Herzlich willkommen bei der Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin

So also sah das offizielle Jubiläumsplakat aus. Das Plakatstudio Brötz in Koblenz-Horchheim hat ganze Arbeit geleistet! Danke.
...so feierte die Kolpingfamilie St. Martin ihr Festwochenende zum 150jähmhrigen Jubiläum im Juni 2015. Ein einmaliges Festwochenende, welches Zeichen setzte.

 "Quarks und co." in Vallendar

Ein spannendes Familien- Bildungs- und Begegnungswochenende verbrachte die Kolpingsfamilie St. Martin im „Haus Wasserburg“ in Vallendar. Gruppenleiterin und Vorstandsmitglied Yvonne Akkermans hatte das Wochenende unter das Motto: „Quarks und co.“ gestellt und mit einem Team die Vorbereitung und Durchführung übernommen. So ging es um physikalische und chemische „Wunder“ und so manch einer konnte sein Halbwissen oder Wissen unter Beweis stellen. Jung und alt erfreuten sich an den Experimenten zum Mit- und Nachmachen, welche zeigten, dass man eigentlich nie im Leben auslernt. Man lernte auch berühmte Physiker im geschichtlichen Kontext ihrer Erfindungen kennen. Im Labor brodelte, qualmte und zischte es… Sonntags wurde der gut besuchte Gottesdienst in der Kirche mit den Pallottinern besucht, jene Eucharistiefeier für ausgeschlafene ChristInnen, die sowieso auch von vielen Lahnsteinern gut angenommen wird. Erfreulich war wieder die große Zahl von Kindern und Jugendlichen, die sich am Wochenende beteiligten.

Bezirks-Familientag in Nievern

Der Bezirks-Familientag der Kolpingfamilien im Bezirsverband Rhein-Lahn fand am Maifeiertag in Nievern an der Lahn statt. Die dortige Kolpingfamilie war ein guter Gastgeber und kredenzte Leckeres vom Grill sowie aus den heimischen Backöfen, nämlich mittags auch tollen Kuchen. Jeder erhob beim Treffen das Sektglas und prostete dem Kolping-Singkreis der Kolpingfamilie Nievern zu seinem taggenauen 25jährigen Jubiläum zu. Die Fotos zeigen Wanderer der beiden Lahnsteiner Kolpingfamilien sowie eine kleine Abordnung der KF St. Martin mit dem Bezirksvorsitzenden, Peter Bertram.

Gerüchte, Gerüchte mit treuen Besuchern

Regelmässig besuchen Mitglieder der Kolpingfamilie St. Martin die Theateraufführungen der Kolpingsfamilie Kärlich unter der dortigen Pfarrkirche. In diesem Jahr führten die Laienschauspieler wieder einmal exzellent die spannend humorvolle Komödie "Gerüchte, Gerüchte" auf. Der Reinerlös aus dem Eintrittskartenverkauf kommt sozialen Projekten in Mülheim-Kärlich und Umgebung sowie auch der Bolivienhilfe des Bistums Trier zugute. Helga Schmidt von der Kolpingfamilie St. Martin besuchte im zwölften Jahr in unterbrochener Reihenfolge die Theateraufführung. Dafür dankte ihr Vorstandsmitglied Claudia Schild bei der Abfahrt auf dem Lahnsteiner Salhofplatz.

Helga Schmidt (rechts) ist treue Theaterbesucherin. Claudia Schild (links) dankt ihr dafür.

Knapp 13 Tonnen Altkleider gesammelt

Ein großer Erfolg war wieder einmal die Frühjahrs-Altkleider-Straßensammlung, welche die beiden Lahnsteiner Kolpingfamilien in allen Stadtteilen Lahnsteins durchführten. Die Mitglieder der Kolpingfamilie St. Martin waren wieder einmal mit Sammelfahrzeugen der Dachdeckerfirma Heimbach unterwegs. Die Kolping-Mitglieder Manuela und Bernd Krinninger stellten hierzu dankenswerter Weise vier LKWs zur Verfügung. Gut auch, daß es während des Einsammelns der Kleidersäcke nicht regnete. Bereits im Vorfeld hatten eifrige und fleißige Kolping-Mitglieder nahezu sämtliche Briefkästen in Lahnstein mit Kolping-Sammelsäcken der Kolping-Recycling GmbH bestückt. Der riesiege LKW wurde dann auf dem Niederlahnsteiner Marktplatz beladen. Als Zielort für die Sammelware nannte der LKW-Fahrer den Textil-Sortierbetrieb in Polch in der Eifel. Genau diesen Betrieb wird die Kolpingfamilie St. Martin übrigens am Kirmesmontag 2016, also im September, besichtigen. Aus dem gesamten Rhein-Lahn-Kreis kamen übrigens PKWs zum Marktplatz, die Sammelware abgaben. Der Erlös der Sammlung wird übrigens der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung in Köln zugeführt. Wieder einmal bewahrheitete es sich, daß solch eine Sammlung ohne den aktiven Einsatz der Kolpingjugend überhaupt nicht möglich wäre. Axel Laumann, der Vorsitzende der Kolpingfamilie St. Martin gab folgende "Faustformen" für eine gelungene Sammlung in einer 18.000 Einwohner großen Stadt aus: "Du brauchst 20 Personen von jeder Kolpingfamilie, also insgesamt 40 Leute am Sammeltag, und dann klappt es". Damit sind sowohl die Einsammler in den Straßen auf den Fahrzeugen wie auch die Verlader auf dem Marktplatz und die fleißigen Frauen gemeint, welche für ein schmackhaftes Open-Air-Frühstück für die Helferinnen und Helfer sorgen. Diesmal hat die Personenzahl wieder gestimmt und so war der LKW mit knapp 13 Tonnen gutwertiger Kleidung gegen 13 Uhr bestückt. Danke allen Spenderinnen und Spendern aus der Bevölkerung und Danke und "Vergelt's Gott" allen Helferinnen und Helfern, von jung bis alt. "Viele Hände - schnelles Ende" wurde einmal mehr erfolgreich durchgespielt.

 

Ein Teil der vielen Helferinnen und Helfer, welche zum Gelingen der Kleider-Straßensammlung beitrugen.

Treue Mitglieder geehrt

Lahnstein. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Kolpingfamilie St. Martin wurden im Pfarrzentrum am Europaplatz langjährige, treue Kolping-Mitglieder besonders ausgezeichnet. Der Vorsitzende Axel Laumann und Arno Jaster, zuständig für die Mitgliederbetreuung, überreichten Urkunden und Präsente. Stolze 65 Jahre ist Gerhard Zmelty „Kolpingbruder“. Zu einer Zeit als die Kolpingfamilie noch Gesellenverein hieß, nämlich vor 60 Jahren traten Herbert Kurth, Richard Wagner und Kurt Zimmermann der Gemeinschaft bei. 1956: Da gab es nur ein Fernsehprogramm, wurde noch samstags gearbeitet, gab es keine Computer und keine Handys. Damals waren nur Männer im Gesellenverein. Franz-Josef Höflich feiert 50jährige Mitgliedschaft. Ulrike Schneider und Marie-Theres Persch wurden für 40jährige Mitgliedschaft geehrt. Urkunden für 25 Jahre Treue konnten Wilhelm, Uschi, Tatjana und Boris Reuter sowie Markus Schild in ihren Händen halten. Die Ehrung der Familie Reuter steht beispielhaft dafür, daß die Kolpingfamilie ein generationsübergreifender Verband ist.
In seinem Jahresbericht ließ der Vorsitzende das umfangreiche Jubiläumsjahr mit den Großveranstaltungen, teilweise unter freiem Himmel, noch einmal Revue passieren. Das150jährige Jubiläum wird als „Meilenstein“ in die Geschichte der Kolpingfamilie eingehen. Extra hierfür zu Gast waren u.a. die religiöse Schriftstellerin Andrea Schwarz sowie die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer. Auch der Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes, Ottmar Dillenburg, weilte am Rhein-Lahn-Eck. Laumann bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben. Im sozialen Bereich konnten Kleinbauern in Burundi dank der Spendenbereitschaft aus Lahnstein 56 Ziegen anschaffen. Aus dem Erlös des Fairen Frühstücks (285 Euro) wurden die Projekte der Arbeitsgemeinschaft Für Eine Welt e.V. unterstützt. Für soziale Initiativen wurden auch wieder zwei Kinderkleider- und Spielzeugbasare durchgeführt. Yvonne Akkermans verlas den Kassenbericht. Für den Seniorenkreis „Kolping Ü 60“ gab Arno Jaster einen Bericht ab. Nach wie vor treffen sich die Senioren an jedem dritten Donnerstag eines jeden Monats, meistens zu Halbtagesbusfahrten zu interessanten Zielen in der näheren Umgebung. Der Kreis der „Kümmerer“ hat sich hier vergrößert. Zwei Jungkolpinggruppen kommen regelmäßig mit vier Gruppenleitern zusammen. Die jungen Menschen sind eine Hoffnung für die Zukunft der Gemeinschaft. Axel Laumann wurde als Vorsitzender wiedergewählt. Er leitet seit 2009 die Geschicke des katholischen Sozialverbandes im Stadtteil Oberlahnstein. Johann „Hansi“ Dausenau kandidierte nicht mehr als zweiter Vorsitzender. In dieses Amt wurde Dennis Otto gewählt. Hansi wurde für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit gedankt. Als Beisitzer im Vorstand wurden Peter Stein und Arno Jaster bestätigt. Auch Wolfgang Geißler, der seinen Rücktritt vom Amt des Beisitzers bekannt gab, wurde für seine Tätigkeit im Vorstand  ausdrücklich gedankt. Marion Gutwein und Monika Kriechel wurden zu Kassenprüferinnen gewählt. Der Versammlung voraus gegangen war ein Gemeinschaftsgottesdienst mit Präses, Pfarrer Armin Sturm, in welchem auch der verstorbenen Mitglieder der Kolpingfamilie gedacht wurde.

Ehre, wem Ehre gebührt: Treue Kolping-Mitglieder wurden ausgezeichnet.

Wer wird das 250. Mitglied?

Aktuell hat unsere Kolpingfamilie St. Martin 247 Mitglieder. Noch nie in der Geschichte des Gesellenvereines Oberlahnstein bzw. der späteren Kolpingfamilie St. Martin ging die Zahl der Mitglieder über 250. "Wir haben die Chance, ein einmaliges Erlebnis mitzubekommen und warten nun auf Mitglied 250, welches wir auch besonders ehren möchten", so Axel Laumann der Vorsitzende des Sozialverbandes am Rhein-Lahn-Eck. 40 Euro kostet der Jahresbeitrag für ein Einzelmitglied, 56 Euro für ein Ehepaar und 68 Euro für Familien mit Kindern bis 17 Jahre. Moderate Beiträge. Damit unterstützt man die gute Arbeit eines international vernetzten Verbandes, der viel Gutes tut. Von der Sozial- und Entwicklungshilfe in Lateinamerika, Afrika oder Asien über das Jugendwohnen in deutschen Kolping-Hotels bis zur überbetrieblichen Berufsausbildung in Kolping-Berufsausbildungswerken. Leibhaftig spürt man das Gemeinschaftsfeeling in der Kolpingfamilie vor Ort: Bei Ausflugsfahren, der Gebetsstunde für den Frieden im Januar, bei der Karnevalsfeier, der Karfreitags-Besinnungswanderung, der Familien-Sternwanderung am Maifeiertag, Theaterbesuchen, Bücherbasaren, dem Kirchweihfest, Kleider- und Spielzeugbasaren, bei einem Familien- Bildungs- und Begegnungswochenende, bei gemeinsamen Kleidersammlungen, bei Podiumsdiskussionen sowie der Gesprächsreihe "Kolping im Gespräch", bei einem fairen Frühstück, Kolping-Gedenktag, Sommer-Radeltouren oder einer Adventsfeier. Kolping-Gemeinschaft erfährt man/frau in einer Kindergruppe, einer Jugendgruppe, den jungen Familien oder dem Seniorenkreis "Kolping Ü 60" mit Unternehmungen an jedem dritten Donnerstag eines jeden Monats. Eine Kolpingfamilie versteht sich an der Schnittstelle zwischen Kirche und Gesellschaft. Programmgestalter sind "Kümmerer", können grundsätzlich Du ind Ich sein. Eine Kolpingfamilie orientiert sich immer noch an den Grundsätzen der katholischen Soziallehre, denn Besseres gibts immer noch nicht! Über 400.000 Menschen weltweit in mehr als 68 Ländern der Erde in über 3.000 Kolpingfamilien bekennen sich noch heute zu den Ideen des "Gesellenvaters" und selig gesprochenen Priesters Adolph Kolping. Wir freuen uns, wenn auch Du Dich entscheidest, Mitglied unserer Gemeinschaft zu werden. Anmeldungen sind bei Arno Jaster bzw. jedem Vorstandsmitglied möglich. Wir sind ein generationsübergreifender Verband von drei bis 93! Komm doch auch zu Kolping - Erlebe Gemeinschaft! Kolping-Mitglieder erhalten viermal jährlich das "Kolping Magazin" sowie das "Blickpunkt Kolping". Kolping-Mitglieder beweisen alleine mit ihrer Mitgliedschaft Solidarität! Deine Willenserklärung zur Mitgliedschaft kannst Du übrigens auch auf dieser Homepage, nämlich auf der Seite "Kontakt und Quiz" ganz konkret bekunden! Wir freuen uns über Deine/Ihre mail. (Kolping-Mitglieder duzen sich...)

 

Karfreitags-Besinnungswanderung fragte:

Wo bist Du, Gott? - Wo bist Du, Mensch?

Lahnstein. Ein geistig spiritueller Fixpunkt im Jahresprogramm der Kolpingsfamilie St. Martin sind die jährlichen Besinnungswanderungen am Karfreitag. In diesem Jahr ging es durch Münstermaifeld, einen hübschen Ort in der vorderen Eifel. Startpunkt war die ehemalige Stiftskirche Sankt Martin und Sankt Severus. Marie-Theres Persch stellte das „Maifeldmünster“, ein großer, imposanter Kirchenbau, vor. Die erste Erwähnung als Stiftskirche geht auf das Jahr 905 zurück. Ralf Schneider, der die Teilnehmer begrüßte, spielte zur Einstimmung unter anderem das Lied „Die Vision“ von Peter Janssens mit einer nachdenkenswerten Textzeile: „Kommunismus oder Gottesreich, das ist doch gleich“. Der Text geht auf den bekannten, noch lebenden Befreiungstheologen Ernesto Cardenal aus Nicaragua zurück. Matthäus und Heike Kohl, die jedes Jahr extra aus Flörsheim angereist kommen, trugen einen Text vom Priester Lothar Zenetti vor und verteilten ein Gebetsbild zum Motto der Besinnungswanderung: „Wo bist du, Gott? – Wo bist du, Mensch?“  Catherine und Günter Krämer luden ein, ein modernes Gemälde von Sieger Köder mit Jesus und Simon von Cyrene, der als Kreuzträger hilft, zu betrachten. An einer Station wurde an das Leben des Heiligen Franziskus erinnert und dazu der Song „Leichtes Gepäck“ von der Popgruppe „Silbermond“ gespielt. Ulrike Schneider sprach aktuelle Gebetstexte des diesjährigen Jugendkreuzweges und Markus Schild erinnerte an das Leid und die Not von Flüchtlingen. Die Teilnehmer gedachten auch der Opfer und Angehörigen der feigen terroristischen Anschläge von Brüssel und stellten auch hier die Frage: „Wo bist Du, Gott?“  Das Leiden und Sterben Jesu Christi wurde ein ums andere Mal anschaulich in die Jetztzeit transferiert. Auch heute gibt es genug Gründe, zu trauern und zu klagen. Schicksalsschläge, wie Krankheiten im persönlichen Umfeld oder Gewalt  und Krieg weltweit lassen unwillkürlich die Frage nach Gott aufkommen. Bei der Wanderung wurde ein großes Holzkreuz vorneweg getragen. Dieses ward einst aus dem Treibgutholz des Rheines zusammengezimmert. Rund 40 Teilnehmer aus allen Altersgruppen beteiligten sich an der Besinnungswanderung bei unwirschen Witterungsverhältnissen.  Sie trotzen dem Regen und der Kälte. Sollte der Weg ursprünglich über Wiesen und Felder gehen, so taten die Organisatoren gut daran, aufgrund des schlechten Wetters ausschliesslich Asphalt unter die Füße zu nehmen.

