu gleich, die "Landesmutter" blieb keine Antwort schuldig. Charmant und äußerst authentisch stellte sie sich den Fragen des gut vorbereiteten Diplom-Politiologen Thomas J. Scheid, selbst Mitglied der Kolpingfamilie St. Martin, und auch den Fragen aus dem Publikum. Zunächst jedoch würdigte sie ausführlich das Werk Adolph Kolpings und stellte die Bedeutung des Ehrenamtes, auch in der Kolpingfamilie St. Martin, heraus. Gbit's einen schöneren Jubiläums-Glückwunsch, als von der Ministerpräsidentin des Landes höchstpersönlich? Nicht nur der Kolping-Vorsitzende Axel Laumann, in der ersten Reihe sitzend, war stolz, sondern alle Mitglieder zeigten sich erfreut, als Malu Dreyer von einer Flamme der Begeisterung sprach, welche Adolph Kolping einst entzündete. Dem Startschuß der Veranstaltungsreihe wohnten unter anderem auch Günter Kern, Staatssekretär, der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises Frank Puchtler, der Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein, Peter Labonte sowie Präses Pfarrer Armin Stum bei. Über das weltoffene, tolerante und soziale Rheinland-Pfalz sprach Malu Dreyer in ihrem Eingangsstatement. Aktuell stellte sie die vorbildliche Willkommenskultur heraus, die von vielen "runden Tischen" in vielen Kommunen des Landes mit Flüchtlingen gelebt wird. Dies sei anders und viel besser, als vor 10 oder 15 Jahren. Auch das Land Rheinland-Pfalz brauche Zuwanderung, um der demographischen Entwicklung gerecht zu werden. Sie dankte allen, die bürgerschaftliches Engagement einbringen, damit man gut leben kann in Rheinland-Pfalz. Spannend wurde es, als sie sich in einem Wort-Assoziazionsspiel den Fragen von Thomas J. Scheid stellte unter der Devise "Was fällt Ihnen ein zu...." Recht umfänglich beantwortete sie die eine oder andere Frage. In ihrer Freizeit unternehme sie am liebsten Waldspaziergänge mit ihrem Mann oder gehe ins Kino. Zur "K-Frage" in der SPD-Spitze gab sie aktuell die Empfehlung aus, "zu schweigen". Sie sprach sich für weitere politische Schritte gegen den Bahmlärm im Mittelrheintal aus und gab zu, daß das Thema "Windenergie" ein schwieriges Feld sei mit Befürwortern und Gegnern gleichermaßen. Auf keinen Fall gäbe es nach den nächsten Wahlen eine Koalition mit den Linken, die ihrer Einschätzung nach sowieso nicht in den Landtag kommen, weil Rheinland-Pfalz sozial sei. Sie stellte auch klar, daß die SPD grundsätzlich für eine Mittelrheinbrücke sei, dies jedoch in den letzten Koalitionsverhandlungen nicht habe durchsetzen können, auch zugunsten anderer wichtiger Verkehrsprojekte im Land. Dem aus Kamp-Bornhofen stammenden Innenminister Roger Lewentz attestierte sie ein gutes Krisenmanagement rund um die Ereignisse mit der Schiersteiner Brücke. Gefragt nach Papst Benedikt meinte sie: "Ich bin froh, daß wir jetzt mal Papst Franziskus haben". Wer, wenn nicht er, sei ihrer Einschätzung nach in der Lage, Reformen in die katholische Kirche zu bringen. Anschaulich berichtete sie von einer Audienz beim Papst. Sie nahm Stellung zu Publikumsfragen, welche sich um die Themen wie Pflege in Altenzentrem ("wir sind dabei, uns für einen neuen Pflegebegriff einzusetzen, der nicht mehr alles nach fest vorgegebenen Zeiten bemisst"), das Bestattungsrecht oder auch Welt-Gerechtigkeit drehten. "Kolping im Gespräch" hatte einen tollen Start, wer diese Veranstaltung nicht besuchte - sicherlich blieben einige wegen des Champions-League-Halbfinales mit den Bayern zuhause - hat etwas verpasst. Zum Thema Fußball meinte sie, daß sie den rheinland-pfälzischen Bundesligisten die Daumen drücke in ihrem Kabinett aber erstaunlicher Weise auch Bayern-Fans habe. Nach Veranstaltungsende bestand für viele die Gelegenheit ein persönliches Gespräch mit Malu Dreyer zu führen. Sie schüttelte viele Hände, stand für Fotos bereit und trug sich auch in das Jubiläums-Gästebuch der Kolpingfamilie St. Martin ein. Sie bedankte sich für den schönen, gemeinsamen Abend in Lahnstein. Dazu trug sicherlich auch der gekonnt agierende Moderator Thomas J. Scheid bei, der allen Helferinnen und Helfern der Kolpingfamilie St. Martin für die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung ausdrücklich dankte.