Brauereibesichtigung

Als Dankeschön für die Mithilfe bei den Feierlichkeiten zum 150jährigen Jubiläums der Kolpingfamilie St. Martin im vergangenen Jahr fand nun eine Brauereibesichtigung in der größten Privatbrauerei Deutschlands im westfälischen Krombach im Siegerland statt. Nach einem Besuch im 180 Grad-Panorama-Kino ging es vorbei an spannenden Erlebnisstationen und durch einen Raum der Sinne. Die Faszination des Bierbrauens wurde live erlebt. Man erfuhr viel übers Brauen, Gären und Lagern sowie Filtrieren. Kromacher Pils ist das meistverkaufte Pils Deutschlands. Im Durchschnitt werden in der Brauerei 5,5 Mio. Flaschen Krombacher täglich befüllt. Täglich verlassen 500.000 Kisten die Brauerei. Nach so viel Wissen über die handwerkliche Braukunst wurde dann natürlich auch probiert. Im Brauereiausschank ging es feuchtfröhlich hoch her mit westfälischem Schinken, Gürkchen und Brustubenbrot sowie natürlich den verschiedenen Bierprodukten des Unternehmens, vom frischen Pils über das Weizen bis zur Fassbrause.

Spieleabend

Im Pfarrzentrum am Europaplatz hatte die Kolpingfamilie zum Frühjahrs-Spieleabend für jung und alt eingeladen. Einige waren der Einladung gefolgt und spielten Schach oder auch das Spiel des Jahres von 1989, also einen echten Klassiker, der auch heute nichts von seiner Aktualität verloren hat, nämlich "Cafe International". Ein abwechslungsreicher, schöner Abend, welcher im Herbst 2016 seine Fortsetzung finden wird. Der Termin für den nächste Spieleabend wird rechtzeitig veröffentlich.

Kolping-Podiumsdiskussion - Einmal mehr ein "Renner"

Am Sonntag, 13. März 2016 wird ein neuer rheinland-pfälzischer Landtag gewählt. Einer guten Tradiition folgend hatten die beiden Lahnsteiner Kolpingfamilien St. Martin und St. Barbara in einer Gemeinschaftsveranstaltung die Spitzenkandidaten des Wahlkreises 8 zu einer Podiumsdiskussion im Gemeindehaus Niederlahnstein eingeladen. Der Saal war "rappelvoll", einmal mehr verstand es unser Mitglied Thomas J. Scheid den Kandidaten auf den Zahn zu fühlen. Es bliebt für das Wahlvolk auch ausreichend Gelegenheit, eigene Fragen an die Kandidaten zu stellen. Schwerpunkte der Diskussion waren die Infrastruktur im Weltkulturerbe Mittelrheintal, vor allen Dingen die oftmals geforderte Rheinbrücke, und die Asylproblematik. Zum Schluß gaben alle Kandidaten ihre Tipps für Erst- und Zweistimmen ab. Interessant war auch wieder das "Spiel" von Thomas J. Scheid, vorformulierte Sätze in kurzen Worten zu vervollständigen. Im Zusammenhang mit dem Wahlsonntag veröffentlichen die beiden Kolpingfamililen gemeinsam mit den Pfarrausschüssen von St. Martin und St. Barbara im "Rhein-Lahn-Kurier" einen Wahlaufruf. Darin wird dazu aufgerufen, demokratisch legitimierten Parteien seine Stimme zu geben und nicht populistische Parteien oder "Alternativen" zu wählen, die ihren Wahlkampf auf dem Rücken von Flüchtlingen ausführen und sogar einem Schießbefehl an den Grenzen das Wort reden. Auch im neuen "Blickpunkt Kolping", dem Mitteilungsorgan der Kolpingfamilie St. Martin wird diesbezüglich "Tacheles" geredet. Sagt's auch allen Freundinnen und Freunden weiter: Fallt nicht auf die "Rattenfänger" rein, die braune Politik mit blauer Farbe verkaufen....

Thomas J. Scheid (rechts) und sein technischer Helfer, Hans Dausenau (links)

Kolping Fassenacht macht Spaß: Wir schaffen das!

Ideenreichtum, flotte Musik, Witz und Tanz prägten den „Kolping-Karneval“ am Schwerdonnerstag im Pfarrzentrum am Europaplatz. Die Kolpingsfamilie St. Martin hatte traditionsgemäß „für umme“, also bei freiem Eintritt, eingeladen und ein voll besetztes Haus war der Lohn für die Aktiven. Das Motto zeugte von Aktualität: "Kolping Fassenacht - Wir schaffen das!" Die tanzende Fastnacht mit der Kindergarde der Funken Rot-Weiß Koblenz unter Leitung von Hannah Grosch und Bianca Grosch-Mogendorf machte den Anfang. Die „Schängelcher“ waren erstmals bei der Fastnacht in der Lahnsteiner Südstadt mit von der Partie. Scharfzüngig machte sich Protokoller Thomas Schneider einen Reim auf das Welt- und Stadtgeschehen. Beispiel gefällig?: „Der Kreissaal im Lisbeth-Krankenhaus bleibt frei, echte Lahnsteiner gibt’s jetzt nur noch in der Bäckerei“ oder „Auf dem Rheinquartier wird ein Osterfeuer entfacht, wat en Quatsch, bei uns wird’s Osterfeuer immer noch an der Kirch gemacht.“ Die Mehrgenerationen-Tanzgruppe des Niederlahnsteiner Carneval Verein (NCV) unter Leitung von Sandra Unkelbach performte eine Hommage an Udo Jürgens. Eine Augenweide mit viel Energie und Dynamik. Der Saal staunte, sang und summte mit. „Blättern statt Blubbern“ war angesagt bei Ulrike Schneider und Stephan Otto. Die Augen der Narrenschar hingen an den beeindruckten Texten der beiden Blätterkünstler. Stephan nahm einen gehörigen Schluck Druckerschwärze aus der Pulle, damit er nicht mehr so bleich wirkte. Urige Fastnacht geht auch wortlos. Brasilianische Rhythmen gaben der Tanzgruppe des Möhnenclubs Immerfroh „Hip4Hop“ den Takt vor. Ein Glanzlicht in punkto Tanz und Kostümen. Das Solo-Tanzmariechen des Carneval Comite Oberlahnstein (CCO), Kelly Carey, lockte nach ihrer  ausdrucksstarken Darbietung mit viel Esprit Jubelstürme bei den Zuschauern hervor. Tanzende Kniegesichter trieben das Stimmungsbarometer weiter in die Höhe. Dahinter verbargen sich die Mitarbeiter des Pfarrhausteams. Beim Ballett der Kniescheiben zum Radetzky-Marsch machten auch die Pfarrer Sturm und Barth mit. Was passiert, wenn es im Rundfunk zu Wellensalat kommt, zeigten Yvonne Akkermanns, Tanja Breitenbach, Heike Fuß und Meike Müller in ihrem lustigen Sketch.  Das Narrenvolk lauschte dem Wortwitz der über die Ätherwellen kam. Das Publikum hob oder senkte die Daumen bei den Spaßvögeln Schild und Schneider, die zum Gag-Contest einluden. Das Narrenvolk begab sich dankbar auf die Suche nach den Pointen. Prinz Michael IV. von der pfiffigen Feder mit Lahno-Rhenania Silke I. waren mitsamt Entourage gekommen und verliehen unter anderem an den Ehrenbürger und gleichzeitiges Kolping-Ehrenmitglied Karl-Heinz Otto den Prinzenorden. Selbige gab‘s auch für Mathe-Musikus Elmar Schmitz und Ex-Prinz Klaus Hohenbild, die souverän durch das Programm führten. Eine tolle Premiere beim „Kolping-Karneval“ feierten Olli Krech, der immer wieder einen tanzbaren Riemen „auf die Orgel“ schmiss und Gerd Stein, der locker mit der Gitarre die Stimmungsknaller erklingen ließ. Beide sorgten dafür, daß das Tanzbein geschwungen werden konnte. Ein Duo, dass sich gefunden hat! Mit dem Orden für besondere Verdienste um den „Kolping-Karneval“ wurde in diesem Jahr Wolfgang Eibel, stellvertretend auch für alle Helferinnen und Helfer „hinter den Kulissen“, ausgezeichnet.

 

 

 

Spende aus dem "Fairen Frühstück" überreicht

Eine liebgewordene Tradition in der "fairen Stadt Lahnstein" ist inzwischen das herbstliche "Faire Frühstück", zu welchem die Kolpingfamilie St. Martin jährlich ins Pfarrzentrum am Europaplatz einlädt. In großer Runde kommen fair gehandelte Artikel auf den Frühstückstisch, welche allesamt im "Eine Welt Laden" in der Frühmesserstraße gekauft werden können. Die Teilnehmer am Frühstück geben eine Spende. Der Arbeitsgemeinschaft Für Eine Welt e.V. Lahnstein konnten jetzt wieder 285 Euro im Eine Welt Laden überreicht werden. Den Spendenscheck übergaben die "Kümmerer" der Kolpingfamilie, Claudia und Karl-Heinz Hatterscheid an die Schatzmeisterin der AG Für Eine Welt, Brunhilde Knöll. Dabei waren auch der Vorstizende der AG Für Eine Welt, Hans Rothenbücher sowie sein Stellvertreter, Bernhard Kilbinger und der Kolping-Vorsitzende Axel Laumann. Das Spendenergebnis hätte noch besser sein können, wenn angemeldete Personen zum großen Frühstück auch gekommen wären. So wurde bei der Scheckübergabe auch über die Verbindlichkeit von Anmeldungen gesprochen. Die Arbeitsgemeinschaft führt die Spende den Projekten zu, welche langfristig von ihr gestützt werden: Die Kinderambulanz in Ouahigouya, das Centro Cultural Massis in Bolivien, ein Krankenhaus in Tanzania, das Waisenhaus in Burkina Faso (Sterntaler) und die Fundacao Terra von Pater Airton in Brasilien. Auch 2016 wird es im November wieder ein "Faires Frühstück" geben.

Alles über Engel im Seniorenkreis

Beim heimeligen "Adventsstündchen" im Pfarrzentrum am Europaplatz für den Seniorenkreis "Kolping Ü 60" standen die Engel im Mittelpunkt der Betrachtungen. Die himmlichen Gottesboten wurden in anschaulichen Texten zur Besinnung näher gebracht.  Ulrike und Ralf Schneider sowie Markus Schild trugen die Texte vor. Pastoralreferent Ralf Cieslik spielte dazu bekannte Lieder auf dem Klavier zum mitsingen. Mit einem gemeinsamen Imbiss wurde das letze Treffen im Jahr 2015 beschlossen.

Kolping-Gedenktag

Das 150. Jubiläumsjahr der Kolpingfamilie St. Martin wurde mit dem traditionellen Kolping-Gedenktag beschlossen. Gefeiert wurde zunächst in der St. Martinskirche ein Gemeinschaftsgottesdienst mit der gesamten Pfarrgemeinde. Gedanken über die "Zeit" und Adolph Kolping und sein Werk standen dabei im Mittelpunkt. "Adolph Kolping - Eine Geschichte mit Zukunft", passend zum 150. Todestag des seligen Sozialreformers. Die musikalische Gestaltung lag wieder einmal in den Händen der fantastischen Sacro-Pop-Gruppe "Jeton" und hervorragender Sängerin. Die Band spielte neue geistliche Lieder im Jazz-Sound und kam zumindest bei den jüngeren Kirchenbesuchern gut an. Beim anschliessenden Solidaritätsessen im Pfarrzentrum gab es unter der Devise "Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt" verschiedene Kartoffel- und Nudelsalate sowie einfache Würstchen. Der Erlös kommt dem Kolpingwerk in Moldawien und der Caritas im rumänischen Tasnad gleichermaßen zugute. 65 Mitglieder und Freundinnen und Freunde waren beim Solidaritätsessen dabei. Vorsitzender Axel Laumann ging in seiner Ansprache noch einmal besonders auf dei Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums ein. Er dankte allen Vorstandsmitgliedern und Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern für ihren ehrenamtlichen Einsatz mit einem kleinen Präsent. Er vermeldete auch, daß im vergangenen Jahr neun Personen neu in die Kolpingfamilie eingetreten sind. Bereits am Freitag war übrigens auch eine Abordnung aus der Kolpingfamilie St. Martin in der Kölner Minoritenkirche als Bischof Kardinal Rainer Maria Woelki dort einen Gottesdienst anlässlich des 150. Todestages von Adolph Kolping feierte. Die Predigt kann über die Internet-Seite vom Dom-Radio angeschaut werden.

Ganz beschlossen ist das Jubiläumsjahr übrigens doch noch nicht. Als "Zugabe" gibt es am Donnerstag, 17. Dezember 2015 um 17 Uhr im Pfarrzentrum das "Adventsstündchen" des Seniorenkreises "Kolping Ü 60". Hier kommen die vielen älteren Mitglieder aus der Kolpingfamilie auch mit einem Abendimbiss auf ihre Kosten.

100 Mitglieder aus den Kolpingfamilien des Bezirksverbandes Rhein-Lahn waren anlässlich des 150. Todestages von Adolph Kolping in Köln und erlebten die Eucharistie mit dem Kardinal in der Minoritenkirche.

Christian Lindner zu Gast bei

"Kolping im Gespräch"

Lahnstein. Als brillanter Redner entpuppte sich der FDP Bundesvorsitzende Christian Lindner, der im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kolping im Gespräch“ im Pfarrzentrum am Europaplatz zu Gast war. Der Moderator Thomas J. Scheid fühlte dem 36jährigen Politiker aus Düsseldorf auf den Zahn. Auch das zahlreich, mit über 100 Personen erschienene Publikum hatte Gelegenheit, Fragen zu stellen. Lindner verurteilte in seinem Eingangsreferat die barbarischen Morde von IS-Terroristen in Paris und gedachte der Opfer und ihrer Angehörigen. Die Mörder wollten eine Radikalisierung und Destabilisierung der Gesellschaft. Lindner hegte die Hoffnung, „dass wir aus der Trauer die Kraft schöpfen, Freiheit zu verteidigen.“  Er sprach sich dagegen aus, das Konzept der inneren Liberalität jetzt zu opfern. Freiheit dürfe man nicht für Sicherheit opfern. Er wehrte sich auch dagegen, die derzeitige Flüchtlingskrise zu polarisieren. Wir sollten nicht verkennen, dass die Flüchtlinge vor dem IS in Syrien oder dem Iran fliehen und in Deutschland Schutz und Frieden suchten. Zwischen grenzenloser Willkommenskultur und reaktionärer Abschottungspolitik müsse es einen Mittelweg geben, welchem er das Wort redete. Es gäbe eine solidarische Verpflichtung gegenüber Menschen auf der Flucht. Lindner: „Wir sind solidarisch, aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt.“ Er forderte ein modernes Einwanderungsrecht für Deutschland. Gerade eine große Koalition habe die Chance, nun so etwas auf den Weg zu bringen. Ein Einwanderungsrecht, welches klare Wege aufzeige und den Einwanderern Orientierung gebe. Die hier lebenden Flüchtlinge bräuchten einen strukturierten Alltag, eine schnelle Ausbildung zum Beispiel in einem Handwerksberuf sei gut. Er dankte allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich großartig in der Flüchtlingsarbeit engagierten. In seinem Vortrag streifte Lindner auch die Bildungspolitik und konstatierte, dass Deutschland hier nur Mittelmaß sei. Während die jungen Menschen auf dem Pausenhof mit „Whats App“ surften, ginge es in den Klassenräumen danach zurück in die „Kreidezeit“.  Dass 80.000 junge Menschen in Deutschland überhaupt keinen Abschluss hätten, nannte er einen Skandal. Niemand sei ohne ein Talent geboren worden. Christian Lindner sprach sich dafür aus, den Zeitpunkt des Ruhestandes selbstbestimmt wählen zu dürfen, vorausgesetzt man falle dann nicht in die Grundsicherung. Die Menschen sollten Autoren ihrer eigenen Biografie sein. Er zeigte sich als leidenschaftlicher Verfechter vom TTIP Freihandelsabkommen mit Amerika und sprach sich gegen eine Vereinheitlichung der Krankenversicherung durch ein Bundesamt für Gesundheit aus. Im Wortspiel „Was fällt Ihnen ein zu…“ mit Thomas J. Scheid zeigte sich Lindner äußerst Schlagfertig. Kolping-Vorstandsmitglied Markus Schild überreichte der „Politi-Prominenz in der Provinz“ ebenso ein Weinpräsent wie dem gut vorbereiteten und aufgelegten Moderator. Als Lindner auf die Weinflasche sah, freute er sich über die „Elf Prozent“, die er seiner Partei wohl auch im Jahr 2017, dem Jahr der nächsten Bundestagswahl, wünscht. Der Abend war eine schöne Gelegenheit, einen TV-Talk-Show erfahrenen Politiker einmal aus nächster Nähe zu erleben.

 

Kolping-Bezirksversammlung verabschiedete ihren Präses,

Diakon Peter Fischer

Rhein-Lahn. Die über 700 Kolping-Mitglieder aus den Kolpingsfamilien im Bezirksverband Rhein-Lahn setzen auf Kontinuität: Einstimmig wurde der gesamte Bezirksvorstand Rhein-Lahn jetzt in Nievern wiedergewählt. Peter Betram (Nievern)  steht auch in den kommenden drei Jahren an der Spitze des Bezirksverbandes. Sein Stellvertreter bleibt Ferdinand Müller (Lahnstein, St. Barbara). Kassiererin ist Andrea Simon (Nievern), Schriftführerin Ulrike Schneider (Lahnstein, St. Martin) und Jugendvertreter Uwe Friedmann (Nastätten-Schönau). Werner Lui, Hans Probst und Brunhilde Schleicher werden die Kasse prüfen. Einzig das Wahlamt des Bezirkspräses bleibt zunächst vakant, denn Diakon Peter Fischer aus Nastätten-Schönau stellte sich –umzugsbedingt – nicht mehr zur Wahl. Peter Fischer, sehr engagiert in der Eine-Welt-Arbeit des Kolpingwerkes und künftig mit neuer Heimat im Rheingau, wurde feierlich verabschiedet und erhielt aus den Händen des Bezirksvorsitzenden eine Kolping-Stola. Der Bezirksvorsitzende ließ in seinem Jahresbericht das Veranstaltungsjahr Revue passieren, der Bezirksverband trat bei den sehr engagierten örtlichen Kolpingsfamilien nur punktuell in Erscheinung. So zum Beispiel mit einem religiösen Wochenende zu Hildegard von Bingen auf der Kolpingburg „Schönburg“ bei Oberwesel, mit dem Bezirks-Familientag in Kamp-Bornhofen, mit einer Seniorenfreizeit in Daun/Eifel und der Teilnahme am Kölner Kolpingtag. Schon mal „abgesteckt“ wurden die Veranstaltungs-Meilensteine der Zukunft: Gleich zwei Busse des Bezirksverbandes werden am Freitag, 4. Dezember 2015 anlässlich des 150. Todestages von Adolph Kolping nach Köln fahren. Die Teilnehmer dieser Tour werden in der Minoritenkirche an einer Eucharistiefeier teilnehmen, welcher Kardinal Erzbischof Rainer Maria Woelki vorstehen wird. Der Bezirks-Familientag ist am 1. Mai 2016 in Nievern geplant, eine Senioren-Freizeit wird vom 24. Bis 29. April in das Kolping-Familienferiendorf Herbstein/Vogelsbergkreis führen und ein religiöses Wochenende ist vom 25. bis 27. November 2016 geplant. Schon in diesem Dezember werden sich alle Kolpingsfamilien aktiv an der Kinder-Weihnachtspäckchen-Aktion für Tasnad/Rumänien beteiligen, welche wieder von der Kolping-Solidargemeinschaft „Menschen in Not“ initiiert wird. Für bedürftige Erwachsene werden keine Päckchen verschickt, sondern es wird Geld für Lebensmittel gesammelt, die von der Caritas Rumänien auch zur Ankurbelung der Wirtschaft in Tasnad vor Ort gekauft werden. Die Bezirksversammlung begann mit einem Gemeinschaftsgottesdienst, welcher der ehemalige Diözesanpräses, Pfarrer Rainer Sarholz feierte und bei welchem Diakon Peter Fischer predigte. Hier wirkte auch der Kolping-Singkreis Nievern mit ansprechenden, zeitgemäßen Liedvorträgen mit. Beschlossen wurde die Versammlung, zu welcher auch ein von der Kolpingsfamilie Nievern spendierter Imbiss gehörte, mit einer tollen Zaubervorstellung von Gemeindereferent Alfred Michel aus Bad Ems. Zugunsten der medizinischen Betreuung von Menschen in Fabluah/Ägypten lautete sein Programm: „Heiteres- Besinnliches, Wahres- Erfundenes, Zauberhaftes-Verblüffendes“. Der Amateurkünstler verblüffte die Versammlung ein ums andere Mal unter anderem mit seinen Rechenkünsten und hatte als Bonmots so manches lustige Wortspiel auf Lager, welches sich in heiter-zauberhafter Form mit der Situation in der katholischen Kirche befasste. (ts)

 

Der neue und alte Bezrirksvorstand mit dem Bezirkspräses, Diakon Peter Fischer -ganz links.-, der bei der Versammlung in Nievern feierlich verabschiedet wurde.

Kostümbasar ein Erfolg

Mit einem närrischen Kostümbasar machten das Carneval Comite Oberlahnstein und die Kolpingfamilie St. Martin erstmals gemeinsame Sache und sollten Erfolg haben. Über 20 Verkäuferinnen und Verkäufer boten der Narrenschar viele farbenfrohe Kostüme, manchmal in liebevoller Handarbeit selbst hergestellt, an. Sowohl Einzel- wie auch Gruppenkostüme für die nächste Kampagne waren gefragt. Hunderte von Jecken durchschritten die Türen des Pfarrzentrums am Europaplatz und wollten so ihr fastnachtliches Schnäppchen schlagen. Beate Hoffmann und Yvonne Akkermans, die beiden Organisatorinnen der beiden Lahnsteiner Vereine, wollen eine Wiederholung im November 2015 anstreben.

Ehrenmitglied ist jetzt Ehrenbürger

Der langjährige Vorsitzende unserer Kolpingfamilie und das Ehrenmitglied, Karl-Heinz Otto, wurde in einer Feierstunde in der Stadthalle Lahnstein, welche von der Stadt Lahnstein ausgerichtet wurde, nun zum Ehrenbürger der Stadt Lahnstein ernannt. Eine große Ehre für ihn und auch eine Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit des katholischen Sozialverbandes, welcher Otto bereits seit jungen Jahren angehört. Karl-Heinz Otto war Anfang der 1990er Jahre auch der Gründer der Kolping-Solidargemeinschaft Menschen in Not e.V., welche sich um Menschen im ehemaligen Jugoslawien, in Rumänien, in Indien oder auch um Bedürftige vor Ort kümmert. Etliche Hilfstransporte wurden von Otto und seinen Mannen  und Frauen organisiert, Benefizkonzerte für gute Zwecke veranstaltet und Patenschaften übernommen. Darüber hinaus engagiert sich Otto bis heute im Kolping-Seniorenkreis "Ü60" mit Fahrten gegen die Einsamkeit unter der Devise "Lerne Deine Heimat kennen". Bei der Feierstunde sprachen neben Oberbürgermeister Peter Labonte auch Johannes Lauer für die im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen, der Innenminister des Landes Rheinland-Pfalz, Roger Lewentz - derzeit auch Vorsitzender der Innenministerkonferenz Deutschland -, der Generalsekretär des Kolpingwerkes, Deutscher Zentralverband, Ulrich Vollmer, - extra angereist aus Köln -, die Kreisbeigeordnete des Rhein-Lahn-Kreises, Gisela Bertram sowie der Vorsitzende unserer Kolpingfamilie, Axel Laumann. Über 200 Gäste wohnten der Feierstunde bei, darunter viele Mitglieder aus der Kolpingfamilie St. Martin und darüber hinaus aus Kolpingfamilien des Bezirksverbandes Rhein-Lahn. Gekommen war u.a. auch der Ehrenpräses, Winfried Didinger  aus Geisenheim im Rheingau sowie der amtierende Präses, Pfarrer Armin Sturm. Auch der Bezirkspräses, Diakon Peter Fischer, weilte unter den Gästen. Ulrich Vollmer brachte den Kölner Kolpingtag in Erinnerung und verweis darauf, welchen wertvollen Schatz die Ehrenamtlichen innerhalb des Kolpingwerkes darstellen. "Flankiert" wurde die gesamte Feierstunde von Bannerträger Kurt Zimmermann mit dem Kolping-Banner. Passend auch das Lied "Wir sind Kolping", welches von der Chorgemeinschaft Lahnstein gemeinsam mit den Teilnehmern der Feierstunde gesungen wurde.

Die orange-schwarze Suppentafel

Da stimmte einfach alles: Das Wetter, die Menschen, die Stimmung, die Suppen und das Spendenergebnis! Am Jubiläums-Einheits-Feiertag lud die Kolpingfamilie St. Martin vor der Martinskirche zur orange-schwarzen Suppentafel ein. Nach dem Glockenschlag von elf Uhr wurde mit einem Gebet begonnen. Kolping-Köchinnen und Köche "zauberten" am heimischen Herd 13 verschiedene, leckere Suppen, die für einen guten Zweck vollständig ausgelöffelt wurden. Von der Kürbissuppe über die Pizzasuppe, von der Graupensuppe über die Erbsensuppe bis zur vegetatischen Kartoffelsuppe. Das Büffett war stets dicht umringt, über 100 waren extra gekommen zum "Mitessen" für die gute Sache. Aus dem Erlös kann die Sozial- und Entwicklungshilfe des Internationalen Kolpingwerkes den Kleinbauern im afrikanischen Burundi, einem der ärmsten Staaten der Erde, nunmehr 18 weitere Ziegen zur Verfügung stellen. Mit dem Verkauf von selbstgemachter Marmelade mit der Bezeichnung "Kolpings Traum" durch unser Mitglied Ulrike Schneider kamen insgesamt knapp über 900 Euro als Spendenergebnis zusammen. Die Ziegen geben guten Dung für eine nachhaltige, bessere Bewirtschaftung der Ackerböden und wertvolle Milch für die Kinder in den Kleinbauernfamilien. Die Zicklein als Nachwuchs werden an andere, bedürftige Kleinbauernfamilien weitergegeben. Unter strahlend blauem Himmel - Danke an "Wettergott" Petrus - sah die lange Tafel unter dem Kirchturm super aus. So mancher der zufällig vorbeikam fühlte sich direkt eingeladen und löffelte gerne mit. Nach zwei Stunden waren alle Suppen leergegessen und die Mägen gesättigt. Auch so geht "auswärts essen", diesmal ganz solidarisch mit Menschen auf diesem Erdenball, denen es nicht so gut geht. Danke den Suppen-Herstellern und Danke allen Spenderinnen und Spendern.

"Familie und Solidarität erleben", ist das Motto im 150. Jubiläumsjahr unserer Kolpinggemeinschaft überschrieben. In Sachen Solidarität hat die Kolpingfamilie 2015 wahrlich "Farbe bekannt". Denn beim Kolping-Gedenktag, bei der Jubiläums-Schifffahrt im Mai, bei der Kollekte im Festgottesdienst im Juni und bei der Suppentafel im Oktober wurden insgesamt über 2.800 Euro gesammelt und für Burundi insgesamt 56 Ziegen zur Verfügung gestellt. Ein hervorragendes Ergebnis der Solidarität.

Kleider gesammelt

Zugunsten des Kolping-Bildungswerkes im Diözesanverband Limburg fand am letzten Septemberwochenende wieder eine Kleider-Straßensammlung der beiden Lahnsteiner Kolpingfamilien St. Martin und St. Barbara statt. Am ersten Herbstwochenende wurden gut 9 Tonnen Altkleider in allen Lahnsteiner Stadtteilen gesammelt. Die Spendenbereitschaft der Lahnsteiner Bevölkerung war wieder hervorragend. Die Sortierung durch die Kolping Recycling GmbH Fulda soll dafür sorgen, daß besonders gute Stücke auch von Bedürftigen in Deutschland wieder aufgetragen werden können. (Fairerweise weist die Kolpingfamilie darauf hin, daß in Lahnstein vor Ort keine Sortierung stattfindet und wenn jemand die Gewissheit haben möchte, daß seine Kleiderspende auch von einem Bedürftigen in Lahnstein aufgetragen wird, er sich dann besser an den Caritasladen "Anziehpunkt" am Turmplatz wendet. )Eine Kleidersammlung ist grundsätzlich immer ein zweischneidiges Schwert, denn es spricht eigentlich gegen Nachhaltigkeit, daß die Deutschen auch Weltmeister im Kleiderverbrauch sind. Außerdem sollen natürlich in den Ländern Afrikas eine eigene Textilindustrie bestehen bzw. aufgebaut werden  und keine Marktüberschschwemmung mit gebrauchten Klamotten aus Europa vonstatten gehen. Nun ja, die Kolping-Helferinnen und Helfer am Rhein-Lahn-Eck wissen um die grundsätzliche Problematik, finden es aber gut, daß er Erlös der Sammlung unter anderem auch dem Projekt "Jugendwohnen" im Kolping-Hotel Frankfurt zugute kommt.  Die nächste Sammlung wird im Frühjahr 2016 stattfinden. Der Erlös wird dann der Internationalen Adolph Kolping-Stiftung zugute kommen. Das Gute bei der Sozialaktion wie der Kleidersammlung ist das Zusammenspiel von jung und alt. Keine andere Kolping-Veranstaltung dokumentiert so eindrücklich, daß es sich um einen generationsübergreifenden, lebenszeitbegleitenden Sozialverband handelt, bei welchem jung und alt Hand in Hand arbeiten. So sind die Jungen - ohne welche eine solche Gemeinschaftssammlung heutzutage überhaupt nicht mehr möglich wäre - mit ebenso viel Freude und Eifer dabei, wie die "Altgedienten", die beim Verladen der Sammelware auf einen riesigen LKW-Anhänger mit anpacken. Nicht zu vergessen die vielen Kolping-Mitglieder, die im Vorfeld bei Spaziergängen um den Wohnblock systematisch die Sammelsäcke und Handzettel in den Briefkästen der Haushalte verteilen. Großer Dank gebührt auch speziell Bernd Krinninger, dem Mitglieder der Kolpingfamilie St. Martin, welcher wieder uneigennützig die Sammel-LKWs der Dachdeckerfirma Heimbach zur Verfügung stellte.