Gut 40 Prozent unserer Mitglieder im 150. Jubiläumsjahr Foto: Derdzinski

ANDERE LIEDER WOLL(T)EN WIR SINGEN

 War der gregorianische Gesang bis zum zweiten vatikanischen Konzil die einzig wahre Kirchenmusik, so war das zweite Vatikanum auch der "Türöffner" für das sogenannte "Neue Geistliche Lied". In einer einzigartigen Veranstaltung feierte die Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin nun 50 Jahre Neues Geistliches Lied, früher auch gerne "Sacro-Pop" genannt. Zum Mitfeiern gekommen waren Musiker mit ihren Instrumenten, die vom neuen geistlichen Lied geprägt wurden bzw. es durch eigene Kompositionen und Texte auch heute noch prägen. Der Liedermacher und Pianist Dietmar Fischenich gehört zu diesen Personen. Die Urbesetzung von Vox Juventutis mit Peter Auras, Gaby Auras und Manfred Heilscher erzählte auf dem Talk-Sofa wie in Lahnstein alles begann. Hier war der damalige Jugendpfarrer Gerd Linz ein ganz starker Impulsgeber. Teilweise zehn junge, begeistere Leute machten bei "Vox Juventutis" mit. Zur Musik - damals nur in der Niederlahnsteiner Barbarakirche erlaubt - kam auch die inhaltliche Gestaltung von Gottesdiensten. Teilweise recht provokant wurde auf Themen, wie die Hungerkatastrophe in Biafra aufmerksam gemacht. In Jimi-Hendrix-Manier wurden bekannte Kirchenlieder verfremdet. Die Moderatoren berichteten in ihrer Zeitreise auch von den Gegnern des Neuen Geistlichen Liedes, unrespektierlich auch als "Poesie der Gartenzwerge" betitelt. Der damalige Oberlahnsteiner Pfarrer, Paul Hergenhahn, gehörte zu diesen Gegnern. Gernot Schauren erzählte Markus Schild von "Shalom" und den etwas rockigeren "Ichthos". Vielen Musikern hat Gernot die "Flötentöne" beigebracht, so auch der Kirchenband "Spirit". Dietmar Fischenich begann seine NGL-Zeit bei "Arcanum" in Lahnstein, heute schreibt und komponiert der in St. Goarshausen tätige Gemeindereferent Lieder, die zum Beispiel bei der Eröffnungsveranstaltung des Katholikentages in Mannheim gespielt wurden oder von der bekannten Kölner Gruppe "Ruhama" interpretiert werden. Dietmar Wittenstein demonstrierte, warum das Neue Geistliche Lied früher von einigen als "Klampfenkatholizismus" bezeichnet wurde. Er hatte seine E-Gitarre mitgebracht und sang mit dem Chor der Caritas-Werkstatt für Behinderte unter anderem den Clemens Bittlinger Song "Aufstehen, aufeinander zugehen". In kurzen Blitzlichtern wurden die Biographien von Protagonisten des NGL, wie Ludger Edelkötter, Thomas Laubach oder Eugen Eckert vorgestellt. Monika Friedrich aus Koblenz-Niederberg von der "Pfarrverbänd" griff in die Saiten und stellte ein neues Lied vor. Ulrike Schneider befragte den Talk-Gast, auch zu den Teilnahmen der Gruppe bei Katholikentagen. Jeder Talkgast hatte die Möglichkeit, dem Publikum sein Lieblingslied zu präsentieren. Das Publikum selbst wählte aus 84 verschiedenen Liedtiteln seine eigene Hitparade. Der Song "Ins Wasser fällt ein Stein" gewann vor den Titeln "Von guten Mächten wunderbar geborgen" und "So ist Versöhnung". Die anwesenden Musiker verstanden es prächtig, die gewählten sechs besten Titel in verschiedenen Sessions ganz spontan zu spielen. Die Zuschauer hielten ob dieser handwerklich und musikalischen Leistung nicht den Atem an, sondern waren mit Leib und Seele ganz bei Stimme. Gewürzt wurde die Infotainment-Show mit Filmeinspielern aus einer NGL-Chartshow. Hier war es insbesondere Fernsehjournalist Peter Frey, der noch einmal die Bedeutung des verstorbenen Komponisten Peter Jannssens für dieses Musikgenre herausstellte. Alle Talk-Gäste sprachen davon, was ihrer Einschätzung nach aus den "Aufbrüchen" vor 50 Jahren geworden ist. Viele Neue Geistliche Lieder werden sich auch im neuen Gotteslob wiederfinden, daß im Herbst 2013 erscheinen soll. Sie alle gaben der Hoffnung Ausdruck, daß sich immer wieder junge Leute finden mögen, die zum Lobpreis Gottes zeitgemässe Lieder am Altar spielen werden.