Mitarbeiter der Firma Heimbach sind bereits am frühen Morgen als ehrenamtliche Helfer mit dabei.
Nur ein Teil der vielen Helferinnen und Helfer bei der Kolping-Kleidersammlung. Im Einsatz waren wohl doppelt so viel Aktive.

Kolpingtag in Köln

150 Jahre nach dem Tode Adolph Kolpings und 15 Jahre nach dem Kolpingtag 2000 stand wieder einmal ein großes Kolpingerlebnis an.  Am dritten Septemberwochenende waren die Farben schwarz-organge in Köln dominierend. Überall sah man in der Stadt, Leute mit Kolpingshirts, Kolpingmützen, -Jacken oder den neuen – extra zum Kolpingtag herausgegebenen „Kolpingschals“. Ungefähr 15.000 Kolpingmitglieder und Freunde machten sich aus ganz Deutschland und einigen angrenzenden  Nationalverbänden auf den Weg nach Köln  zum großen Kolpingtag, der unter dem Motto: „Mut tut gut“ stand. Insgesamt 33 Personen nahmen aus dem Bezirksverband Rhein-Lahn an diesem Großereignis teil, hinzu kamen noch viele Tagesgäste, die sich spontan samstags oder sonntags auf den Weg nach Köln machten.

Das dreitägige Programm begann am Freitagabend mit einer bunten Auftaktveranstaltung in der Lanxess Arena. Unter den Klängen der Big Band der Bundeswehr zogen alle Diözesanbanner zur großen Auftaktveranstaltung in die Arena. Ob der Kolpingdarsteller Maximilian Mann, der Kabarettist Mathias Brodowy oder die Musikgruppe „Baseball“, die den Sound der 50er und 60er Jahre darbot, die Kolpingfreunden aus nah und fern erlebten einen abwechslungsreichen Abend, der für manche noch in einer der zahlreichen Kölschkneipen rund um die Arena ihren Abschluss fand.

In 15 Kirchen rund um die Minoritenkirche, die als geistliches Zentrum den ganzen Samstag lang für Besucher geöffnet war, fand morgens ein Morgenlob statt. Die Texte, Lieder und Gedanken der jeweiligen Präsides, die das Morgenlob leiteten stimmten die Besucher auf den Tag ein. Zum Abschluss erhielt jeder Gottesdienstbesucher einen „Mutjoker“ in Form einer Spielkarte,  – getreu dem Kolpingtagsmotto: „Mut tut gut“. In der Minoritenkirche, in der sich das Grab Adolph Kolpings befindet, war den ganzen Tag das „Allerheiligste“ ausgesetzt, und mit ruhiger Musik, konnte hier auch am Grab Fürbitten und Gebete niedergeschrieben werden, die im Abschlussgottesdienst sonntags einen besonderen Platz fanden. Neben vielen Vorträgen u.a. vom ehemaligen Bundespräses Alois Schröder zum Thema: „Kolping – ein Mensch, der begeisterte“, oder vom ehemaligen Generalpräses Heinrich Festing, der aus seinem Buch: „Erinnerungen – Mit Kolping in der Welt“ las, luden die Veranstalter zu fünf Treffpunkten – sogenannten „Hot Spots“ verteilt in der Stadt ein. Ob es um den Hot Spot „Ehe-Familie, Lebenswege“, den Treffpunkt „Eine-Welt“, den Treffpunkt „Arbeitswelt“, „Kirche und Gesellschaft“, oder den Hot Spot „Junge Menschen“ ging, überall gab es ein buntes Bühnenprogramm und verschiedene Präsentationen von Kolpingdiözesanverbänden, Kolpingfamilien oder Kolping-Berufsbildungwerken. Samstagsmittags begann die große Abschlussaktion mit buntem Bühnenprogramm auf dem Neumark, moderiert von Yvonne Willicks, die Moderatorin der ARD.  Im Andenken an den Verbandsgründer Adolph Kolping, der gelernter Schuhmachergeselle war, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie auch die Bürger von Köln aufgerufen, Schuhe zu spenden. Zum Kolpingtag 2015 haben die Kölner mehr als 22.000 Schuhe für den guten Zweck gespendet! Auch einige Promis haben bei der Aktion „Mein Schuh tut gut“ mitgemacht. Für den guten Zweck trennten sich auch Prominente von ihren alten Tretern. So versteigerte Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker signierte Fußball-Schuhe im Internet. Und auch Papst Benedikt XVI. spendete seine roten Papstschuhe! Dieses Paar soll allerdings nicht recycelt werden. Es wird dem Museum in seinem Geburtshaus in Marktl (Oberbayern) übergeben. Der Erlös der Schuhaktion, wie auch der Versteigerung der Promischuhe kommt dem Sozialprojekt „Blumenberg“ der Stadt Köln zugute. Angesichts des "aktuellen Flüchtlingsdramas" hatte  sich der Kolping-Bundesvorstand entschieden, beim Bundestreffen eine Kundgebung mit dem Titel "Mut zeigen, weil es um unseren Nächsten geht" einzuschieben.  "Unsere Solidarität gilt jenen, die wegen ihrer Religion, Nationalität oder politischen Überzeugung verfolgt werden", so der Verband. Das Grundrecht auf Asyl stehe für Kolping "nicht zur Debatte". Europa brauche ein abgestimmtes Handeln, auch um kriminellen Schlepperbanden das Handwerk zu legen. Die internationale Staatengemeinschaft forderte der Verband auf, diesen Fluchtursachen entschieden entgegenzutreten.

Bei der Abendveranstaltung freuten sich die Teilnehmer auf eine erneute Aufführung des Musicals „ Kolpings Traum“.  Die Produktion war etwas ganz Besonderes: Neben den Original-Hauptdarstellern waren das Symphonic Pop Orchestra aus Berlin und der Sound of Music Chor aus Wuppertal von der Partie. Alle Kolpingtagsteilnehmenden erlebten einen  unvergesslichen und genussvollen Musical-Abend, mit „Gänsehautfeeling“. Für die Jugend und Junggebliebenen endete der Abend nach dem Musical noch lange nicht, sie feierten im Foyer der Arena bis früh am Morgen.

Am Sonntagmorgen fand die Abschlussveranstaltung mit Eucharistiefeier unter dem Motto: „Schenk der Welt ein menschliches Gesicht“  statt. Eröffnet wurde die Abschlussveranstaltung mit einem großen Bannereinzug der Banner aller teilnehmenden Kolpingsfamilien und Bezirksverbänden. Mehr als 600 Banner zogen in Viererreihen in die Arena ein. Auch die Banner aus Lahnstein St. Martin, St. Barbara, Nievern und Nastätten waren in der Arena vertreten. In einem abwechslungsreichen Programm wurden Mut machende Menschen und Projekte aus dem Kolpingverband vorgestellt. Die Abschlussveranstaltung wurde u.a. vom Kolpingmusicaldarsteller Maximilian Mann moderiert. Die anschließende Eucharistie mit dem Erzbischof Reiner Maria Kardinal Wölki und vielen Konzelebranten wurde musikalisch begleitet von der Musikgruppe Ruhama und dem Bläsersyndikat aus Köln. In seiner Predigt gab der Kölner Kardinal allen Gottesdienstbesuchern mit auf dem Weg: „Wir zeigen all denen die rote Karte, die Deutschland und Europa mit alten Parolen retten wollen.“ Alle Teilnehmer erhielten am Eingang zur Arena einen „Mut-mach-Spiegel“ Während des Gottesdienstes sang Maximilian Mann  "Schenkt der Welt ein menschliches Gesicht".  Und weiter hieß es: "Steht auf und gebt der Welt ein Lebenszeichen!", forderte er die Menge auf. Die Menschen in der Halle erhoben sich alle von ihren Plätzen und erlebten wieder einmal ein Gänsehaut-Feeling ! Mit einem Treu Kolping endete ein wunderbares Kolpingerlebnis, das viele beglückende Begegnungen und Eindrücke bei den Teilnehmern hinterlässt. Vieles wird noch lange nachklingen und vielleicht auch das ein oder andere in der örtlichen Arbeit seinen Wiederklang finden.

 

 

Kirmes mit Kolping

Das Kirchweihfest entwickelte sich leider mal wieder zur „Regen-Kirmes“. Am Samstag „hielt“ das Wetter noch und es war angenehm warm. Großer Andrang herrschte beim Bücherbasar vor der Martinskirche, organisiert von der Kolpingjugend St. Martin. Es mögen wieder an die 1.000 Bücher gewesen sein, welche zur Auswahl standen dank der Spendenbereitschaft der Lahnsteiner Bevölkerung. Vom dicken Bildband bis zum Taschenbuch-Krimi, vom Buch aus der Zeit der Jahrhundertwende bis zum noch verpackten Bestseller, die „Bücherwürmer“ kamen auf ihre Kosten und schlugen so manches Schnäppchen. Wer suchte, der wurde ganz nach seinem Geschmack fündig. Von der Biografie bis zur Heimatliteratur. Anlässlich des 150jährigen Jubiläums war es einer Abordnung der Kolpingfamilie St. Martin vorbehalten, den Fassbieranstich im Festzelt der Gesellschaftlichen Vereinigung 1924 zur Eröffnung der Kirmes durchzuführen. Dennis Otto gelang das Novum, mit nur einem Schlag den Gerstensaft aus dem hölzernen Fass zu locken. „Kolping kommt von Können“ scherzte ein Witzbold dazu. „O zapft is“, hieß es dann am Rhein zu den Klängen des Fanfarenzuges der Turngemeinde Oberlahnstein. Die Kolpinger wiesen darauf hin, daß die „24er“ im Jahre 1924 aus dem Gesellenverein Oberlahnstein hervorgegangen sind. Jupp Bodenstein und einige seiner Freunde war die programmatische Arbeit des Gesellenvereins damals eben zu wenig gesellig. Der Vorsitzende der „24er“, Michael Zapp, überreichte den Kolpingern eine Urkunde und ein kleines Geldpräsent zum Jubiläum. Er fand lobende Worte für die Arbeit der Kolpingfamilie im Jahreslauf. Auch Pfarrer Armin Sturm, einer der Schirmherren der Kirchweih, und Präses der Kolpingfamilie dankte noch einmal für die Jubiläumsfeierlichkeiten im Juni mit einem Präsent der Pfarrgemeinde St. Martin. Am Kirmessonntag trug Ralf Schneider das orange-schwarze Kolpingbanner im Festgottesdienst in der Martinskirche. Anna-Lena Prestel, Laura Schild und Markus Schild gingen im Festzug durch die Straßen der Stadt mit den Bannern mit und wurden tüchtig naß. Der Bierverkauf tröpfelte genau so, wie der Regen, jedoch ging der Bratwurst-Verkauf besser. Auch über 20 selbstgebackene Kuchen fanden ihre Käufer beim traditionellen Kuchenbüffett der jungen Familien der Kolpingfamilie St. Martin. Viele Mitglieder waren zur Kirmes helfend im Einsatz, ehrenamtlich, nur für ein „Vergelt’s Gott“. Die Kolpingfamilie zeigte auch in ihrem Jubiläumsjahr einmal mehr „Flagge“ zur Kirchweih.

Fotobuch vom Festwochenende und DVD vom Festwochenende

Das geht schnell: Schon in den nächsten Tagen gibt es als Erinnerung an das einmalige Festwochenende zum 150jährigen Jubiläum unserer Kolpingfamilie St. Martin ein Fotobuch und eine DVD. Das Fotobuch wird 20 Euro kosten und kann von Interessenten eingesehen werden im Pfarrbüro St. Martin bei Ulrike Schneider. Die DVD wird wohl im Herbst 2015 den Mitgliedern bei verschiedenen Veranstaltungen zum Kauf angeboten. Nachclip zum Festwochenende: Die Kollekte des Jubiläumsgottesdienstes erbrachte das Ergebnis von rd. 780 Euro. Damit können wieder 15 Ziegen für Kleinbauern in Burundi angeschafft werden. Die Sozial- und Entwicklungshilfe des Internationalen Kolpingwerkes in Köln unterstützt dieses Projekt der nachhaltigen Landwirtschaft. Bereits anlässlich des Solidaritätsessens beim Kolping-Gedenktag 2014 und beim Schiffsausflug im Jubiläumsjahr wurde für das Ziegenprojekt gesammelt. Als nächstes gibt es zugunsten dieses Projektes die "orange-schwarze Suppentafel". Wir löffeln die Suppe aus und versuchen durch unseren Beitrag Fluchtursachen zu beheben. Für Burundi gibt es am Tag der Deutschen Einheit, Samstag, 3. Oktober 2015 von 11 bis 13 Uhr rund um die Pfarrkirche St. Martin das Solidaritäts-Suppen-Essen. Schon jetzt: Herzliche Einladung.

Tolles Jubiläumswochenende

„Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder...“ Ein tolles Jubiläumswochenende feierte die Kolpingfamilie St. Martin anlässlich der 150. Wiederkehr des Gründungsdatums als Katholischer Gesellenverein Oberlahnstein 1865. Der Salhofplatz wurde zur Kolping-Bühne. Von 230 Mitgliedern waren 150 in irgendeiner Art und Weise aktiv mit eingebunden, das begann beim Backen eines Kuchens und endete noch lange nicht beim „Dienst“ im Getränkestand. Selten war die Gesamtheit der Kolpingmitglieder so stark mit eingebunden. Die Kolpingfamilie wollte bewusst die Lahnsteiner Bevölkerung beim Jubiläumsfest mit einbinden. Trotz aller Arbeit: Das Feiern kam nicht zu kurz.

Herz, Schmerz und dies und das...

Der Spannungsbogen des Wochenendes war gut gewählt. „Stars und Sternchen der Schlagerszene“ nicht nur für die Senioren bei SWR 4 „Wir bei Euch“ am Freitagabend. Patrick Lindner beispielsweise brachte die Stimmung mit „Herz, Schmerz und dies und das...“ auf den Punkt. Die wenigen Regentropfen, welche an diesem Abend aus den dichten Wolken kamen, waren die Freudentränen derjenigen, die früher die Kolpingfamilie „lebten“ und so im Himmel mitfeierten. Immerhin: Mehr als vier Generationen fühlen sich am Rhein-Lahn-Eck den Ideen und Idealen des Priesters Adolph Kolping verpflichtet. Das wahre Alter sah man weder Lena Valaitis noch Ingrid Peters an. Welcher Jubiläumsverein bekommt schon ein Jubiläumsständchen wie „Ein schöner Tag“ live von der Originalinterpretin dargeboten? Ingrid Peters aus dem Saarland rockte die Bühne mit einem Abba-Medley. Chapeau! Ihr merkte man förmlich die Freude an, welche sie mit dem Live-Gesang hat. Ob mit Jonathan Zelter am letzten Frühlingstag 2015 auf dem Lahnsteiner Salhofplatz ein neuer Schlagerstern am Firmament aufgegangen ist, bleibt abzuwarten. Seine nachdenklichen, selbstgetexteten und komponierten Songs kamen jedenfalls sehr gut an und sind Chartstürmer in Radio-Hitparaden. Der ehemalige Kastelruther Spatz aus Südtirol, Andreas Fulterer, zeigte sich volksnah. Nach seinem Auftritt mit samtweicher Stimme kaufte er sich einen Getränkebon und zog von Stand zu Stand, um für sein Weihnachtskonzert zu werben. Als Patrick Lindner auf den Biertisch stieg, hielt es kaum noch jemanden auf den Sitzen, so bricht ein Schlager-Stimmungsvulkan aus. Große Freude hatten nicht nur die Kolping-Senioren, sondern auch der „Treff 81“ und die Bewohner aus dem Edith-Stein-Haus St. Goarshausen. Künstler, die man sonst nur aus der Flimmerkiste kennt, einmal hautnah erleben. Die neunköpfige fantastische Band „Ikarus“ aus dem baden-württembergischen Raum begleitete alle Künstler live und spielte „gegen den Regen“. Am Samstag, 29. August 2015 wird „Wir bei Euch“ aus Lahnstein im Radio gesendet. (SWR 4) Kolping-Mitglied Stefan Otto fungierte als technischer Leiter für die Open-Airs. Er brachte das Kunststück fertig, das kostenpflichtige Veranstaltungsgelände mit Bauzäunen „zuzumachen“. Für das Catering waren Caterine und Günter Krämer sowie tags drauf Ulrike Schneider zuständig. Dennis Otto hatte die Verhandlungen mit Getränkelieferanten geführt.

De Räuber: Nicht nur am Eigelstein is Musik, sondern auch am Hexenturm

Weiter ging es am Samstag mit der fünfköpfigen Mundartgruppe „De Räuber“. Sie gehören zum sogenannten „Kleeblatt der musikalischen Fastnachtsszene“ und wurden in Lahnstein durch das Ex-Hohn Ralle Rudnik an der Gitarre verstärkt. Die Sänger Torben Klein und Charly Brand zeigten harmonisch, wie ein „Generationswechsel“ in einer Band vonstatten zu gehen hat. Sie wechselten sich ab. Sang Frauenschwarm Torben den Hit „Meine Kleine“, so wusste der Ur-Räuber Charly beispielsweise mit dem Walzer „Wunderbar“ zu gefallen. „Ja ist denn schon Karneval?“ fragte sich der ein oder andere, als „Denn wenn et Trömmelche jeht..“ angestimmt wurde. Ein 150jähriger Geburtstag – vom Menschen normalerweise nicht zu erleben - ist wie Weihnachten, Ostern und Karneval an einem Tag! Manch Lahnsteiner Zeitgenosse staunte nicht schlecht, ob der vielen Ohrwürmer, welche die Räuber in den 24 Jahren ihres Bestandes aus der Taufe gehoben haben. Über zwei Stunden boten die Räuber „was für’s Herz“, was zum Schunkeln, was zum hüpfen, was zum mitsingen und was zum mitklatschen. Der ein oder andere Konzertbesucher war am Sonntag heiser. Die Band selbst war vom Ambiente und der überaus guten Stimmung in Lahnstein angetan. Sie spielten mit Blick auf den Hexenturm. Ihr Auftritt war ehrlich, authentisch und gut gelaunt, ihr eigener „Spaß an der Freud“ kam „rüber“. Keine unnahbaren Stars, sondern „Lück wie ich und du“. Ein Fanclub von der anderen Rheinseite, aus Spay, hatte große Freude, die Fastelovendsband mal in unmittelbarer Nachbarschaft, in der „Helau-Zone“, zu erleben. Vor den „Räubern“ waren die „Local-Heroes“, die „Lohnschdener Zores Band“ auf der Bühne. Als sie ihren Gig mit dem „Brauchtum“ beendeten, waren Zugabe-Rufe zwangsläufig. Eigentlich selten für eine Vorgruppe, was aber auch zeigt, wie qualitativ gut diese Formation ist. Sie intonierten so manchen Rock-Klassiker mit großer Spielfreude. Schon am Samstagabend waren übrigens Kolping-Abordnungen aus Wiesbaden, Deggendorf an der Donau, Castrop-Rauxel, der Kolping-Geburtsstadt Kerpen, Mendig, Braubach und Nievern zum feiern vor Ort. Übrigens: Eingeläutet wurden die Auftritte durch das Glockenspiel am Salhof. So was gibt es nur in Lahnstein.

Eine Kolpingfamilie ist wie ein Puzzle

Die Farben schwarz-orange dominierten am Sonntag das Straßenbild von Lahnstein. 53 Kolping-Banner aus nah und fern wurden beim Bannermarsch getragen. Die Bannerabordnungen trafen sich zunächst zum Gedenken an den seligen Adolph Kolping vor der Kolping-Büste am Adolph-Kolping-Ufer. Fremdenverkehrs-wirksam legte just zu diesem Zeitpunkt auch der Raddampfer „Goethe“ an. Ralf Schneider erinnerte bei der Statio am Rhein an das Leben und Wirken des seligen Adolph Kolping. 14 Priester feierten den Gottesdienst in der St. Martinskirche mit, die drei Kirchenchöre von Lahnstein, St. Martin harmonierten großartig und stimmten unter anderem „Oh happy day“ an. Hauptzelebrant war der Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes, Ottmar Dillenburg. Sein Wunsch an die Kolpingfamilie St. Martin: „Macht weiter!“ Anhand von riesigen Puzzle-Teilen, welche zum Kolping-Zeichen aus Holz zusammengesetzt wurden, wurde verdeutlicht, wie vielseitig und generationen-umspannend das Leben in einer Kolpingfamilie ist. Die Gläubigen in der vollbesetzten Kirche hatten ein schönes Wiedersehen mit ehemaligen Lahnsteiner Pfarrern und Kaplänen. Das Blasorchester der Kolpingfamilie Oberwesel begleitete den Bannermarsch durch das sonnige Lahnstein. Viele Mitglieder und Gottesdienstbesucher schlossen sich voller Stolz an.

Ein Festkommers, der nicht langweilig war

In der Stadthalle wurde der Kolpingfamilie durch Jutta Schaad aus Offenbach (Diözese Mainz) im Namen des Kolping-Bundesverbandes das große „Ehren-Diplom“ überreicht. Adalbert Dornbusch sprach in Vertretung des Schirmherrn, Oberbürgermeister Peter Labonte, und die Rhein-Lahn-Nixe Christina I. sowie Günther Groß und Vorstandsmitglieder des Kur- und Verkehrsvereins überreichten den Hexenkrug an die Kolpingfamilie St. Martin. Besonders Kinder und junge Familien sollten nicht zu kurz kommen beim Familientag am Sonntag in der Stadthalle: Aus dem orangefarbenen Kolping-Kampagnen-Mobil wurde die Hüpfburg aufgebaut und ein Riesen-Jenga, beides betreut von Peter Stein und Jungkolping-Mitgliedern. Mitarbeiter der katholischen Kindertagesstätten und der katholischen öffentlichen Bücherei boten Basteln und Schminken an und Zauberer „Alfredo“ Michel hatte seine Auftritte vor staunenden Kinderaugen im Konferenzraum. Günter Krämer, der ruhende Pol im Jubiläums-Festausschuss, moderierte in der Halle souverän und gut gelaunt. Stefan Fink, der Diözesanvorsitzende, stellte eindrucksvoll unter Beweis, daß er in Wiesbaden ein toller Büttenredner ist. Kirchenkabarettist Heri Lehnert lud mit seinen Gedanken ein ums andere mal zur Gripsgymnastik ein. Das war kein „platter Witz“, sondern viel Bedenkenswertes aus Kirche und Politik mit spitzer Zunge und vor allen Dingen „staubtrocken“ vorgetragen. Zwischen den Musikstücken der Kolpingkapelle Oberwesel und der Suppeneinnahme ging es mitten im Saal auf eine bebilderte Kolping-Zeitreise mit vielen bekannten Gesichtern. Schön, dass Markus Schild am Info-Tisch im Foyer unter anderem die Frage gestellt wurde: „Wie kann man bei Euch Mitglied werden?“ Für über 50jährigen aktiven Dienst als Bannerträger wurde Kurt Zimmermann besonders ausgezeichnet. Er will nach dem Jubiläum das Amt in jüngere Hände legen. Mit dem Festredner hatten die Verantwortlichen eine gute Wahl getroffen: Diakon Willibert Pauels war eine Stunde mit Humor und Witzen und auch mit Ernsthaftem und ganz Persönlichem zum Thema Depression so präsent, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Immer wieder ging er auch auf das Vorbild Adolph Kolping ein. Ein Witz von Tünnes und Schäl vermag manchmal mehr über das Auferstehungserlebnis der Christen auszusagen, als seitenlanges Studium in schlauen Büchern. Der „Bergische Jung“ ist eine Mischung aus „Pater Brown“ und „Don Camillo“ – nein -: Er ist Willibert Pauels, eben selbst ein Original!

Über 45 Kuchenspenden aus der gesamten Bevölkerung sorgten dafür, dass niemand hungrig den Heimweg antreten musste. Brigitte Laumann hatte hierfür die Organisationsfäden in der Hand, Rita Schröder warb tüchtig im Seniorenkreis um Kuchen.

Das große Jubiläumsfest wurde nur ermöglicht dank der Spendenbereitschaft der Stadt Lahnstein, sowie der Sparda-Bank, der Volksbank Rhein-Lahn, der Nassauischen Sparkasse, der Süwag, der Dachdeckerfirma Heimbach, der Krombacher Brauerei und dem Entgegenkommen von Freiwilliger Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz.

„So geht Jubiläum“, resümierte der erste Vorsitzende, Axel Laumann, geschafft aber total glücklich und auch stolz auf das Team der vielen Helferinnen und Helfer. Ein Geburtstagsfest für das Geschichtsbuch der Kolpingfamilie, ein Gemeinschaftserlebnis, welches hoffentlich nachhaltig bleibt und die große Wirkungskraft katholischer Verbände für die Kirche und die Gesellschaft unterstrich. Für Laumann bewahrheitete sich der Ausspruch Adolph Kolpings: „Wir können viel, wenn wir nur nachhaltig wollen, wir können Großes, wenn tüchtige Kräfte sich vereinen.“

Viele, viele Bilder sind auf der extra-Side auf dieser Homepage eingestellt.

Jubiläumswochenende gestartet

Unser Jubiläumswochenende hat begonnen. Schlagerstars brachten bei der Radioproduktion von SWR 4 "Wir bei Euch" Stimmung auf den Salhofplatz. Über 300 Besucher waren begeistert in einem Mix aus Wolken und Regen. Die Sonne hatten die Schlagerfreundinnen und -freunde, die teilweise von weit her angereist waren, in ihren Herzen. Alle Künstler sangen live, begleitet von der neunköpfigen Showband "Ikarus" und stellten samt und sämtlich unter Beweis, daß sie gut bei Stimme sind. "Eisbrecher" war Andreas Fulterer. Der charmante Südtiroler zauberte mit romantischen Songs wie "Donna Blue" südländisches Flair unter den Hexenturm. Als Fulterer vom Lebenslauf Adolph Kolpings erfuhr, gab er Preis, daß auch er als Handwerker einst seinen Mann stand als Parkettleger. Andreas Fulterer hatte überall auf dem Festgelände ein offenes Ohr für seine Fans und lud alle ein, auch mal eines seiner Weihnachtskonzerte zu besuchen. Von ihm wird man in Zukunft sicher noch einiges hören: Jonathan Zelter kam mit seinen teilweise nachdenklichen, selbstgetexteten Songs gut an. Die Menge auf dem Salhofplatz erlebte mit dem jungen Mann aus Wittlich einen aufgehenden Stern am Schlagerhimmel. Zelter begleitete sich selbst auf dem Piano. Noch jede Menge "Drive" hat Ingrid Peters aus dem Saarland. Seit den 70er Jahren ist sie gut im Geschäft. Man spürte förmlich, wie gerne sie live singt, begleitet von einer tollen Band. Sie wirbelte und tanzte über die Bühne. "Komm doch mal rüber" oder - nicht nur für alle Niederlahnsteiner - "Über die Brücke gehn" wurden textsicher vom Auditorium mitgesungen. Mit dem Abba-Medley stellte die vielseitig von der Muse geküsste unter Beweis, daß sie so viel mehr kann. Lena Valaitis versprühte Charme. Die "Grande Dame" des deutschen Schlagers sang sich mit "Ein schöner Tag" in die Herzen der jubilierenden Kolpingfamilie. Nicht nur unsere Mitglieder freuten sich über dieses live dargebotene Ständchen. Mit einem Augenzwinkern wurde ein neuerer Song "Heute scheint mal die Sonne" aufgenommen. Der Ohrwurm "Ob es so oder so oder anders kommt" war allen irgendwie immer noch präsent. Da konnte man mitsingen: So geht Schlager!  Ein Stimmungsvulkan aus München brach aus, als Patrick Lindner nicht nur die "Herz-Schmerz-Polka" anstimmte. Beim "Schneewalzer" wurde mitgeschunkelt und von New York aus ging es über Lahnstein zu den Sternen. Volksnah zog es den gut gelaunten Interpreten auf die Brauereibank mitten ins Publikum. Rainer Pleyer aus Koblenz hatte die souveräne Moderation der Sendung, welche am Samstag, 29. August 2014 in SWR 4 zu hören sein wird. Hinter der Bühne erhielten alle Mitwirkenden eine Flasche Kolping-Wein als Andenken. Schön, daß so viele Mitglieder aus dem Seniorenkreis "Kolping Ü 60" mitfeierten und schön, daß es auch dem "Treff 81" und den Behinderten aus dem Edith-Stein-Haus St. Goarshausen so gut gefiel. Bilder vom ersten Jubiläumstag folgen in der kommenden Woche.

Bilder vom Jubiläumswochenende gibt es auf der speziellen Seite zum Jubiläum auf dieser Homepage!