Angefügt noch eine kleine zusammenfassende Bilderpräsentation
Andere Lieder woll(t)en wir singen.pdf
PDF-Dokument [625.2 KB]

Der Devotionalientisch

 Aufgebaut im Pfarrzentrum war übrigens ein lang gezogener "Devotionalientisch", das "Neue Geistliche Lied" entsprechend. Da waren etliche Langspielplatten ausgestellt von Peter Janssens, Ludger Edelkötter oder auch Akzente. Unter anderem die Platte zum Kolping-Jugendtag 1973 in Köln "Handeln, nicht behandelt werden" mit dem Titel "Ein Hallelujah für Dich" genauso wie die Edelkötter-Kolpingjugend-Platte mit dem Titelm "Eine Brücke lasst uns bauen". Da lag die Single-Platte von "Danke", mehrere Beatmessen und die "Mundorgel", das Liederheft, welches von der evangelischen Jugend CVJM vor ebenfalls 50 Jahren veröffentlicht wurde. Da waren CDs von Gruppen, wie "Ruhama" oder "Habakuk" ebenso wie ein Pfarrbrief von Lahnstein, St. Martin (Oberlahnstein) vom Sommer 1971, wo Paul Hergenhahn über die "Beatmesse" in Hofheim herzieht. Da war auch noch das Einladungs-Poster vom Kölner Kolping-Jugendtag. Auch eine einmalige Zusammenstellung. Eine tolle Zeitreise.

 Für Statistiker - Die Top Ten

 Der Ordnung halber hier nun die NGL-Hitparade, wie sie von den Besuchern der Veranstaltung zusammengestellt wurde:

1.) "Ins Wasser fällt ein Stein"

2.) "Von guten Mächten wunderbar geborgen"

3.) "So ist Versöhnung"

4.) "Eingeladen zum Fest des Glaubens"

5.) "Da berühren sich Himmel und Erde"

6.) "Ein Licht in Dir geborgen"

7.) "Danke für diesen guten Morgen"

8.) "Laudate omnes gentes"

9.) "Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer"

10.)"Keinen Tag soll es geben"

 Gesammelt für die "Vortour der Hoffnung"

 Mitte August 2013 startet die sogenannte "Vortour der Hoffnung" in Lahnstein. Mehr oder weniger prominente Zeitgenossen radeln für einen guten Zweck, nämlich die Kinderkrebshilfe. Der Vorstand der Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin hat den Beschluss gefasst, bis dahin bei allen öffentlichen und auch nicht öffentlichen Gemeinschaftsveranstaltungen die "Spendenbüx" rundgehen zu lassen. Und so wurde bei "Andere Lieder wollten" wir singen" erstmals gesammelt. Da die Büchsen verschlossen sind, kann ein Spendenergebnis erst im August, vor der Übergabe durch den ersten Vorsitzenden, Axel Laumann, veröffentlicht werden.