Auf den Spuren Adolph Kolping...

waren die über 50 Teilnehmer des Familien- Bildungs- und Begegnungswochenendes auf der Kolpingburg "Schönburg" bei Oberwesel, hoch über dem Rheintal. Im mittelalterlichen Ambiente der Burg begaben sich die Familien auf die Spuren des Gesellenvaters Adolph Kolping und beleuchteten sein Leben, Wirken und Werk. Es gab auch eine amüsante Bilder-Zeitreise in die Geschichte der 150jährigen Kolpingfamilie St. Martin. In Oberwesel wurden Stadtführungen angeboten. Der Präses der Gemeinschaft, Pfarrer Armin Sturm, feierte mit jung und alt einen schönen Gemeinschaftsgottesdienst. Unterstützt wurde das Wochenende mit vielen Kindern wieder durch Mittel des Referates Familie im Bischöflichen Ordinariat Limburg. Zum Abschluß versammelten sich alle zum Gruppenbild im Burg-Innenhof.

Familien Bildungs- und Begegnungswochenende 2015 Oberwesel

Unsere Lahnsteiner beim 15. Kolping Biker-Treffen

Im Baden-Württembergischen Weinheim findet das 15. Kolping Biker-Treffen, wie immer gut organisiert durch die dortige Kolpingfamilie, statt. Zu Gast sind auch wieder die Biker unserer Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin, welche mit dem Gruppenfoto am "heißen Ofen" grüßen.

"Born to be wild" Grüße vom Kolping Biker-Treffen

Junge Familien auf Pfingstausflug

Der heilige Geist weht, wo er will: So auch bei den jungen Familien aus der Kolpingfamilie St. Martin, die gemeinsam einen Pfingstausflug unternahmen. Man war unterwegs mit Kindern, Hund und Bollerwagen an einem sonnig, schwül-warmen Pfingstsonntag anno 2015.

Schiff ahoi!

...und "Leinen los" hieß es bei der Jubiläums-Schifffahrt mit der MS La Paloma durch das UNESCO-Weltkulturerbe Mittelrheintal. Vom Adolph-Kolping-Ufer aus ging es nämlich nach Oberwesel, in die Stadt der Türme und der begehbaren Stadtmauer. Auch die Stadt mit der mittelalterlichen Kolpingburg, der "Schönburg". Von drei bis 95 (Ria Büttner, unserem ältesten Mitglied) waren alle Altersgruppen an Bord vertreten, so wie es sich für eine generationenumspannende Kolpingfamilie auch gehört. Rund 150 Mitglieder, Freundinnen und Freunde genossen den Tag auf dem Rhein. Wettergott Petrus hatte ein Einsehen und schickte viel Sonne. Erst als die Teilnehmer schon lange wieder zuhause waren, kam der in Wetterberichten angekündigte Regenschauer. Kolpingbruder Peter d'Avis aus Oberwesel ging mit einigen über die Stadtmauer und erklärte seine Heimatgemeinde. An Bord wurde auch Gutes getan: Für das Ziegenprojekt des Internationalen Kolpingwerkes im afrikanischen Burundi kamen bei einer Tombola 620 Euro zusammen. Somit können wieder zwölf Ziegen angeschafft werden, die den Kleinbauern und ihren Familien gute Milch und wichtigen Dung für eine nachhaltige Landwirtschaft bringen. Viele Gastronomiebetriebe, Sauna-Betriebe, Firmen,  Verlage, Hersteller, Künstler und das Kolpingwerk hatten für die gute Sache Preise zur Verfügung gestellt. Fast jeder konnte so mit einem kleinen Geschenk seinen Heimweg antreten. Für alle Kinder gab es noch als Zugabe Ford-Modellautos. Ein schöner Nachmittag ging zu Ende. Man hatte Zeit für gute Gespräche, konnte Erinnerungen auffrischen (an Bord waren auch unsere Ehrenmitglieder, Schwester Maria Regina Jaster aus der Abtei St. Hildegard bei Rüdesheim-Eigingen und Bernhard Dexelmann, der schon beim Schiffsausflug zum 100jährigen Jubiläum mit dabei war. Vorsitzender Axel Laumann lud alle ein, beim Jubiläumswochenende vom 19. bis 21. Juni 2015 mit Kuchenspenden mitzuhelfen und aktiv mitzufeiern.

Mit der Ministerpräsidentin auf Tuchfühlung

Zwei Sternstunden erlebte die Kolpingfamilie St. Martin im Pfarrzentrum am Europaplatz. In einer öffentlichen Veranstaltung, dem Start der Veranstaltungsreihe "Kolping im Gespräch" war die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, zu Gast. Es war eine interessante und amüsante Veranstaltung zu gleich, die "Landesmutter" blieb keine Antwort schuldig. Charmant und äußerst authentisch stellte sie sich den Fragen des gut vorbereiteten Diplom-Politiologen Thomas J. Scheid, selbst Mitglied der Kolpingfamilie St. Martin, und auch den Fragen aus dem Publikum. Zunächst jedoch würdigte sie ausführlich das Werk Adolph Kolpings und stellte die Bedeutung des Ehrenamtes, auch in der Kolpingfamilie St. Martin, heraus. Gbit's einen schöneren Jubiläums-Glückwunsch, als von der Ministerpräsidentin des Landes höchstpersönlich? Nicht nur der Kolping-Vorsitzende Axel Laumann, in der ersten Reihe sitzend, war stolz, sondern alle Mitglieder zeigten sich erfreut, als Malu Dreyer von einer Flamme der Begeisterung sprach, welche Adolph Kolping einst entzündete. Dem Startschuß der Veranstaltungsreihe wohnten unter anderem auch Günter Kern, Staatssekretär, der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises Frank Puchtler, der Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein, Peter Labonte sowie Präses Pfarrer Armin Stum bei. Über das weltoffene, tolerante und soziale Rheinland-Pfalz sprach Malu Dreyer in ihrem Eingangsstatement. Aktuell stellte sie die vorbildliche Willkommenskultur heraus, die von vielen "runden Tischen" in vielen Kommunen des Landes mit Flüchtlingen gelebt wird. Dies sei anders und viel besser, als vor 10 oder 15 Jahren. Auch das Land Rheinland-Pfalz brauche Zuwanderung, um der demographischen Entwicklung gerecht zu werden. Sie dankte allen, die bürgerschaftliches Engagement einbringen, damit man gut leben kann in Rheinland-Pfalz. Spannend wurde es, als sie sich in einem Wort-Assoziazionsspiel den Fragen von Thomas J. Scheid stellte unter der Devise "Was fällt Ihnen ein zu...." Recht umfänglich beantwortete sie die eine oder andere Frage. In ihrer Freizeit unternehme sie am liebsten Waldspaziergänge mit ihrem Mann oder gehe ins Kino. Zur "K-Frage" in der SPD-Spitze gab sie aktuell die Empfehlung aus, "zu schweigen". Sie sprach sich für weitere politische Schritte gegen den Bahmlärm im Mittelrheintal aus und gab zu, daß das Thema "Windenergie" ein schwieriges Feld sei mit Befürwortern und Gegnern gleichermaßen. Auf keinen Fall gäbe es nach den nächsten Wahlen eine Koalition mit den Linken, die ihrer Einschätzung nach sowieso nicht in den Landtag kommen, weil Rheinland-Pfalz sozial sei. Sie stellte auch klar, daß die SPD grundsätzlich für eine Mittelrheinbrücke sei, dies jedoch in den letzten Koalitionsverhandlungen nicht habe durchsetzen können, auch zugunsten anderer wichtiger Verkehrsprojekte im Land. Dem aus Kamp-Bornhofen stammenden Innenminister Roger Lewentz attestierte sie ein gutes Krisenmanagement rund um die Ereignisse mit der Schiersteiner Brücke. Gefragt nach Papst Benedikt meinte sie: "Ich bin froh, daß wir jetzt mal Papst Franziskus haben". Wer, wenn nicht er, sei ihrer Einschätzung nach in der Lage, Reformen in die katholische Kirche zu bringen. Anschaulich berichtete sie von einer Audienz beim Papst. Sie nahm Stellung zu Publikumsfragen, welche sich um die Themen wie Pflege in Altenzentrem ("wir sind dabei, uns für einen neuen Pflegebegriff einzusetzen, der nicht mehr alles nach fest vorgegebenen Zeiten bemisst"), das Bestattungsrecht oder auch Welt-Gerechtigkeit drehten. "Kolping im Gespräch" hatte einen tollen Start, wer diese Veranstaltung nicht besuchte - sicherlich blieben einige wegen des Champions-League-Halbfinales mit den Bayern zuhause - hat etwas verpasst. Zum Thema Fußball meinte sie, daß sie den rheinland-pfälzischen Bundesligisten die Daumen drücke in ihrem Kabinett aber erstaunlicher Weise auch Bayern-Fans habe. Nach Veranstaltungsende bestand für viele die Gelegenheit ein persönliches Gespräch mit Malu Dreyer zu führen. Sie schüttelte viele Hände, stand für Fotos bereit und trug sich auch in das Jubiläums-Gästebuch der Kolpingfamilie St. Martin ein. Sie bedankte sich für den schönen, gemeinsamen Abend in Lahnstein. Dazu trug sicherlich auch der gekonnt agierende Moderator Thomas J. Scheid bei, der allen Helferinnen und Helfern der Kolpingfamilie St. Martin für die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung ausdrücklich dankte.

"Wenn der Tod zum Leben wird"

So lautete das Motto der Karfreitags-Besinnungswanderung, welche 2015 seit langer Zeit mal wieder durch heimische Gefilde, sprich: Lahnstein, führte. Treffpunkt an diesem sonnigen Karfreitag-Morgen war die altehrwürdige Johanniskirche im Stadtteil Niederlahnstein, direkt an der Lahnmündung. Unter der neuen Schwalbenorgel wurden die Teilnehmer von Ulrike Schneider begrüßt. Sie erinnerte daran, daß diese Besinnungswanderung an unterschiedlichen Orten in der 150jährigen Geschichte der Kolpingfamilie St. Martin seit mindestens 25 Jahren durchgehend durchgeführt wird. Keiner erinnert sich daran, wann es eigentlich los ging... 32 Personen und drei Hunde machten sich danach auf den Weg durch die Natur, immer an der Lahn entlang, auf den Weg. Die erste Station gab es an der Schleuse. Die zweite Station war in unmittelbarer Nähe der Hohenrheiner Eisenbahnbrücke, die dritte Station auf dem Friedhof an der Allerheiligenbergstraße im Stadtteil Niederlahnstein, Station vier vor der Sankt Barbarakirche und Station fünf auf dem Kirchplatz. An den einzelnen Stationen wurde das Leiden Jesu Christi am Karfreitag verquickt mit Leidenerfahrungen unserer Tage. So ging es ums Sterben, um Krankheit, um Flüchtlinge und um Armut. Auch die Gedanken beim Sitzen in einer Kirche wurden in den Blick genommen. Markus Schild, Ralf Schneider, Thomas Schneider und Monika Kriechel hatten die Stationstexte vorbereitet. Dem blauen Himmel in der strahlenden Morgensonne in aufblühender Natur wurden teilweise traurige, nachdenkliche Texte entgegengesetzt: So ist das Leben. Und das Sterben gehört zweifelsohne zum Leben! Zum Abschluss wurde wieder von der Johannisbasilika gemeinsam das "Vater unser" gebetet. Die teilweise aus Wörrstadt und Flörsheim angereisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer verabschiedeten sich mit dem Wunsch nach "Frohen Ostern".

Einkehrtag mit Andrea Schwarz

Die bekannte Buchautorin und pastorale Mitarbeiterin in der Diözese Osnabrück, Andrea Schwarz, kam von weit hier - aus dem Emsland - angereist zum Einkehrtag in der Fastenzeit bei der Kolpingfamilie St. Martin im Pfarrzentrum am Europaplatz. "Fastenzeit ist eigentlich ganz anders", meinte sie und nahm den Karfreitag und Ostern in den Blick ihrer Betrachtungen, bei welchen sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder kreativ "mitnahm" und zum Gespräch einlud. Der Karfreitag sei das Fest der Solidarität Gottes. Gott komme mitten in unser Dunkel hinein, ein heruntergekommener Gott, der sich zu uns gesellt. Jesus nimmt unsere Karfreitage mit auf seine Schultern. Er liebt uns so sehr, daß er in unser Dunkel hineinkommt. Ostern bedeute auch, aus den dunkeln Höhlen hervorzukriechen und die Fesseln abzuwerfen. Ostern ist, wenn einer aufsteht und nochmal neu anfängt, den Ruf hört und losgeht, der Sehnsucht traut. Ostern müsse in mir und mit mir geschehen. Andrea Schwarz: "Der Tod hat nicht das letzte Wort. Das letzte Wort hat immer die Liebe". Nach Kleingruppengesprächen mit guten Beispielen, die Fastenzeit einzuüben, wurde ein "Bibliolog" durchgeführt. Zur Auferstehungsgeschichte aus dem Neuen Testament nahmen die Teilnehmer die Rolle der Maria Magdalena ein und hauchten der Freundin Jesu selbst Gedanken und Worte ein. Es war ein Einkehrnachmittag mit vielen neuen, Mut machenden Impulsen und Gedanken. Ein Nachmittag, quasi auch als eine Tankstelle für die Seele im oftmals grauen Alltag. Es war ein intensives Erlebnis in der vorösterlichen Fastenzeit.

Die Kolpingfamilie eröffnete damit ihr Jubiläumsprogramm im 150. Vereinsjahr.

Andrea Schwarz signierte zum Abschluss des Einkehrtages ihre Bücher

Rückblick in Bildern

So lautet eine Fotoserie, welche nun schon seit einigen Monaten im "Rhein-Lahn-Kurier" Woche für Woche unter der Rubrik "Kolpingfamilie Oberlahnstein" veröffentlicht wird. Mit Interesse studieren nicht nur Mitglieder die alten Fotos, welche anlässlich des 150jährigen Jubiläums unserer Kolpingfamilie St. Martin veröffentlicht werden. Exclusiv hier auf unserer Homepage zwei bisher noch nicht veröffentlichte Bilder, welche uns vom Stadtarchiv Lahnstein und dem Archivar Bernd Geil freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. Das Eine zeigt die Kolpingfamilie - bzw. zumindest einen Teil davon - im Jahre 1963 vor dem Oberlahnsteiner Rathaus, also noch zwei Jahre vor dem 100. Jubiläum. Das Andere zeigt einen großen Teil der Mitglieder im Altarraum der Martinskirche zu Oberlahnstein in den 80er oder 90er Jahren auf einem Farbfoto. Wer kann hier helfen?: Aus welchem Anlass wurde das Foto "geschossen"? Wir freuen uns über sachdienliche Hinweise.

Die Kolpingfamilie 1963 vor dem Lahnsteiner Rathaus
Was war der Anlass, um dieses Foto zu "schiessen"?

150 Jahre ganz genau - Kolping dreimal Helau

So schön war der Kolping-Karneval im Jubiläumsjahr 2015

Das Narrenschiff der Kolpingfamilie St. Martin umschiffte auch im 150. Jubiläumsjahr sämtliche Klippen. Mit guter Stimmung an Bord ging es auf große Fahrt durch  die närrischen Wogen. Gut besucht war der Kolping-Karneval,  souverän gesteuert von Ex-Prinz Klaus Hohenbild. Er hielt das Ruder in sicherer Hand. Beifallsstürme waren den 57 Kindern und Jugendlichen aus den CCO-Tanzgruppen sicher. Nach Italien, Spanien und Irland führte die farbenfrohe Europareise der Kinder. Sowohl das Welt-, wie auch das Stadtgeschehen nahm Protokoller Thomas Schneider in den Blick: „Ne Shopping-Tour in Lahnstein hab ich wenig genossen, hier haben die Läden nicht nur sonntags, sondern jeden Tag geschlossen.“ Und weltweit schrieb er IS-Terroristen ins Stammbuch: „Geht’s eigentlich noch perfider, IS-Leute nenen sich Gotteskrieger. Sie können mir gestohle bleibe, selbsternannte Kalife, die Köpfe abschneide. Mit Euren mörderischen Dramen, missbraucht Ihr Gottes guten Namen.“ Die Gangway an Bord des Narrenliners wurde zum „Broadway“ umfunktioniert beim Showtanz des Möhnenclubs Immerfroh mit der Formation „Hip 4 Hop“ in glitzerndem Blau unter der Leitung von Sandra Unkelbach. Das Pastoral-Team um die Pfarrer Armin Sturm und Thomas Barth berichtete im Sketch vom Besuch des bischöflichen Administrators am Rhein-Lahn-Eck. Sogar das Hühnerauge des Priesters wurde unter die Lupe genommen. Dabei waren auch Diakon Benno Lukitsch und Gemeindereferentin Hella Schröder. Das Innere nach außen gekehrt wurde von Ulrike Schneider, die das närrische Auditorium in Reimform an ihrer Andacht bei der Sonntagsmesse teilhaben ließ. So mancher Gottesdienstbesucher erkannte sich bei den abschweifenden Gedanken wieder. Yvonne Akkermans und Tanja Breitenbach hatten ihren lieben Kampf mit der Computerhotline: Computersprache gleich schwere Sprache. „Family and friends“, die beliebte Showtanzgruppe des Niederlahnsteiner Carneval Vereins kam nicht um eine Zugabe herum. Die Piraten bauten sich ihren Ausguck selbst  mit einer Menschenpyramide. Bei diesem Tanz tobte ein Orkan der Begeisterung, die Herzen der Kolping-Karnevalsfreundinnen und – freunde flugen der Mehrgenerationengruppe im nu zu. „Family and friends“ macht die Teilnahme am Kolping-Karneval Spaß. Sie sind quasi auf eine der letzten Saalveranstaltungen in der Kampagne in den Farben orange und schwarz abonniert. Auch hier trainierte Sandra Unkelbach. Närrisches, ehrenamtliches Engagement, welches die Fastnacht braucht. Die Herren Schild und Schneider testeten einmal mehr alte und neue Witze unter der Devise Dumm und Dümmer. So erfuhr man unter anderem, daß die Fußballschuhe von Jesus“ Christstollen“ hießen.  Oder den hier: „Wenn Ihnen langweilig ist, lösen sie an der Lahn die Taue und festgemachten Hausbooten und erklären den staunenden Passanten den Treibhauseffekt.“ Fassenacht kann so einfach sein!  Einen Wirbelwind auf dem Traumschiff „MS Carneval“ verbreitete Kelly Carey, das weit über die Grenzen von Lahnstein hinaus bekannte Solotanzmariechen des Carneval  Comité Oberlahnstein. Anmutig und graziös, stets lächelnd, wurden die Beine geschwungen. Fassenacht kann auch Sport sein!  Auch die Trainerin, Jasmin Elbert, bekam den Kolping-Orden. Der spezielle Kolping-Ehrenorden für besondere närrische Verdienste ging in diesem Jahr an Claudia Jussen. Sie wirkte im Hintergrund mit, im Küchen- und Thekenteam. Bei der Kolpingfamilie St. Martin gab es Speis und Trank wieder zu echt zivilen Preisen.  Zum Finale besuchten auch Prinz Heinz I. von der rheinischen Frohnatur und Lahno-Rhenania Athina I. mitsamt Prinzenstab den Kolping-Karneval. Der gesanglich sichere Prinz war noch gut bei Stimme. Mit den „Roten Hosen“ hatten die Kolpinger bereits zum dritten mal eine gute Tanzkapelle, die zumeist mit kölschen Tönen einheizte. Schön auch, daß Freunde aus den Kolpingfamilien Nastätten-Schönau und Nievern den Weg ans Rhein-Lahn-Eck gefunden hatten.

Gut 40 Prozent unserer Mitglieder im 150. Jubiläumsjahr Foto: Derdzinski

Ergänzungen zum Kolping-Gedenktag

Ein voller Erfolg war die Benefiz-Suppen-Tafel im Pfarrzentrum anlässlich des Kolping-Gedenktages. Danke an die elf Mitglieder, die hierfür extra Suppen zubereitet hatten. Und Danke auch allen, die die Suppen ausgelöffelt haben: Denn mit dem Erlös kann das Internationale Kolpingwerk für Kleinbauernfamilien in Burundi/Ostafrika elf Ziegen anschaffen. (Der Vorstand hatte sich anfangs von dieser Aktion vier neue Ziegen erhofft und wurde toll überrascht) 552 Euro sind zusammengekommen. Allen ein herzliches Vergelt's Gott. Wir helfen, daß Menschen in Burundi - übrigens überwiesend Katholiken - eine Lebensgrundlage erhalten. Auch der Erlös einer Tombola bei unserem Vereins-Jubiläums-Schiffsausflug ist für das Ziegenprojekt in Burundi vorgesehen. Vielleicht schon auf dieser Homepage vermisst: Die Jubiläums-Gruppenbilder, die bei strahlendem Sonnenschein von einem Profi vor dem Pfarrzentrum "geschossen" wurden. Die Fotos können zunächst für alle Mitglieder auf der Homepage des Fotostudios Derzinski in Lahnstein via Internet in einem virtuellen Warenkorb bestellt werden. (6 Euro) Eine Bestellung ist auch möglich während der Öffnungszeiten des Fotostudios Derzinski in der Oberlahnsteiner Adolfstraße. Zu einem späteren Zeitpunkt tauchen die Bilder dann hier und in verschiedenen heimatlichen Printmedien auf.

Ins Jubiläumsjahr gestartet...

Mit dem Kolping-Gedenktag 2014 ist die Kolpingfamilie St. Martin erfolgreich in ihr 150jähriges Jubiläumsjahr gestartet. Die Musikgruppe "Jeton" setzte wohl dosiert Akkzente beim Gemeinschaftsgottesdienst in der St. Martinskirche. Die neuen geistlichen Lieder fanden das Gefallen der vielen Gottesdienstbesucher. Pfarrer und Präses Armin Sturm feierte die Eucharistie und Diakon Benno Lukitsch hielt eine nachdenkenswerte Predigt. Mitglieder der Kolpingfamilie sprachen die Fürbitten, einen Medidationstext nach der Kommunion und packten ein Geschenkpaket aus mit Gaben, die der selige Gesellenvater Adolph Kolping vermittelte. Über 90 Personen standen dann vor dem Pfarrzentrum am Europaplatz parat, wo ein Profi-Fotograf das Jubiläums-Gruppenfoto machte. Es waren mehr als beim 120jährigen und 125jährigen Jubiläumsfoto. Die Sonne bestrahlte die Gesichter der Fotografierten. Das Foto selbst wird demnächst hier und auf der Homepage des Fotografen Derzienski, Lahnstein, Adolfstraße, veröffentlicht. Es kann auch dort in Papierform bestellt werden. Elf verschiedene Suppen wurden dann beim großen Solidaritätsessen angeboten. Der Erlös ist für das Ziegenprojekt des Internationalen Kolpingwerkes in Burundi bestimmt. Vorsitzender Axel Laumann konnte über 20 Personen aller Altersgruppen als neue Mitglieder in die Gemeinschaft aufnehmen. Vorgestellt wurde das Jubiläums-Jahresprogramm und es gab erste sogenannte Kombi-Karten für die beiden Sommer-Open-Airs auf dem Salhofplatz zu kaufen. Die Kombi-Karten können Mitglieder unter Vorlage ihres Mitgliedsausweises auch weiterhin im Pfarrhaus St. Martin kaufen. Ebenso wurden bereits 46 Tickets für die Jubiläums-Schiffstour am Samstag, 9. Mai 2015 - einen Tag vor dem Muttertag - nach Oberwesel verkauft. Das Schiff, die MS La Paloma wird um zehn Uhr ab Adolph-Kolping-Ufer im Stadtteil Oberlahnstein ablegen. Auch Familienangehörige und Freundinnen und Freunde dürfen und sollen mitfahren. Auch diese Karten sind weiterhin im Pfarrbüro St. Martin erhältlich. Der Vorstand, dem mit einem kleinen Präsent für die geleistete Arbeit im vergangenen Vereinsjahr gedankt wurde, zeigte sich erfreut über den guten Besuch beim Kolping-Gedenktag 2014. So kann es weiter gehen im Jubiläumsjahr...

Gute Stimmung bei der Kirmes mit Kolping

Auch wenn "et Sönche" sich nicht immer zeigte, so blieb es doch zumindest trocken bei der Oberlahnsteiner Kirmes. Im Schatten der beiden Kirchtürme der Martinskirche betrieb die Kolpingfamilie einmal mehr einen Getränkestand, die Bratwurst-Braterei sowie das Eldorado für alle Leseratten oder Büchereulen: Den großen Bücherbasar der Kolpingjugend. Es herrschte eine gute Stimmung rund um die Martinskirche, erstmals auch mit einem Privatflohmarkt. Über 50 Helferinnen und Helfer aus den Reihen der Kolpingfamilie waren aktiv im Einsatz. Die jungen Familien eröffneten am Sonntagmittag das Kaffee- und Kuchenbüffett. Viele hatten hierfür einen Kuchen gespendet. Bannerträger Kurt Zimmermann zeigte Flagge im Festhochamt, bei dem auch der ehemalige Lahnsteiner Kaplan, Pfarrer Josef Meyers, zu Gast war. Meyers wurde einst von der Kolpingfamilie unterstützt in der von Alfons Loch initierten Aktion "Lomé/Togo" (Bau und Unterhaltung eines Waisenhauses). Heute verbringt Meyers, noch immer ein Mann der klaren Worte, seinen Lebensabend in Burkina Faso. Meyers war Ende der 50er Jahre und Anfng der 60er Jahre Oberlahnsteiner Kaplan. Am Kirmessonntag machte auch ein Wandergeselle seine Aufwartung beim Kolping-Vorsitzenden Axel Laumann. Ein Bild, wie aus vergangenen Tagen...

50 Teilnehmer auf der Schönburg

Das war wieder ein tolles Erlebnis im sommerlichen Frühjahr: Das Familien- Bildungs- und Begegnungswochenende der Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin mit rund 50 Teilnehmern aus allen Generationen auf der Kolpingburg "Schönburg" bei Oberwesel. Inhaltlich drehte sich alles um Brasilien, den Gastgeber der nahenden Fußball-Weltmeisterschaft. In diesem Land klafft die Schere zwischen arm und reich auffallend. Brasilien war das erste Land, mit welcher das Kolpingwerk seine Sozial- und Entwicklungshilfe startete. ("Aktion Brasilien") Pater Wolfgang Jungheim feierte unter dem Titel "Am Ball bleiben" einen Gemeinschaftsgottesdienst mit der Gruppe. Es wurde gewandert, gespielt, diskutiert und gemeinsam gebatikt in den Landesfarben blau-gelb.

 

Bürger fragten – Politiker antworteten

 Zum großen kommunalpolitischen „Showdown“ vor der Stadtratswahl kam es im Pfarrzentrum am Europaplatz. Die Kolpingfamilie St. Martin hatte die Spitzenkandidaten der Lahnsteiner Parteien und Wählergruppen zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. „Quo vadis Lahnstein?“ – so der Veranstaltungstitel - wurde von über 100 interessierten Wahlberechtigten besucht. Der Politologe Thomas J. Scheid stellte die Spitzenkandidaten Gabriele Laschet-Einig (SPD), Johannes Lauer (CDU), Gerhard Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen), Reiner Burkard (FBL), Sascha Weinbach (FDP) und Lennart Siefert (UL) vor und befragte sie insbesondere zu den Themen Gestaltung des Niederlahnsteiner Marktplatzes, Freilegung des Alten Rathauses und Nutzung des Geländes vom ehemaligen Güterbahnhof Oberlahnstein. Viele erfuhren dabei erstmals, dass es hier wohl einen interessierten Investor gibt. Die Protagonisten auf dem Podium nahmen auch Stellung zur Anzahl und Stellung der Beigeordneten in der kommenden Legislaturperiode. Auch das schon beliebte Spiel mit Schlagworten unter der Devise: „Was fällt Ihnen ein zu...“ wurde durchgeführt. Den Bürgern bot sich die Möglichkeit, Fragen an die Kandidaten zu stellen. Hier ging es unter anderem um die Breitbandversorgung im Stadtteil Friedrichssegen und um Fahrradwege in Lahnstein. Konkret äußerten sich die Protagonisten auch zur Zahl und Stellung von Beigeordneten in der künftigen Legislaturperiode sowie zu Aufwandsentschädigungen. Es war eine Erwachsenenbildungsveranstaltung, die zum Kennenlernen der Spitzenkandidaten und vielleicht auch als Hilfe bei der Wahlentscheidung diente. Aus den Händen von Kolping-Vorsitzenden Axel Laumann und Vorstandsmitglied Markus Schild wurde den Teilnehmern als Dankeschön ein Kolping-Weinpräsent sowie jeweils eine frische Mango aus dem Lahnsteiner „Eine Welt Laden“ überreicht. Die zu einem Solidaritätsbeitrag verkauften Mangos hingen letzte Woche noch in Burkina Faso am Baum. Ein Zeichen dafür, dass eine Kolpingfamilie weit über den eigenen Kirchturm hinaus denkt.

Auch bei künftigen Wahlentscheidungen will die Kolpingfamilie St. Martin diese Form der öffentlichen Veranstaltung durchführen. Darüber hinaus ist im kommenden Jahr – im 150jährigen Jubiläumsjahr der Kolpingfamilie St. Martin – der Start einer neuen Veranstaltungsreihe im Pfarrzentrum am Europaplatz mit Moderator Thomas J. Scheid geplant unter dem Titel: „Kolping im Gespräch mit...“

 

 

 

 

KOLPING BEZIRKS-FAMILIENTAG IN LAHNSTEIN, ST. MARTIN

Die Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin war guter Gastgeber des Kolping-Bezirks-Familientages 2014 am Maifeiertag. In Sternwanderungen kamen die Kolpingbrüder- und -schwestern aus Niederlahnstein, Braubach, Kamp-Bornhofen, Nievern und Nastätten-Schönau zum Pfarrzentrum am Europaplatz in den Stadtteil Oberlahnstein. Dort wurde für Speis und Trank gesorgt. Es gab herhaft schmeckende, köstlich gegrillte, grosse Steaks und Bratwürste. Hierzu kamen selbst gemachte, gut schmeckende frische Salate. Waren diese Lebensmittel innerhalb von zwei Stunden ausverkauft, so wurde danach das reichhaltige Kuchenbüffett gestürmt. Auch die Kuchen wurden von Kolping-Mitgliedern gespendet. Im Saal konnten sich die Kolpingmitglieder begegnen. Viele nutzten dann auch den Sonnenschein, um vor dem Pfarrzentrum, im freien zu sitzen. Für die Kinder war das Spielmobil der Stadt Lahnstein, "Lonetam" inclusive einer Hüpfburg aufgebaut. Unter den über 150 Gästen waren natürlich auch der Bezirkspräses, Diakon Peter Fischer und der Kolping-Bezirksvorsitzende, Peter Bertram.

Gut besuchter Kolping-Karneval

Mit lustigen Weisen eröffnete der vielstimmige Kinderchor Sankt Martin unter der Leitung von Beate Barthelmeß und Pianobegleitung durch Regine Schauren den Kolping-Karneval im Pfarrzentrum am Europaplatz. Nach den Kindern enterte die Jugend die närrische Rostra: Die Jungkolpinggruppe von Yvonne und Torsten Akkermans zeigte humorvoll das unterschiedliche Duschverhalten von Frau und Mann. Scharfzüngig sezierte der Protokoller Thomas Schneider das Welt- und Stadtgeschehen. Zum Beispiel über den Limburger Bischof: „Sein Umgang mit Mitarbeitern war der reinste Terror, hinzu kam seine Residenz als Mahnmal, die Topographie des Error.“ Tänzerische, sportliche Höchstleistungen gab es anmutig vom CCO-Solo-Tanzmariechen Kelly Carey, die, trainiert von Jasmin Kalb, das närrische Auditorium entzückte. Der Engel versuchte die Narren ebenso in himmlische Gefilden zu ziehen, wie auch der Teufel einige zu sich, in die Hölle ziehen wollte. Ulrike und Ralf Schneider sorgten mit ihrem Streitgespräch für Lacher. Humor mit bewusst gesetzten Spitzen. Was es im „Backoffice“ des neuen Zentral-Pfarrbüros zum Backen gibt, fragte sich unter anderem das Pastoralteam mit den Pfarrern Barth und Sturm sowie Hella Schröder, Dietmar Wittgenstein und Martina Edrich. Zur Melodie von „Marmor, Stein und Eisen bricht“ wurde die neue, vereinige Großpfarrei Sankt Martin und der Um- bzw. Einzug ins neue Pfarrhaus besungen. Tosender Beifall stieg in schier bedrohliche Dezibel-Zahlen, als „Family and Friends“ ihren Auftritt beendet hatten. Die Mehrgenerationen-Tanzgruppe des NCV war als Bauarbeitertrupp dabei und löste das Problem der relativ niedrigen Hallendecke im Bühnenbereich einfach damit, daß man zu Hebungen und Salto mitten ins Publikum ging. Sandra Unkelbach hatte die akrobatische, vielbeinige Tanznummer mit raffinierten Lichteffekten einstudiert. Alleine von ihrer Besetzung – jung und alt – passt die Gruppe gut zum Kolping-Karneval und wird Jahr für Jahr dankbar und mit offenen Armen empfangen. Mit „Daumen hoch oder runter“ durfte das Publikum die dummen Witze der Herren Schneider und Schild bewerten. Kokolores, der zum Karneval gehört. Zum Western-Saloon mutierte die Narrhalla in der Südstadt beim Wildwest-Can-Can der Tanzgruppe „Hip four Hop“ aus den Reihen des Möhnenclubs Immerfroh. Aufwendige, glänzende Kostüme und natürlich die Tänzerinnen sorgten für einen Augenschmaus. Ein Höhepunkt waren die „Drei Tenöre“ (UIrike Schneider, Christoph Esten und Stephan Otto), die im Walzertakt hin und her wippten. Die junge Musikgruppe „Die roten Hosen“ zeigte sich einmal mehr als aufmerksame, stimmungsvolle Sitzungskapelle mit vielen kölschen Tön und schwungvoller Tanzmusik. Mit dem Ehrenorden für besondere Verdienste um die Kolping-Fastnacht wurden die beiden Gruppenleiterinnen Jennifer Schäfer und Marina Markelova ausgezeichnet. Der Dreierrat mit Elmar Schmitz, Klaus Hohenbild und Hans Dausenau, welcher auch das Lahnsteiner Tollitätenpaar begrüßen durfte, verabschiedete ein zufriedenes, frohgestimmtes Publikum: Es war wieder familiär gemütlich und schön beim Kolping-Karneval. 

Gießkannen für den Friedhof

Abermals gab es eine schöne Gruppenstunden-Aktion unserer Kolpingjugend. Für den städtischen Friedhof wurden Gießkannen bunt bemalt. Die künstlerischen Unikate wurden dem Betriebsleiter Klaus-Peter Brauner während einer Gruppenstunde feierlich überreicht. Gerade in den Sommermonaten sind ältere Menschen froh, Gießkannen auf den Friedhöfen vorzufinden.

200. Geburtstag Adolph Kolpings auch in Lahnstein gefeiert

„So wie die Nacht flieht vor dem Morgen, so zieht die Angst aus dem Sinn, so wächst ein Licht in dir geborgen, die Kraft zum neuen Beginn.“ Gregor Linßen schrieb den Text und die Musik zu diesem melodischen Song, der in der St. Martinskirche von Monika Voss, der Sängerin von „Jeton“ mit glasklarer Stimme dargeboten wurde. Zur musikalischen Gestaltung beim Gottesdienst anlässlich des 200. Geburtstages von Adolph Kolping in der Sankt Martinskirche konnte man „Sie“ sagen. Super, was Mirijam Gangluff (Piano), Volker Gangluff (Percussion) und Jürgen Schmidt (Gitarre) mit ihrer Band an diesem Morgen boten. Ohrwürmer, die einen den gesamten Sonntag irgendwie begleiteten. Von „Maria durch den Dornwald ging“ über „Wir sagen Euch an, den zweiten Advent“ bis zu „Wir sind Kolping“, dem Hymnus des katholischen Sozialverbandes. Dieses Lied dürfte heute an die tausend mal gesungen worden sein in vielen Kirchen landauf, landab. Pfarrer Armin Sturm stellte Adolph Kolping in seiner Predigt als ein Vorbild für die heutige Zeit heraus. Kolping sei genauso ein Vorbild, wie Johannes der Täufer, von welchem das Evangelium an diesem zweiten Adventsonntag sprach. Adolph Kolping war ein Mensch, der mit Liebe und Leidenschaft sein Herz an Gott und an die Menschen verschenkt hat. Im Kyrie wurden prägende Aussprüche des Gesellenvaters als Grundlage zur Besinnung verwendet. In den Fürbitten sprachen Mitglieder der Kolpingfamilie davon, wie wichtig es ist, bei der Wendung von Not auch über den Tellerrand hinaus zu schauen. Über 360 Euro zur Restaurierung der Josefsfahne wurden beim Suppenbüffett im Pfarrzentrum am Europaplatz gesammelt. Elf Köche und Köchinnen aus den Reihen der Kolpingfamilie kredenzten hervorragend schmeckende Suppen und sorgten für Abwechslung und unterschiedliche Gaumenfreuden: Von der Champignonsuppe über die Pizzasuppe bis zur Linsensuppe oder dem Erbseneintopf. Vorsitzender Axel Laumann nahm über dem abgesenkten Kolping-Banner, gehalten vom treuen Bannerträger Kurt Zimmermann, acht neue Mitglieder in die Gemeinschaft der Kolpingfamilie St. Martin auf. Besonders gedankt wurde Mitglied Bernd Krinninger, der für die Kleidersammlungen stets Fahrzeuge seiner Bedachungsfirma zur Verfügung stellt und auch den einzelnen Vorstandsmitgliedern. Das Jahresprogramm unter dem Leitwort „Eine Brücke zu den Menschen“ wurde vorgestellt und ein Film über Adolph Kolping gezeigt, welcher dieser Tage im Bayerischen Fernsehen Premiere hatte. Es war ein harmonischer Kolping-Gedenktag, welcher alt und jung, über 90 Teilnehmer, zusammen brachte.

ANDERE LIEDER WOLL(T)EN WIR SINGEN

 War der gregorianische Gesang bis zum zweiten vatikanischen Konzil die einzig wahre Kirchenmusik, so war das zweite Vatikanum auch der "Türöffner" für das sogenannte "Neue Geistliche Lied". In einer einzigartigen Veranstaltung feierte die Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin nun 50 Jahre Neues Geistliches Lied, früher auch gerne "Sacro-Pop" genannt. Zum Mitfeiern gekommen waren Musiker mit ihren Instrumenten, die vom neuen geistlichen Lied geprägt wurden bzw. es durch eigene Kompositionen und Texte auch heute noch prägen. Der Liedermacher und Pianist Dietmar Fischenich gehört zu diesen Personen. Die Urbesetzung von Vox Juventutis mit Peter Auras, Gaby Auras und Manfred Heilscher erzählte auf dem Talk-Sofa wie in Lahnstein alles begann. Hier war der damalige Jugendpfarrer Gerd Linz ein ganz starker Impulsgeber. Teilweise zehn junge, begeistere Leute machten bei "Vox Juventutis" mit. Zur Musik - damals nur in der Niederlahnsteiner Barbarakirche erlaubt - kam auch die inhaltliche Gestaltung von Gottesdiensten. Teilweise recht provokant wurde auf Themen, wie die Hungerkatastrophe in Biafra aufmerksam gemacht. In Jimi-Hendrix-Manier wurden bekannte Kirchenlieder verfremdet. Die Moderatoren berichteten in ihrer Zeitreise auch von den Gegnern des Neuen Geistlichen Liedes, unrespektierlich auch als "Poesie der Gartenzwerge" betitelt. Der damalige Oberlahnsteiner Pfarrer, Paul Hergenhahn, gehörte zu diesen Gegnern. Gernot Schauren erzählte Markus Schild von "Shalom" und den etwas rockigeren "Ichthos". Vielen Musikern hat Gernot die "Flötentöne" beigebracht, so auch der Kirchenband "Spirit". Dietmar Fischenich begann seine NGL-Zeit bei "Arcanum" in Lahnstein, heute schreibt und komponiert der in St. Goarshausen tätige Gemeindereferent Lieder, die zum Beispiel bei der Eröffnungsveranstaltung des Katholikentages in Mannheim gespielt wurden oder von der bekannten Kölner Gruppe "Ruhama" interpretiert werden. Dietmar Wittenstein demonstrierte, warum das Neue Geistliche Lied früher von einigen als "Klampfenkatholizismus" bezeichnet wurde. Er hatte seine E-Gitarre mitgebracht und sang mit dem Chor der Caritas-Werkstatt für Behinderte unter anderem den Clemens Bittlinger Song "Aufstehen, aufeinander zugehen". In kurzen Blitzlichtern wurden die Biographien von Protagonisten des NGL, wie Ludger Edelkötter, Thomas Laubach oder Eugen Eckert vorgestellt. Monika Friedrich aus Koblenz-Niederberg von der "Pfarrverbänd" griff in die Saiten und stellte ein neues Lied vor. Ulrike Schneider befragte den Talk-Gast, auch zu den Teilnahmen der Gruppe bei Katholikentagen. Jeder Talkgast hatte die Möglichkeit, dem Publikum sein Lieblingslied zu präsentieren. Das Publikum selbst wählte aus 84 verschiedenen Liedtiteln seine eigene Hitparade. Der Song "Ins Wasser fällt ein Stein" gewann vor den Titeln "Von guten Mächten wunderbar geborgen" und "So ist Versöhnung". Die anwesenden Musiker verstanden es prächtig, die gewählten sechs besten Titel in verschiedenen Sessions ganz spontan zu spielen. Die Zuschauer hielten ob dieser handwerklich und musikalischen Leistung nicht den Atem an, sondern waren mit Leib und Seele ganz bei Stimme. Gewürzt wurde die Infotainment-Show mit Filmeinspielern aus einer NGL-Chartshow. Hier war es insbesondere Fernsehjournalist Peter Frey, der noch einmal die Bedeutung des verstorbenen Komponisten Peter Jannssens für dieses Musikgenre herausstellte. Alle Talk-Gäste sprachen davon, was ihrer Einschätzung nach aus den "Aufbrüchen" vor 50 Jahren geworden ist. Viele Neue Geistliche Lieder werden sich auch im neuen Gotteslob wiederfinden, daß im Herbst 2013 erscheinen soll. Sie alle gaben der Hoffnung Ausdruck, daß sich immer wieder junge Leute finden mögen, die zum Lobpreis Gottes zeitgemässe Lieder am Altar spielen werden.

Angefügt noch eine kleine zusammenfassende Bilderpräsentation
Andere Lieder woll(t)en wir singen.pdf
PDF-Dokument [625.2 KB]

Der Devotionalientisch

 Aufgebaut im Pfarrzentrum war übrigens ein lang gezogener "Devotionalientisch", das "Neue Geistliche Lied" entsprechend. Da waren etliche Langspielplatten ausgestellt von Peter Janssens, Ludger Edelkötter oder auch Akzente. Unter anderem die Platte zum Kolping-Jugendtag 1973 in Köln "Handeln, nicht behandelt werden" mit dem Titel "Ein Hallelujah für Dich" genauso wie die Edelkötter-Kolpingjugend-Platte mit dem Titelm "Eine Brücke lasst uns bauen". Da lag die Single-Platte von "Danke", mehrere Beatmessen und die "Mundorgel", das Liederheft, welches von der evangelischen Jugend CVJM vor ebenfalls 50 Jahren veröffentlicht wurde. Da waren CDs von Gruppen, wie "Ruhama" oder "Habakuk" ebenso wie ein Pfarrbrief von Lahnstein, St. Martin (Oberlahnstein) vom Sommer 1971, wo Paul Hergenhahn über die "Beatmesse" in Hofheim herzieht. Da war auch noch das Einladungs-Poster vom Kölner Kolping-Jugendtag. Auch eine einmalige Zusammenstellung. Eine tolle Zeitreise.

 Für Statistiker - Die Top Ten

 Der Ordnung halber hier nun die NGL-Hitparade, wie sie von den Besuchern der Veranstaltung zusammengestellt wurde:

1.) "Ins Wasser fällt ein Stein"

2.) "Von guten Mächten wunderbar geborgen"

3.) "So ist Versöhnung"

4.) "Eingeladen zum Fest des Glaubens"

5.) "Da berühren sich Himmel und Erde"

6.) "Ein Licht in Dir geborgen"

7.) "Danke für diesen guten Morgen"

8.) "Laudate omnes gentes"

9.) "Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer"

10.)"Keinen Tag soll es geben"

 Gesammelt für die "Vortour der Hoffnung"

 Mitte August 2013 startet die sogenannte "Vortour der Hoffnung" in Lahnstein. Mehr oder weniger prominente Zeitgenossen radeln für einen guten Zweck, nämlich die Kinderkrebshilfe. Der Vorstand der Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin hat den Beschluss gefasst, bis dahin bei allen öffentlichen und auch nicht öffentlichen Gemeinschaftsveranstaltungen die "Spendenbüx" rundgehen zu lassen. Und so wurde bei "Andere Lieder wollten" wir singen" erstmals gesammelt. Da die Büchsen verschlossen sind, kann ein Spendenergebnis erst im August, vor der Übergabe durch den ersten Vorsitzenden, Axel Laumann, veröffentlicht werden.